Impfkampagne

Arzt unterstützt Hamas: Regierung löscht sein Impf-Video

Moderna beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff für Jugendliche in der EU

Moderna beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff für Jugendliche in der EU

Der US-Pharmakonzern Moderna hat nach eigenen Angaben eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in der EU beantragt. Bei grünem Licht der Europäischen Arzneimittelbehörde wäre es das zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Vakzin nach dem von Biontech/Pfizer.

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In der Impf-Kampagne tritt ein Arzt auf, der bei Facebook israelfeindliche Posts verbreitet. Die Regierung stoppt daraufhin den Spot.

Am 27. Dezember fiel der offizielle Startschuss für die bundesweite Impfkampagne zum Schutz gegen das Coronavirus. Seitdem wirbt die Bundesregierung unter dem Slogan „Ärmel hoch“ für das Impfen. Neben mehreren Promis, wie Günther Jauch und David Hasselhoff, beteiligen sich an der Impfkampagne auch Ärztinnen und Ärzte, die sich in ihrer Muttersprache an die Bürger wenden und unter anderem auf Türkisch oder Arabisch zum Impfen aufrufen.

Doch jetzt sorgt ein Impf-Video für Aufruhr. In dem Spot spricht der Berliner Arzt Najeeb Al-Saidi und ermutigt arabisch-sprechende Bürger zum Impfen. Doch wie „Bild“ zuerst berichtete, soll der Arzt in sozialen Netzwerken israelfeindliche Posts verbreitet haben.

Dem Bericht zufolge hat der Arzt auf seinem privaten Facebook-Profil Einträge verbreitet, in denen die Vertreibung von Juden aus dem Nahen Osten gefordert wird. Zudem soll er auch Propagandafotos der Al-Qassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Terrorgruppe Hamas, gepostet haben. Lesen Sie auch: Hass-Demos - Haben wir neuen Antisemitismus importiert?

Regierungssprecher löscht das Video von seinem Twitter-Account

Das Impf-Video von Najeeb Al-Saidi wurde von der Bundesregierung offiziell in die Impf-Kampagne aufgenommen. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert teilte den Spot auf seinem persönlichen Twitter-Account, um arabisch-sprechende Bürger zu erreichen. Der entsprechende Tweet sei kurze Zeit später jedoch gelöscht worden, berichtet „Bild“.

Eine Regierungssprecherin bestätigte den Fall und sagte der Zeitung: „Die Äußerungen von Herrn Dr. Al-Saidi auf seinem Facebook-Account waren zum Zeitpunkt der Aufzeichnung und Veröffentlichung des Videos nicht bekannt.“ Das Video mit dem Berliner Arzt werde nicht weiter verbreitet.

Der Berliner Arzt hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.