Schmölln. Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben, die gibt seit nunmehr 30 Jahren das Förderzentrum in Schmölln. Wie nun gefeiert wurde.

Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben, die gibt seit nunmehr 30 Jahren das Förderzentrum in Schmölln.

Bisher konnte die staatliche Bildungsstätte rund 3.700 Mädchen und Jungen, die wegen kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen nicht die besten Startbedingungen hatten, den Weg in den Alltag bahnen. Jetzt beging die Förderschule Jubiläum. „Sie geben den Heranwachsenden Mut, Lebensfreude und Vertrauen“, würdigte der erste Beigeordnete des Altenburger Landes, Mat­thias Bergmann die Arbeit der Einrichtung.

Was darunter zu verstehen ist, bewiesen sodann die Schülerinnen und Schüler beim kurzen Festprogramm. In 30 Workshops konnten sich die 6- bis 18-Jährigen eine Woche lang in unterschiedlichen Bereichen ausprobieren. Singen, tanzen und malen gehörten ebenso dazu wie kochen oder schmieden. Mit wie viel Begeisterung sich die Kinder dem gewidmet hatten, zeigten sie etwa beim Linedance, bei der Präsentation des mannsgroßen geschmiedeten Maskottchens „Fözi“ oder mit einer Choreografie des Pippi-Langstrumpf-­Liedes.

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Als der Landkreis 1994 das Haus für fast vier Millionen DM fertigstellte, gehörte es zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in Thüringen. Seither finden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf am Kemnitzgrund in Schmölln tolle Bedingungen vor. Den Mädchen und Jungen steht ein größtenteils barrierefreies Schulgebäude zur Verfügung.

Den Bedürfnissen der Lernenden entsprechend gibt es zudem moderne Fachkabinette wie etwa eine Lehrküche oder gut ausgestattete Differenzierungsräume. Außerdem bieten das Schulgebäude wie auch die Außenanlagen viel Platz. Sehr stolz ist das Team der Einrichtung darauf, seit Jahren das vom Freistaat Thüringen vergebene Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“ tragen zu dürfen. „Derzeit bereiten wir das Audit für die Rezertifizierung vor. Gerade für unsere Schülerinnen und Schüler ist eine gute Vorbereitung auf den Berufsalltag besonders wichtig“, erklärt Schulleiterin Jana Goßmann.

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Unterstützt wird die Einrichtung in Trägerschaft des Landkreises von rund 100 Partner-Unternehmen, die zum Beispiel wöchentlich Praktika für die achten bis zehnten Klassen anbieten. Derzeit besuchen 67 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarfen im Lernen, in der emotionalen und sozialen Entwicklung, in der Sprache, im Sehen und Hören oder in der körperlich-motorischen Entwicklung die Bildungsstätte. „Wir sind zudem Netzwerkschule und kooperieren mit acht Grundschulen, sechs Regelschulen und einem Gymnasium“, sagt Goßmann. Insgesamt 20 Pädagogen aus ihrem 31-köpfigen Team unterrichten nicht am Förderzentrum, sondern sind an den Netzwerkschulen für die Inklusion tätig.