Schmallenberg-Virus in fünf Schaf-Beständen nachgewiesen

Das Schmallenberg-Virus ist in fünf Schaf-Beständen in Jena und dem Saale-Holzland nachgewiesen worden. Das bestätigte Stefan Suhrke, Vize-Amtsleiter des Zweckverbandes Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Jena-Saale-Holzland, gestern auf Nachfrage in Stadtroda.

Eine Schafherde auf einer Wiese in den Tälerdörfern. Das Schmallenberg-Virus ist auch im Saale-Holzland-Kreis angekommen.  Foto: Andreas Schott

Eine Schafherde auf einer Wiese in den Tälerdörfern. Das Schmallenberg-Virus ist auch im Saale-Holzland-Kreis angekommen. Foto: Andreas Schott

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Das Schmallenberg-Virus ist in fünf Schaf-Beständen in Jena und dem Saale-Holzland nachgewiesen worden. Das bestätigte Stefan Suhrke, Vize-Amtsleiter des Zweckverbandes Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Jena-Saale-Holzland, gestern auf Nachfrage in Stadtroda. Konkret kamen Lämmer tot oder mit schwersten Missbildungen in einem großen Schaf-Betrieb in der Stadt Jena sowie bei kleineren Beständen in Scheiditz, Mertendorf, Bürgel sowie Lippersdorf-Erdmannsdorf zur Welt. Die Krankheit unterliegt der Meldepflicht, das heißt, Halter müssen das Amt über solche Fälle informieren. Suhrke schließt nicht aus, dass das Virus bis zu 20 Prozent eines Bestandes befallen kann. "Für die Schäfer wäre dies ein hoher ökonomischer Verlust." Zudem rechnet er ungeachtet der Meldepflicht damit, dass es eine höhere Dunkelziffer gibt. "Nicht jede Verlammung wird mitgeteilt", ist er sich sicher. Als Verlammung wird der vorzeitige Abgang eines Lammes oder des Fetus bezeichnet.

Noch nicht nachgewiesen wurde der Virus in Rinderbeständen. "Das hat aber gegenwärtig nichts zu sagen, weil die ersten Rinder erst in etwa vier Monaten abkalben werden", klärte Suhrke auf. Eine Möglichkeit, die Tiere mit einer Impfung zu schützen, gebe es derzeit nicht. "Der Virus kann derzeit nicht bekämpft werden." Eine ähnlich Situation habe es in den Jahren 2006/07 beim Auftreten der Blauzungenkrankheit gegeben. Erst nachdem ein Impfmittel entwickelt worden war, habe man die Krankheit erfolgreich bekämpfen können, sagte Suhrke.

Die Blauzungenkrankheit, aber auch das Schmallenberg-Virus werden durch Gnitzen auf die Tierbestände übertragen.

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