Neue Brücke wird am Mühlbergsweg in Niedersachswerfen gebaut

Niedersachswerfen.  Alte Fußgängerbrücke über die Bere an der Mühlenstraße wird abgerissen. Der Ersatzneubau kostet rund 310.000 Euro.

Die alte Fußgängerbrücke über die Bere am Mühlbergsweg in Niedersachswerfen soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. 

Die alte Fußgängerbrücke über die Bere am Mühlbergsweg in Niedersachswerfen soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. 

Foto: Jens Feuerriegel

Am Fuße des Mühlberges entsteht nächstes Jahr eine neue Brücke. Wer zwischen der Mühlenstraße und dem Mühlbergsweg die Bere überqueren möchte, dem bietet dort eine Fußgängerbrücke die Möglichkeit. Jedoch ist der Übergang längst in die Jahre gekommen. Die konstruktiven Schäden sind erheblich.

Die Fachleute sind sich einig: Eine Sanierung der alten Brücke wäre nicht wirtschaftlich. Der Umfang der Schäden ist zu groß. Sinnvoller ist ein Ersatzneubau. Es soll eine Stahlbetonkonstruktion sein. Die neue Brücke kostet rund 310.000 Euro. Rechnet man die zu erwartenden Baunebenkosten noch hinzu, belaufen sich die Gesamtausgaben für dieses Projekt auf rund 383.800 Euro.

In ihrem aktuellen Haushalt hat die Gemeinde Harztor für das Projekt schon 190.000 Euro verfügbar. Im Etat des kommenden Jahres will die Kommune die weiteren 193.800 Euro berücksichtigen. Die Gemeinde muss die Baukosten nicht allein stemmen. Im Rahmen der Dorferneuerung fließen Fördermittel.

Der Brückenbau ist öffentlich ausgeschrieben worden. Vier Firmen waren interessiert. Zwei Unternehmen haben ein Angebot vorgelegt. Der Gemeinderat vergab die Bauleistung am Mittwochabend an das Urbacher Bauunternehmen Henning. Der Beschluss war einstimmig.

In Zukunft werden in Harztor sämtliche Vergaben öffentlich im Hauptausschuss beschlossen. Bisher war dies nur bis zur Obergrenze von 50.000 Euro möglich. Alle größeren Projekte sind im Gemeinderat vergeben worden.

Kai Liebig (UWL) sprach sich gegen die Änderung der Geschäftsordnung aus. Aufgrund der beruflichen Vielfalt der Gemeinderatsmitglieder sollte man auch in Zukunft diese geballte Kompetenz bei den Vergaben nutzen. Bürgermeister Stephan Klante (CDU) sah diese Notwendigkeit nicht: Bei den Vergaben werde doch nicht mehr diskutiert. Aber alle Projekte und Investitionen seien stets Bestandteil des Haushaltsplanes, mit dem sich der Gemeinderat immer intensiv befasst, ehe er den Etat beschließt. Auch Hartmut Sauermann (CDU) betonte: In all den Jahren, in denen er schon Mitglied im Gemeinderat ist, habe er noch nie erlebt, dass am Ende einer Ausschreibung wegen einer Vergabe debattiert wurde.

So fand die Änderung der Geschäftsordnung am Mittwochabend eine Mehrheit im Gemeinderat.