Rudolstädter Firmenlauf: „Erste Anfragen gab es schon“

Peter Scholz
| Lesedauer: 4 Minuten
2019 ging der Rudolstädter Firmenlauf letztmalig ohne Einschränkungen über die Bühne.

2019 ging der Rudolstädter Firmenlauf letztmalig ohne Einschränkungen über die Bühne.

Foto: Peter Scholz

Rudolstadt.  Christian Schmidt vom LAC Rudolstadt zum Meldestart für den Rudolstädter Firmenlauf

Der Rudolstädter Firmenlauf gehört seit mehr als einem halben Jahrzehnt zu den traditionellen Läufen in der Saalestadt, die nach zweijährigen Einschränkungen in diesem Jahr wieder zu altem Leben erweckt werden sollen. Wie weit die Planungen gediehen sind und wie man die Premiere des Saalfelder Firmenlaufes bei den Veranstaltern LAC Rudolstadt. Volksbank Gera/Jena/Rudolstadt und Energieversorgung Rudolstadt sieht, darüber unterhielten wir uns mit Christian Schmidt, dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden beim LAC.

Noch mehr als drei Monate dauert es, bis traditionell der Rudolstädter Firmenlauf gestartet wird. Gab es schon erste Firmen, die es kaum erwarten können?

Ja, die ersten Anfragen gab es schon. Aber wir müssen die Läuferinnen und Läufer noch um ein wenig Geduld bitten: Der Lauf findet ja immer an einem Mittwoch in der ersten Septemberhälfte statt. Und so wird es auch dieses Mal sein, am 7. September erfolgt dann der Startschuss.

Traditionell ist auch, dass man sich vorab anmelden muss. Ab wann ist das möglich?

Das ist richtig, da wir ja die Startunterlagen zuschicken müssen. Ab 1. Juni wird man sich anmelden können, wobei die Startgebühren gestaffelt werden. Je eher man sich anmeldet, umso günstiger ist es.

Aber Probleme, das Starterfeld zu füllen, hatten die Organisatoren ja bislang noch nie.

Nein, in den vergangenen Jahren waren wir immer am Limit. Wir haben immer eine Grenze bei 1000 Läuferinnen und Läufern gemacht, weil es bei noch mehr Startern einfach infrastrukturell am Städtischen Stadion in Rudolstadt nicht mehr zu organisieren ist. Nachdem der Lauf im Jahr 2020 ausfallen musste, konnten 2021 leider nur 500 starten. In diesem Jahr werden wir wieder 950 Startplätze freigeben.

Die Streckenführung war vor der Pandemie ähnlich. Es wird sich auch dieses Jahr nichts ändern?

Nein, die Strecke wird knapp fünf Kilometer lang sein und vom Stadion über die Große Wiese, den Saalebogen und durch den Park zurück zum Stadion führen. Das hat sich bewährt und deshalb werden wird daran auch nichts ändern.

Allerdings wird es bei den verschiedenen Wertungen Änderungen geben.

Aber nicht sehr umfangreich. Die Wertung um das „Größte Team“ wird es nicht mehr geben, weil da einige Firmen auf Grund der Belegschaftsgröße von vornherein chancenlos sind. Wenn da beispielsweise die Thüringenkliniken gegen Sport-Schart antreten, weiß man von vornherein, wer da mehr Läufer an den Start bringen kann.

Seit der Premiere des Rudolstädter Firmenlaufes stellen die Organisatoren ein Teil der Startgelder für verschiedene Sportprojekte zur Verfügung. War das trotz der abgespeckten Version auch im vergangenen Jahr so?

Ja, allerdings haben wir verschiedene kleinere Vorhaben unterstützt: Da gab es eine Matschküche für einen Rudolstädter Kindergarten, Bälle für eine Schwarzaer Grundschule und eine Tischtennisplatte für eine Cumbacher Schule.

Dieses Jahr soll es wieder ein größeres Projekt sein?

Konkret gibt es da noch keine Planungen. Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass man eine Pumptrack-Strecke mitfinanziert. Aber wir sind weiterhin für Anregungen offen, die man an die Mail-Adresse des LAC Rudolstadt schicken kann.

Nur wenige Stunden nach dem Rudolstädter Firmenlauf findet nur zehn Kilometer weiter, in Saalfeld, auch dort erstmals ein Firmenlauf statt. Was sagt man dazu in Rudolstadt?

Ich finde es zunächst einmal gut, dass in der Region etwas gemacht wird, sportlich etwas angeboten wird. Allerdings finde ich den Zeitpunkt falsch. Ich glaube nicht, dass Firmen mit ihren Mitarbeitern an zwei Läufen so kurz hintereinander teilnehmen werden.

Man hätte sich also besser absprechen sollen?

Ja, so sehe ich das. Ich befürchte, dass dadurch der Graben zwischen Saalfeld und Rudolstadt tiefer wird.

Hat der Saalfelder Firmenlauf so kurz nach dem Rudolstädter Pendant Auswirkungen auf die Organisation, beispielsweise die Werbung?

Wir denken darüber nach, die Werbung zu verstärken. Vielleicht auch über den Landkreis hinaus. Wobei schon in der Vergangenheit die eine oder andere Firma aus anderen Thüringer Landkreisen bei uns in den Starterlisten stand.

www.rudolstaedter-firmenlauf.de