Pandemie

Biontech und Co.: Nasenspray-Impfung könnte bald kommen

Corona: Forscher arbeiten an Nasenspray-Impfstoff

Corona: Forscher arbeiten an Nasenspray-Impfstoff

Eine Impfung ohne Pieks, sondern mit Nasenspray: Daran forschen derzeit mehrere Wissenschaftler. Ein Projekt wird jetzt finanziell vom Bund unterstützt.

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Berlin  Zu den unangenehmeren Begleiterscheinungen von Corona-Impfungen gehört für manch einen der Spritzen-Piks. Der könnte bald entfallen.

  • Forscher setzen große Erwartungen in eine Impfung, die über ein Nasenspray verabreicht wird
  • Deutschland ist bei der Forschung des Impf-Nasensprays vorne mit dabei
  • Dafür gibt es sogar eine Order von ganz oben

Ein Corona-Impfung ohne Spritze? Daran arbeitet aktuell ein Team der Universitätsklinik München. Und hat Unterstützung von ganz oben: Das Projekt namens Zell-Trans werde mit rund 1,7 Millionen Euro vom Bund gefördert, sagte Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag).

Die Forschenden entwickeln einen nasalen Impfstoff gegen Corona, der per Nasenpray auf die Nasenschleimhaut aufgetragen werden soll – ganz ohne Nadel.

Biontech und Co.: Corona-Impfung per Nasenpray

Damit könne der Impfstoff „direkt dort seine Wirkung entfalten, wo das Virus in den Körper eindringt“, sagte die FDP-Politikerin.

Mit dem Schleimhautimpfstoff würden Coronaviren direkt im Nasen-Rachen-Raum bekämpft und können sich dort gar nicht erst festsetzen. Damit könnte das Präparat im Idealfall nicht nur vor symptomatischen Erkrankungen schützen, sondern gleich vor einer Infektion.

In Studien konnte gezeigt werden, dass eine Corona-Impfung über Nasenspray gute Ergebnisse bei der Wirksamkeit erzielt. In einer unveröffentlichten Studie vom Mai wirkte der nasale Impfstoff ebenfalls zuverlässig. Die Forschenden hatten dort eine Kombination aus der intramuskulären Covid-Impfung auf Basis von Spike-Proteinen mit dem Nasenspray-Impfstoff mit dem gleichen Protein an Mäusen angewandt. Sie tauften das Konzept auf den Namen "Prime and Spike". (pcl/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.