Jena: Schülerexperimente auf höchstem Niveau

Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Foto: Tino Zippel / Archiv

Jena.  Ein Projekt der Friedrich-Schiller-Universität soll den Chemieunterricht weiterentwickeln.

Der Chemieunterricht in der Schule vermittelt vor allem Grundlagen. Aktuelle Spitzenforschung steht hingegen eher selten im Fokus. Der Chemiedidaktiker Timm Wilke von der Friedrich-Schiller-Universität Jena will das nun ändern.

Im Rahmen des Transregio-Sonderforschungsbereichs „CataLight“ startet er jetzt das Projekt „Wissenschaft im richtigen Licht: Didaktische Rekonstruktion aktueller Forschung für formale und non-formale Bildungsangebote“, teilt die Universität mit.

„Unser Ziel ist es, die Ergebnisse, Fragestellungen und Prozesse aus der Spitzenforschung für den Chemieunterricht zu erschließen“, sagt Wilke, der die Arbeitsgruppe Chemiedidaktik der Uni Jena leitet.

Theorie und Praxis der „CataLight“-Forschung sollen Schülern ebenso vermittelt werden wie Lehrern. Die Aufgabe sei anspruchsvoll, sagt Wilke: „Versuchsreihen, die manchmal Tage dauern, sollen bei uns in 45 Minuten klappen.“ Zusätzlich müsse bedacht werden, dass Experimente im Schulalltag schnell an finanzielle Grenzen stoßen.

Die im Projekt „CataLight“ entwickelten Experimente würden zunächst in Partnerschulen und im Schülerlabor getestet und dann über die Lehrerfortbildung an die Pädagogen weitergegeben.