Ausgezeichnet

Aus Liebe zum sozialen Engagement

Jena.  Jenas OB hat bei einem Fest 100 Ehrenamtlern gedankt – und sieben von ihnen ganz besonders mit einer Ehrenurkunde.

Mit einer Ehrenurkunde geehrt (von links): Holger Necke, Elke Kroll, Ullrich Bodsch, Sieglinde Schwarzer, Meinhardt Süptitz, Alyaa Rafo Shamasha, Volkmar Schmeißer.

Mit einer Ehrenurkunde geehrt (von links): Holger Necke, Elke Kroll, Ullrich Bodsch, Sieglinde Schwarzer, Meinhardt Süptitz, Alyaa Rafo Shamasha, Volkmar Schmeißer.

Foto: Kristian Philler

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100 Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt hatte Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) auch in diesem Jahr in das Historische Rathaus eingeladen, um ihnen mit einer kleinen Festveranstaltung für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken. Einige Anwesende zeichnete der OB mit der Ehrenurkunde der Stadt Jena aus.

Zu den so Geehrten gehört Holger Necke. Er steht stellvertretend für den Verein „Sonne im Paradies“. Necke und sein Team verstehen es hervorragend, mit viel Herzblut soziale Projekte und den Sport beim Beachvolleyball zu verbinden. Durch das Angebot zahlreicher Turniere, Workshops und Camps am „Strandschleicher“ konnten in den letzten vier Jahren über 30.000 Euro eingespielt und an die Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena gespendet werden. Besonders hervorzuheben ist das KidsCamp, das jährlich in den Sommerferien Kinder und Jugendliche zum Austoben beim Vollyball einlädt.

Die Ehrenurkunde ging auch an Ullrich Bodsch, der seit 2014 ehrenamtlich im Vorstand des Blindenverbandes Blickpunkt Auge tätig ist. Er unterstützt die Kreisorganisation bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zum Wohle blinder und sehbehinderter Menschen. Er organisiert Veranstaltungen, kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Betreuung der Mitglieder. Darüber hinaus hat er die gesamte Technik des Vorstandes barrierefrei eingestellt und kümmert sich um die Wartung. Obwohl er berufstätig ist, bringt er sehr viel Zeit für die ehrenamtliche Arbeit auf.

Die Vorlese-Oma

Elke Kroll wurde besonders geehrt für ihre seit acht Jahren ausgeübte Tätigkeit als ehrenamtliche „Vorlese-Oma“ im Kindergarten „Janusz Korczak“. Sie bringt den Kindern einmal wöchentlich Bücher verschiedener Kategorien auf ihre eigene, herzliche, offene und sehr einfühlsame Art nahe. Sie unterstützt die Mitarbeiterinnen bei Projekten und Veranstaltungen und ist ein sehr wertvoller und geschätzter Teil des Teams.

Eine weitere Ehrenurkunde ging an Sieglinde Schwarzer. Sie ist – das darf man hier mit viel Achtung bemerken – 81 Jahre alt und arbeitet für die Betreuungsbehörde seit 16 Jahren als ehrenamtliche Gerichtsbetreuerin für mehrere hilfebedürftige Bürger. Sie berät und begleitet sie bei wichtigen Entscheidungen vor Gericht und muss gegebenenfalls in Vertretung die richtige Entscheidung treffen – eine große Verantwortung. Die Menschen, die von ihr gerichtlich betreut werden, genießen ihre feinfühlige Art und das Angenommenwerden auf Augenhöhe. Seit vielen Jahren unterstützt sie die Sportler im Kegelverein für Sehbehinderte und Blinde, wo sie regelmäßig auf der Kegelbahn Jahnstraße zum Training zur Seite steht und die Clubmitglieder zu Wettkämpfen begleitet. Seit vielen Jahren schreibt sie außerdem Presseberichte als Gerichtsreporterin „Ruth Hirschel“.

Brunnen lockt nicht nur Wöllnitzer an

Meinhardt Süptitz wird geehrt für seine bereits zehn Jahre geleistete Arbeit als Vorsitzender des Wöllnitzer Weißbierbrunnenvereins. Er leitet den Verein nicht nur mit großem Engagement, sondern packt auch stets selber mit an, wenn es um die Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen des Vereins geht. Sei es der jährliche Flurzug, die Pflege und Dekoration des Weißbierbrunnens zu Ostern und in der Adventszeit oder die Durchführung des jährlichen Brunnenfestes, welches inzwischen ein Anziehungspunkt nicht nur für die Wöllnitzer Bewohner geworden ist. Er ist seit vielen Jahren Mitglied im Ortsteilrat Wöllnitz und packt auch hier wie auch als Wahlhelfer stets mit an.

Alyaa Rafo Shamasha erhielt die Ehrenurkunde wegen ihres Engagements für andere Einwanderer in Jena. Geboren im Jahr 2000, ist sie als junges Mädchen mit ihren Eltern aus dem Irak nach Deutschland geflohen. Seitdem besuchte sie hier die Schule, die sie in diesem Sommer mit dem Abitur abschließen will. Zukünftig möchte sie gerne Medizin studieren. Sie hat sich bereits in verschiedenen Projekten und Aktionen der Bürgerstiftung Jena engagiert und ist aktuell eine „Chancen-Patin“ für einen Studenten aus Indien. Mit ihm lernt sie Deutsch, hat ihn in ihre Gemeinde eingeführt und Ausflüge organisiert. Sie ist ein hervorragendes Beispiel gelebter Hilfsbereitschaft und Liebe zum sozialem Engagement.

Arbeit als Glöckner inklusive

Mit einer weiteren Ehrenurkunde zeichnete der OB den Jenaer Volkmar Schmeißer aus. Schmeißer arbeitet seit Jahrzehnten verantwortlich in der Leitung der Kirchgemeinde Göschwitz und seit 2012 im Kirchengemeindeverband Göschwitz-Rothenstein mit. Er ist in „seiner“ Göschwitzer Kirche quasi das „Mädchen für alles“ und macht hier Reinigungs-, Landschaftsgärtner- und Hausmeisterdienste und läutet außerdem die Glocken. Seit einem Jahr arbeitet er zusätzlich noch in einem Kreis ehrenamtlicher Helfer mit, die das monatlich stattfindende Konzertprogramm „Geistliche Abendmusik Göschwitz“ organisieren und moderieren. Dieses richtet sich durch den freien Eintritt auch an sozial schwache Menschen.

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