In Pfiffelbach wurden sogar die Quitten ausgequetscht

Pfiffelbach.  Die Gelegenheit, vornehmlich Äpfel zu Saft pressen zu lassen, nutzten zahlreiche Bürger in Pfiffelbach, wo die mobile Mosterei Station machte.

Apfelsaftfans: Ihren Spaß hatten an der mobilen Mosterei in Pfiffelbach auch Katharina Günther sowie die beiden Mädels Pia König (rechts) und Emmelie Günther.

Apfelsaftfans: Ihren Spaß hatten an der mobilen Mosterei in Pfiffelbach auch Katharina Günther sowie die beiden Mädels Pia König (rechts) und Emmelie Günther.

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

Die Vorstellung, den Saft der Äpfel aus dem eigenen Garten genießen zu können, hat schon was. Und sei es Kindheitserinnerungen an idyllische Zeiten bei den Großeltern. Ein wenig von dieser romantischen Vorstellungen des einfachen, urigen Landlebens schwang auch in Pifffelbach mit, als am Samstag die „Mobile Mosterei“ des Vereins Ökoherz am Gemeindezentrum Station machte. Auf einem Trailer installiert war dort alles zu finden, was für einen „Saftladen“ so gebraucht wird – inklusive der Möglichkeit, die wohlschmeckende Flüssigkeit auf 80 Grad zu erhitzen, um ihr Haltbarkeit zu verleihen, bevor sie in Kunststoffbeutel mit Zapfhähnchen gefüllt final im Transportkarton verschwindet.

Die Gelegenheit, die Äpfel auspressen zu lassen, nutzten etliche Bürger, was ein wenig Wartezeit erforderlich machte. Immerhin schafft die Anlage pro Stunde um die 300 Liter pro Stunde. Bevor das Erntegut den Prozess durchläuft, wird es gewaschen. Einer derjenigen, der die eigene Ernte herbeigekarrt hatte, war auch Thomas Karp aus Niederreißen. Eifrig schaufelte er die Äpfel aufs Förderband. In diesem Jahr sei die Ernte ja nicht so üppig ausgefallen, so dass er wenigstens das Wenige verarbeitet wissen wollte. Und mal ehrlich – eigener Apfelsaft sei ja quasi Gold wert.

Den am Schluss anfallenden Trester nutzt Wolfgang Weh aus Escherode. Er verfütterte nämlich diese Reste, die nach dem Pressvorgang übrig bleiben, an seine Enten und Schweine. Mit Schrot vermischt sei das quasi eine Leckerei für die Tiere, weil vielfach wertvolle Nährstoffe enthalten seien.

Aber nicht nur wegen des Trester, der am Ende aus der Anlage auf einen Hänger purzelt, sei er nach Pfiffelbach gekommen. Vielmehr hatten er und seine Frau auch prächtige Quitten mitgebracht, um sie ihres Saftes zu entledigen. Übrigens: Aus dem der Birnenquitte zaubere seine Frau ganz wunderbaren Gelee, schwärmte er.

Um beim Pressen der Äpfel dabei zu sein, hatten sich auch die Familien Günther und König zur Mosterei begeben, was insbesondere die Kinder begeisterte, die sich beherzt ein paar Äpfel griffen, bevor diese in der Maschine verschwanden.