Unterwegs mit Sarah, Azubi im Rudolstädter Rathaus

Rudolstadt.  Sarah Hampel ist im dritten Ausbildungsjahr zur Verwaltungsfachangestellten. Hier erzählt sie, warum sie sich für einen Bürojob entschieden hat.

Sarah Hampel, Auszubildende in der Stadtverwaltung Rudolstadt, an ihrem Arbeitsplatz im Rathaus.

Sarah Hampel, Auszubildende in der Stadtverwaltung Rudolstadt, an ihrem Arbeitsplatz im Rathaus.

Foto: Stadt Rudolstadt

Die Turmuhr am Rathaus schlägt sieben Mal. Kurze Zeit später öffnet Sarah Hampel die geschichtsträchtige Tür zum Rathaus und betritt die Stadtverwaltung Rudolstadt. Sarah ist im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten (kurz Vfa) und hat sich bewusst für diesen Bürojob entschieden.

„Durch die Berufsberatung am Gymnasium in Neuhaus am Rennweg bin ich auf den Beruf der Verwaltungsfachangestellten aufmerksam geworden. Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten fand ich spannend. Es klang alles andere als nach einem öden monotonen Bürojob,“ sagt sie.

Die Ausbildung umfasst mehr als Kopieren, Stempeln, Lochen, Tackern oder Abheften. Doch auch das gehört dazu: „Als Vfa ist man sehr vielseitig einsetzbar. So gehörte beispielsweise auch der Einsatz beim Rudolstädter Vogelschießen zu meiner Ausbildung. Das Festbüro musste im Vorfeld eingerichtet werden, noch bevor die Schausteller auf dem Festplatz begrüßt und eingewiesen wurden. Und während des Rummels war ich Ansprechpartner für die Anliegen der Besucher oder beispielsweise der Sicherheitskräfte“, erzählt Sarah.

Los ging es beim Fachdienst Bau und Umwelt

Angefangen hat ihre Ausbildung im September 2018 im Fachdienst Bau und Umwelt sowie der Stadtplanung. Die beiden Fachdienste kümmern sich um die Entwicklung des Stadtgebietes sowie die kommunalen Baumaßnahmen. „Als Azubi konnte ich beispielsweise an Bauberatungen teilnehmen oder an Besichtigung von städtischen Liegenschaften. Zudem durfte ich bei der Erstellung von Nutzungsverträgen mitarbeiten,“ erinnert sich Sarah.

Anschließend folgte der Fachdienst Zentrale Dienste, bei dem viele Fäden zusammenlaufen. Ein Sachgebiet, das zum Fachdienst Recht, Sicherheit und Ordnung gehört, ist die Feuerwehr.

Sarahs Ausbildungsweg führte sie auch in die Hauptfeuerwache nach Schwarza. „Die Feuerwehr ist eine eigene kleine Welt für sich. Natürlich gibt es nicht rund um die Uhr Einsätze, aber auch die Vor- und Nachbereitung von diesen, die Wartung des Fahrzeugbestandes oder auch die Kontrolle der Atemschutzausrüstung sind spannende Aspekte. So konnte ich viel über Organisation und Kameradschaftlichkeit lernen,“ resümiert Sarah.

Abschlussprüfungen im Frühjahr 2021

Anfang dieses Jahres war Sarah Hampel dann dem Fachdienst Bürgerservice zugeteilt. „Dort hat es mir besonders gut gefallen, da dort der Kontakt zu den Menschen elementarer Bestandteil ist und die Aufgaben sich vielseitig gestalten“, führt sie aus.

Zwischen den praktischen Berufsausbildungsblöcken findet natürlich auch blockweise Berufsschule statt. Durchschnittlich zwei bis vier Wochen am Stück fahren die Auszubildenden dafür nach Gera.

Für Sarah stehen im nächsten Frühjahr die Abschlussprüfungen an. „Vorausgesetzt, die Prüfungen laufen wie erhofft, würde ich mir eine Übernahme in der Stadtverwaltung Rudolstadt wünschen,“ blickt sie voraus.