Enges Rennen bei Stichwahl in Großlöbichau erwartet

Marcus Voigt
Blick auf Großlöbichau

Blick auf Großlöbichau

Foto: Marcus Voigt

Großlöbichau.  Anja Isserstedt-Theilig und Torsten Schwarz wollen Bürgermeister von Großlöbichau werden. Vor der Stichwahl liegen sie nahezu gleich auf – doch verzichten auf einen harten Wahlkampf.

Im ersten Wahlgang war keine Entscheidung gefallen, deswegen sind die Groß- und Kleinlöbichauer am Sonntag, 26. Juni, zur Stichwahl aufgerufen. Anja Isserstedt-Theilig und Torsten Schwarz (beide parteilos) sind noch im Rennen um das Bürgermeisteramt und hatten in der ersten Runde Rosi Nickel hinter sich gelassen.

Anja Isserstedt-Theilig hatte im ersten Wahlgang 47 Prozent der Stimmen erhalten, Torsten Schwarz 41,2 Prozent. Wie die Abstimmung am Sonntag ausgeht, ist damit völlig offen.

„Es ist schwer einzuschätzen, was passiert, vor allem, wie sich die Wählerinnen und Wähler von Rosi Nickel jetzt verhalten“, sagt Isserstedt-Theilig. Sie hoffe, dass möglichst viele Groß- und Kleinlöbichauer zur Stichwahl gehen, auch wenn die Urlaubssaison langsam beginnt. „Mit 65,6 Prozent war die Wahlbeteiligung im ersten Durchgang ja vergleichsweise gut“, so die 56-jährige Sachverständige für vorbeugenden Brandschutz.

„Keine amerikanischen Verhältnisse“

Ein Erfolg am Sonntag würde sie freuen, gleichwohl schätze sie Torsten Schwarz sehr. „Wir haben im Ort keine amerikanischen Verhältnisse“, sagt Isserstedt-Theilig und lacht. Sollte sie nicht Bürgermeisterin werden, wolle sie sich weiterhin im Ort engagieren – im Singekreis und bei der Ausbildung der Feuerwehr.

Das gute Verhältnis der beiden Kandidaten bestätigt Torsten Schwarz. „Wir verstehen uns gut, haben deswegen jetzt auch keinen großen Wahlkampf mehr gemacht. Im Prinzip wollen wir das Gleiche für Großlöbichau und Kleinlöbichau, nun ist entscheidend, wen die Menschen vorne sehen wollen“, sagt der 55-jährige Kaufmann.

Mit seinem Ergebnis im ersten Wahlgang sei er sehr zufrieden, es zeige eine hohe Akzeptanz seiner Person. „Ich bin im Gemeinderat, mache bei der Feuerwehr und Festen mit – das scheint anzukommen“, so Schwarz.