Leitstellenverbund Ostthüringen als Musterregion entwickeln

Pößneck/Schleiz  Fünf Landkreise sowie die Städte Jena und Gera wollen im Verbund Sicherheitsniveau erhöhen und aktuellen Anforderungen gerecht werden

Ein Blick in die Saalfelder Rettungsleitstelle.

Ein Blick in die Saalfelder Rettungsleitstelle.

Foto: Guido Berg

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Das gemeinsame Großvorhaben der Landkreise Greiz, Altenburger Land, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis, Saale-Holzland-Kreis sowie der Städte Jena und Gera, einen „Leitstellenverbund Ostthüringen“ zu entwickeln, war Thema eines Treffens am Montag in Schleiz. Ziel war es, sich über zu verfolgende Strategien auszutauschen, heißt es dazu aus dem Landratsamt.

In Ostthüringen wird die Vernetzung der Leitstellen in Jena und Gera angestrebt, auch um die Basis zur Bewältigung künftiger Herausforderungen zu schaffen. Hier seien etwa die personelle Besetzung mit Notfallsanitätern oder die Leitstellenausbildung sowie technische Weiterentwicklungen wie die Umstellung auf Digitalfunk gemeint. Angestrebt sei die Erhöhung des Sicherheitsniveaus, eine Optimierung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und eine mittelfristige Entlastung aller Beteiligten.

Zu diesem Zweck lud der 1. Beigeordnete des Saale-Orla-Kreises, Jürgen Hauck, nach Schleiz ein. Er würdigte die bisherigen Leistungen und vertrat die Auffassung, dass hier eine Musterregion für einen zukunftsfähigen Leitstellenbetrieb in Thüringen entsteht. Dem konnten sich die für die Leitstellen verantwortlichen Dezernenten für Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice, Kurt Dannenberg aus Gera und Benjamin Koppe aus Jena, nur anschließen, so das Landratsamt. „Uns ist bewusst, dass wir einen deutlichen Vorsprung haben. Doch es ist unbestreitbar, dass wir zum einen die Forderungen der Krankenkassen und des Freistaates erfüllen und zum anderen eine spürbare Erhöhung der Sicherheit erreichen.“, so Bürgermeister Kurt Dannenberg. Benjamin Koppe ergänzt: „Wir haben Verständnis dafür, dass die Landesregierung den Prozess organisieren und betreuen möchte. Es bietet sich hier jedoch die Möglichkeit eines Testbetriebes, welcher schon jetzt die geforderten Redundanzen sicherstellt und als Muster für eine landesweite und -einheitliche Leitstellenstruktur bietet.“ Die Landesregierung hatte in einem im Sommer 2018 vorgestellten Gutachten deutlich gemacht, dass sie die Umsetzung der Optimierungsempfehlungen großzügig fördern möchte. Auf diese Zusage hoffen nun neben den leitstellenbetreibenden Städten Jena und Gera auch die restlichen Partner in Ostthüringen. „Die Fachleute aus Jena und Gera bereiten hier seit Jahren etwas vor, was die Landesregierung erst in den kommenden Monaten starten will“, so Hauck. „Es wäre schlichtweg vergeudete Zeit, wenn die Landesregierung jetzt nicht wenigstens unsere Testregion finanziell unterstützt, sondern den Prozess, welchen wir bereits in den vergangenen Jahren durchlaufen haben, in den kommenden Jahren erneut durchläuft, um das Ziel nur deutlich später zu erreichen.“

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