VG Heideland-Elstertal-Schkölen: Verwaltungsumlage bleibt 2021 noch stabil

Crossen.  Haushalt 2021 für die VG Heideland-Elstertal-Schkölen beschlossen. Investitionen in Computertechnik und Software.

Um die Finanzen für das kommende Jahr ging es in der Gemeinschaftsversammlung der VG Heideland-Elstertal-Schkölen am Mittwochabend.

Um die Finanzen für das kommende Jahr ging es in der Gemeinschaftsversammlung der VG Heideland-Elstertal-Schkölen am Mittwochabend.

Foto: Henry Trefz

Der Haushalt für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Heideland-Elstertal-Schkölen für das kommende Jahr steht: Am Mittwochabend sind der Haushaltsplan 2021 und der Finanzplan für die Jahre 2020 bis 2024 von den Gemeindevertretern in der Gemeinschaftsversammlung einstimmig beschlossen worden.

Die für die Gemeinde wichtigste Nachricht: Die VG-Umlage von 150 Euro je Einwohner bleibt stabil. Finanziert wird damit der nicht gedeckte Finanzbedarf im Verwaltungshaushalt der Gemeinschaftsverwaltung in Höhe von knapp 1,155 Millionen Euro. Konkret bedeutet das: Bei 1515 Einwohnern wird Crossen im nächsten Jahr 227.250 Euro VG-Umlage zu bezahlen haben, Hartmannsdorf bei 672 Einwohnern 100.800 Euro, Heideland bei 1776 Einwohnern 266.400 Euro, Schkölen bei 2622 Einwohnern 393.300 Euro, Silbitz mit 642 Einwohnern 96.300 Euro, Rauda mit 299 Einwohnern 44.850 Euro und Walpernhain mit 173 Einwohnern 25.950 Euro. Ab dem Jahr 2022 werde die VG-Umlage jedoch steigen um 1,17 Euro je Einwohner, kündigte die Kämmerin Anna-Maria Sturm an.

An weiteren Einnahmen rechnet die Gemeinschaftsverwaltung für das nächste Jahr mit einer Zuweisung für den Mehrbelastungsausgleich in Höhe von 292.000 Euro und mit 92.000 Euro an Einnahmen aus der eigenen Verwaltungstätigkeit wie Gebühren und der Feuerwehrumlage aus den an der Verbandsfeuerwehr Crossen/Elstertal beteiligten Kommunen in der VG.

Gegenüber diesem Jahr wird der Verwaltungshaushalt 2021 mit einer Gesamthöhe von mehr als 1,5 Millionen Euro deutlich ansteigen um 14.700 Euro, auch geschuldet den steigenden Personalkosten nach dem jetzt erfolgten Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst.

Das Volumen des Vermögenshaushaltes, der Investitionen ermöglicht, sinkt hingegen von 442.700 Euro in diesem auf 107.700 Euro im nächsten Jahr. Aufgabe der VG sei es vor allem zu verwalten, sagte dazu der VG-Vorsitzende Martin Bierbrauer. Investiert werden soll im nächsten Jahr vor allem in die Modernisierung der Computertechnik und der Software in der Gemeinschaftsverwaltung, kündigte die Kämmerin an. Auch das Zeiterfassungssystem müsse ersetzt werden. Ein Kredit in Höhe von 45.000 Euro und mit einer Laufzeit von fünf Jahren soll zur Finanzierung der Investitionen in Höhe von 65.000 Euro beitragen.

Eine Finanzrücklage wird die VG auch im nächsten Jahr nicht haben. Die solle erst ab 2022 wieder aufgebaut werden, wenn sich die Finanzsituation ändert und Kreditzahlungen geringer werden oder entfallen.

Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt lobte die „sehr positive Haushaltsentwicklung der VG“. Zugleich hinterfragte er die Kosten, die im Haushalt für die Verbandsfeuerwehr Crossen unter dem Dach der VG veranschlagt sind. 13.500 Euro sind geplant für Atemschutztechnik und 6900 Euro für Ersatzbeschaffungen, unter anderem für neue Räder für ein Einsatzfahrzeug. Finanzielle Unterstützung dafür komme zusätzlich vom Feuerwehrverein, erläuterten der VG-Chef Bierbrauer und der Feuerwehrvereinsvorsitzende, der Silbitzer Bürgermeister Silvio Mahl (CDU).

Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Linke) wollte sich zudem vergewissern, ob die VG einen weiteren Kredit aufnehmen kann für einen gemeinsamen Bauhof der benachbarten Gemeinden Hartmannsdorf und Crossen. „Ja, dafür wird ein Sonderfonds gebildet. Die Kreditwürdigkeit ist gegeben“, versicherte VG-Chef Bierbrauer.