Vieles an Kunstgegenständen in Gera konnte gerettet werden

Geraer Kunstschätze wurden von der Flut verschont. Das Otto-Dix-Haus ist allerdings in Mitleidenschaft gezogen worden. Der zur Buga 2007 entstandene Hofwiesenpark ist aus Sicht der Stadt fast gänzlich zerstört.

Hochwasser in Gera am Sonntag in Untermhaus, in der Mozartstraße und im Otto-Dix-Haus.

Hochwasser in Gera am Sonntag in Untermhaus, in der Mozartstraße und im Otto-Dix-Haus.

Foto: zgt

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Gera. Die Schätze der Kunstsammlung Gera sind vom Hochwasser der Weißen Elster verschont geblieben. Sowohl im Otto-Dix-Haus, dem Geburtshaus des Malers, als auch in der Orangerie konnten Schäden dank des Einsatzes der Mitarbeiter und vieler Helfer vermieden werden. Sie brachten die Exponate bei Ankündigung des Hochwassers in der oberen Etage in Sicherheit und schützten Ausstellungsbereiche und Gebäude durch einen Wall von Sandsäcken.

Mit sinkendem Pegel werden allerdings mehr und mehr Schäden an den Gebäuden sichtbar. Sie sollen schrittweise erfasst werden. Konkrete Zahlen könnten jedoch derzeit noch nicht genannt werden, informierte die Stadtverwaltung.

Das historische Otto-Dix-Haus wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch Wasser, Feuchtigkeit und Stromausfall entstanden Schäden an haustechnischen Anlagen, Türen, Schließ- und Sicherheitsanlagen, Verwerfungen im Fußboden und Schäden an Einrichtungsgegenständen, die umfassender Reparaturen bedürfen. Deshalb wird das Museum bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

In der barocken Orangerie standen und stehen durch die Erhöhung des Grundwasserspiegels die Keller immer noch unter Wasser. Dadurch wurden die Heizungs- und die Notstromanlage sowie technische Anlagen des erst 2007 sanierten Hauses zerstört.

Auch das erst 2007 nach grundlegender Sanierung wiedereröffnete Jugendstil-Theater ist betroffen. Durch den infolge des Hochwassers erhöhten Grundwasserspiegel kam es im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera zu enormen Wasserständen in den Kelleretagen und dadurch zu Schäden an Haus- und Bühnentechnik von insgesamt rund 400 000 Euro.

Auch die Musikschule hatte mit hohen Wasserständen in den Kelleretagen zu kämpfen. Die dort gelegenen Unterrichtsräume der musikalischen Frühförderung sowie der gesamte Technikbereich der Einrichtung wurden geflutet. Instrumente und Einrichtungsgegenstände fielen der Flut zum Opfer. Die Schule muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Aus Sicht der Stadt ist der zur Bundesgartenschau 2007 neu entstandene, direkt an der Weißen Elster liegende Hofwiesenpark fast gänzlich zerstört worden. Die Schäden seien enorm hoch. Noch laufe die Schadensbilanz und Aufnahme der Einzelschäden. Trotzdem müsse auch der Park bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

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