Militärbündnis

Ukraine-Krieg: Welche Länder zur Nato-Ostflanke gehören

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Nato will dauerhaft mehr Truppen in Osteuropa stationieren

Nato will dauerhaft mehr Truppen in Osteuropa stationieren

Zur Abschreckung Russlands will die Nato dauerhaft mehr Truppen in den östlichen Mitgliedsländern stationieren. Der polnische Vorstoß für eine "Friedensmission" der Nato in der Ukraine scheiterte hingegen.

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Berlin   Wegen des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine will die Nato ihre Ostflanke verstärken. Doch was gehört eigentlich dazu?

Durch den russischen Angriff auf die Ukraine ist die Bedrohung für die Nato stark angestiegen. Aus diesem Grund hatte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag eine erhebliche Aufstockung der Luft- und Seestreitkräfte zur Sicherung der Nato-Ostflanke in den kommenden Jahren vorgeschlagen. Bei einem Nato-Gipfel Ende Juni sollen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedsstaaten darüber entscheiden, hieß es.

Die Bundeswehr hat außerdem bereits damit begonnen, Flugabwehr-Raketen vom Typ Patriot in die Slowakei zu verlegen. Zusätzlich sollen weitere Nato-Soldaten in der Slowakei stationiert werden, um den Schutz der Ostflanke zu verstärken. Doch was genau ist eigentlich die Nato-Ostflanke?

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Nato-Ostflanke: Die Länder gehören dazu

Aktuell sind insgesamt 30 Staaten Mitglied in der Nato. Als Nato-Ostflanke wird grundsätzlich die östliche Grenze des Bündnisses verstanden. An Relevanz gewonnen hat der Begriff vor allem seit der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014, da seitdem auch innerhalb des Militärbündnisses die Stärkung der Ostflanke eine wichtige Rolle spielt. Zu den Ländern, die an der östlichen Grenze der Nato liegen gehören: Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei.

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Im Kontext der Nato-Ostflanke ist häufig auch die Rede von der Nato-Osterweiterung. Darunter wird der Beitritt von Ländern verstanden, die entweder zuvor dem Warschauer Pakt oder aber dem ehemaligen blockfreien Jugoslawien angehört hatten. So traten im Jahr 1999 Ungarn, Polen und Tschechien dem Bündnis bei, im Jahr 2004 folgten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien. Schließlich kamen Albanien und Kroatien 2009 hinzu, Montenegro 2017 und Nordmazedonien 2020.

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(csr)

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.waz.de.