Fördergeld für sozialen Wohnungsbau in Eisenberg

Eisenberg.  Die Finanzen für den sozialen Wohnungsbau in Eisenberg sind gesichert. Die Awo hat an ihrer Planung für den Neubau am Busplatz weiter gefeilt.

Angelika Müller von der Arbeiterwohlfahrt im Saale-Holzland-Kreis und Eisenbergs Bürgermeister Michael Kieslich (CDU) an der Planungsskizze für den sozialen Wohnungsbau am Busplan in Eisenberg. Entstehen sollen 31 barrierefreie Wohnungen für Senioren.

Angelika Müller von der Arbeiterwohlfahrt im Saale-Holzland-Kreis und Eisenbergs Bürgermeister Michael Kieslich (CDU) an der Planungsskizze für den sozialen Wohnungsbau am Busplan in Eisenberg. Entstehen sollen 31 barrierefreie Wohnungen für Senioren.

Foto: Angelika Munteanu

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„Nach einer mündlichen Zusage vor Weihnachten haben wir jetzt zum Jahresbeginn den Fördermittelbescheid für unser Bauvorhaben erhalten“, sagt der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Saale-Holzland-Kreis, Ralf Batz. Etwa 5,5 Millionen sollen in den Neubau auf der Freifläche hinter dem Busplatz in der Kreisstadt investiert werden.

Davon mehr als 1,17 Millionen Euro bringt die Awo als Eigenmittel auf, gut 3,6 Millionen Euro gewährt die Thüringer Aufbaubank (TAB) als Darlehen und 838.200 Euro kommen als Baukostenzuschuss vom Land. Entstehen sollen in dem Neubau 31 barrierefreie Wohnungen für Senioren aus dem Landkreis mit Wohnberechtigungsschein.

Im Frühjahr, sobald es das Wetter zulasse, sollen die Bauarbeiten mit dem Aushub der Baugrube beginnen, kündigt der Awo-Chef an. Eine Hürde sei zunächst aber noch zu nehmen: Die am 23. Januar anstehende Submission für die Vergabe von Bauaufträgen werde zeigen, ob sich trotz der ausgelasteten Baubranche Unternehmen zu akzeptablen Preisen für das Vorhaben finden werden, sagt Batz.

Wenn die Hürde genommen ist, dann solle das Bauvorhaben zügig umgesetzt werden. Im vierten Quartal 2021 sollen die Mieter einziehen können.

Eisenbergs Bürgermeister Michael Kieslich (CDU) ist erfreut darüber, dass der Förderbescheid jetzt vorliegt und auch im ländlichen Raum sozialer Wohnungsbau verwirklicht werden kann.

Der Bedarf sei da, konstatiert Kieslich. Die Vorabstimmungen zum Verkauf des städtischen Grundstücks an die Awo für das Bauvorhaben seien bereits gelaufen, die Zustimmung des Stadtrates liegt vor. Ein weiterer Ratsbeschluss zu Auflagen für das Bauvorhaben solle alsbald noch nichtöffentlich gefasst werden.

Planung der Awo geht auf Bürgerwünsche ein

Bis der Förderbescheid vorgelegen habe, sei doch mehr Zeit vergangen, als zunächst gedacht, stellt der Bürgermeister fest. Die Arbeiterwohlfahrt hat diese Zeit jedoch genutzt, um nach dem Ortstermin mit Bürgern am Busplatz weiter an der Planung zu arbeiten.

„Wie von der Awo zugesichert, werden alle vier Kastanienbäume auf der Grundstücksseite an der Walther-Rathenau-Straße stehen bleiben“, stellt die städtische Bauamtsleiterin Gabriele Daßler fest. Einer der vier Punkte, die in der Planungsskizze die Bäume an der Walther-Rathenau-Straße symbolisieren, ist noch rot, soll aber zu einem grünen Punkt als Zeichen für den Erhalt gewandelt werden. Dafür soll die hintere Zufahrt zu dem künftigen Neubau etwas verlegt werden.

Doch nicht alle Bäume werden auf der Baufläche erhalten bleiben können. „Für die 20 zu fällenden Bäume pflanzen wir den geforderten Ersatz“, sichert der Awo-Chef zu. Wo, das müsse die Stadt sagen. Der neu zu gestaltenden Fußweg in unmittelbarer Nähe vom Busplatz zur Wagnerstraße, an dem Begleitgrün gepflanzt werden könnte, sei weiterhin im Gespräch, sagt die Bauamtschefin.

Auch die Bürgeridee von alternativer Energiegewinnung mit dem Neubau hat die Awo aufgegriffen. Ein begrüntes Dach werde es zwar nicht geben aus Kostengründen, statt dessen aber eine Solaranlage auf dem Dach, kündigt Awo-Chef Batz an. Damit könne die Energieversorgung, die für das Heizen über die zentrale Gastrasse gesichert werden soll, ergänzt werden.

Soziales Wohnen im Saale-Holzland – wie funktioniert’s?

Kontakt zur Wohnungsbauförderung im Landratsamt unter Telefon 036691/70364

Voraussetzung für einen Wohnberechtigungsschein ist die Einhaltung der Einkommensgrenze für die entsprechende Personenzahl

Zum Beratungsgespräch ist die Vorlage von Einkommensnachweisen für den Zeitraum von zwölf Monaten zweckmäßig.

Jährlich werden etwa 80 Wohnberechtigungsschein im Landkreis ausgestellt.

Das Bauordnungsamt im Landratsamt berät zu Fördermöglichkeiten und gesetzlichen Grundlagen zur Förderung von Wohnungsneubauten und Bestandserwerb von Wohneigentum, von Modernisierung von Wohngebäuden, zur Finanzierungserweiterung, zu Mietwohnungsbau, Belegungsbindung und Freistellungen von Wohnungsbindungen sowie zur Ausstellung von Wohnberechtigungsscheinen.

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