VSV Jena 90: Fehlende Leidenschaft und mangelnde Chancenverwertung

Marcus Schulze
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Machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: VSV-Coach Christian Schumann (links).

Machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: VSV-Coach Christian Schumann (links).

Foto: Peter Poser

ena.  Die Volleyballer des VSV Jena unterliegen beim TSV Zirndorf in 0:3-Sätzen und rangieren nun auf dem letzten Tabellenplatz ihrer Staffel

JLeidenschaft. Das war das erste Wort, auf das Christian Schumann zurückgriff, als er noch einmal die Partie des VSV Jena 90 gegen den TSV Zirndorf Revue geschehen ließ, jedoch nicht im positiven Sinn: „Ich habe die Leidenschaft bei uns vermisst“, resümierte der VSV-Trainer mit vernehmbarer Enttäuschung. Dass nun Christian Schumann am anderen Ende der Leitung am Sonnabend nicht vor Freude im Dreieck sprang, war jedoch nicht allein der fehlenden Leidenschaft seiner Volleyballer geschuldet, sondern in erster Linie dem Umstand, dass sein Team letztendlich mit 0:3-Sätzen den Gastgebern aus Mittelfranken unterlag. Doch der Coach machte keinen Hehl daraus, dass seines Erachtens Erfolg und Leidenschaft Hand in Hand gehen. „Das kreide ich der Mannschaft dann auch an!“

Darüber hinaus kam Christian Schumann noch auf eine weitere Baustelle jenseits der reinen Leidenschaft zu sprechen: die defizitäre Chancenverwertung in seinen Reihen. „Wir nutzen sie einfach nicht. Wir lassen da zu viel liegen!“

Der erste Satz der Begegnung gegen die Volleyballer aus der Metropolregion Nürnberg kam jedoch noch recht vielversprechend daher, doch dann verletzte sich Zuspieler Philip Mengs. Robert Büttner musste kurzerhand für ihn einspringen. Der wiederum habe seine Sache – im Großen und Ganzen – auch gutgemacht, doch in der einen oder anderen entscheidenden Phase habe er die falsche Entscheidung getroffen, resümierte Christian Schumann. „Er weiß selbst darum, doch ich kann es ihm nicht verübeln; die ganze Zeit spielt er als Libero und musste dann gezwungenermaßen den Zuspieler geben-- daran hat es am Ende nicht gelegen.“

So oder so; den ersten Satz verloren die Volleyballer von der Saale 21:25. Im zweiten unterlagen sie mit 22:25 und im dritten schlussendlich mit 19:25 – und damit rangieren die Jenaer nunmehr auf dem letzten Tabellenplatz, dem sechsten, der Staffel I in der dritten Liga. Drei Spiele muss der VSV Jena nun noch innerhalb seiner Ost-Staffel absolvieren, zwei davon in dieser Woche, bevor die Play-offs beziehungsweise Play-downs beginnen.

Bereits am Freitag gastiert ab 20 Uhr der VC Zschopau im Jenaer Sportforum, am Sonnabend indes gibt sich der VGF Marktredwitz ab 19.30 Uhr im Sporthallenkomplex Lobeda-West die Ehre. „Wir spielen jetzt nur noch gegen unsere direkten Konkurrenten – und deshalb kann unsere Maxime nur noch lauten: jedes Spiel gewinnen. Doch dafür müssen wir unsere Leistung abrufen, denn auch mit unseren kommenden Gegnern werden wir uns definitiv auf Augenhöhe begegnen“, sagte Christian Schumann.