Truck-Stop eröffnet Oldtimer-Saison in Quirla

Quirla  Am 5. Mai erwartet Inhaber Eberhard Schneider wieder Dutzende Besitzer alter Gefährte auf einem mehrere Tausend Quadratmeter großen Areal in Quirla. Präsentiert werden darf alles, was rollt und alt ist.

Reger Betrieb herrschte im vergangenen Jahr beim Treffen in Quirla. Foto: Andreas Schott

Reger Betrieb herrschte im vergangenen Jahr beim Treffen in Quirla. Foto: Andreas Schott

Foto: zgt

Wenn Eberhard Schneider zu einem Treffen einlädt, sind Überraschungen garantiert. Stehen doch auch zur diesjährigen Saison-Eröffnung an Christi Himmelfahrt ab 9 Uhr Regeln mehr im Hintergrund. Bei Schneider ist nahezu jeder willkommen: Besitzer alter Busse können an dem Treffen ebenso teilnehmen wie Lanz-Bulldog-Fans, Eigentümer uralter Staatskarrossen, Lkw-Liebhaber oder Motorrad-Fahrer. „Wir wollen Technik-Geschichte zeigen und erlebbar machen“, warb Schneider für eine möglichst große Vielfalt beim Oldtimertreffen.

Ende vergangenen Jahres ging das Konzept auf: 182 Oldtimer konnten auf dem Truck-Stop-Gelände bewundert werden, darunter zahlreiche Raritäten. „Das Treffen war der absolute Wahnsinn und ein voller Erfolg“, resümiert Schneider. Sogar ein Oldtimer-Fan aus Frankreich sei mit einem BMW Dixi in den Saale-Holzland-Kreis gekommen. „Der hat natürlich den Preis für die weiteste Anreise abgeräumt.“

Schneider, der ein Faible für alte Sachen hat und selbst unter anderem stolzer Besitzer von NVA-Lastkraftwagen, einer Armee-Planierraupe, einem Trabant Kübel sowie seit neuestem eines stark restaurierungsbedürftigen Wolga M24 aus dem Jahr 1976 ist, freut sich jetzt schon auf den regen Gedankenaustausch beim Treffen. „Da kommen neue Kontakte zustande, werden Erfahrungen bei der Restaurierung alter Fahrzeuge ausgetauscht oder trifft man plötzlich Menschen, die man seit Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hat.“

Stolz ist der Quirlaer, dass zahlreiche Oldtimer-Vereine aus der weiteren Region am Treffen teilnehmen werden. So haben sich Clubs aus Gera, Weimar, Apolda und Sömmerda angekündigt. „Wenn es klappt, wird am 5. Mai eine Staatskarosse aus Josef Stalins Fahrzeug-Park zu sehen sein.“

Eintritt wird nicht erhoben, was zählt ist die Begeisterung für alte Fahrzeuge oder Trödel. Unterstützung erfährt Eberhard Schneider an dem Tag auch von der Quirlaer Feuerwehr sowie zahlreichen regionalen Erzeugern, die Wurst, deftige Gulaschsuppe oder hausgebackenen Kuchen anbieten werden. Zudem sind bei einer Tombola viele Preise zu gewinnen, der Erlös soll dem Quirlaer Kindergarten „Zwergenhügel“ sowie krebskranken Kindern zugute kommen. „Das hat Tradition“, sagt Kindergarten-Chefin Marina Bauer.

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