Saalfeld/Rudolstadt. Verwaltungsgericht gibt Behörde in angestrengtem Eilverfahren Recht. Dank geht an das Tierheim in Rudolstadt-Pflanzwirbach.

Vor einigen Wochen musste das Veterinäramt fünf Hunde von einer Tierhalterin im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt einziehen. Inzwischen haben drei der Tiere ein neues Zuhause gefunden, bei den zwei verbleibenden laufen noch Gespräche mit Interessenten. „Wir waren froh, dass sich zahlreiche Bürger gemeldet haben, die den Tieren geeignete Haltungsbedingungen, Zuwendung und Erziehung bieten wollten“, wird Amtsleiter Jan Scheinert in einer Mitteilung des Landratsamtes zitiert.

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Das Verfahren verzögerte sich jedoch um mehrere Wochen, weil die ehemalige HalterinRechtsmittel gegen die amtlichen Anordnungen eingelegt hatte. Das Verwaltungsgericht gab jedoch der Behörde im Eilverfahren Recht. „Es ist immer bedauerlich, wenn trotz mehrmaliger Kontrollen, Ermahnungen und rechtskräftiger Verfügungen sich Tierhalter nicht tierschutzgerecht um ihre Tiere kümmern können oder wollen und die Behörde als letztes zur Verfügung stehendes Mittel die Tiere aus privaten Haltungen fortnehmen muss“, so der Amtsleiter.

Künftige Halter konnten ihre Vierbeiner kennenlernen

Scheinert und sein Team danken allen, die sich zur Übernahme der Hunde bereit erklärt hatten. Ein besonderer Dank gelte den Mitarbeitern des Tierheims Pflanzwirbach, die den Hunden bestmögliche Bedingungen, Pflege und Beschäftigung geboten haben. Das habe die Vermittlung erleichtert. Die künftigen Halter konnten im Tierheim ihren gewünschten Vierbeiner kennenlernen.

Einer der drei jetzt in neue Hände vermittelten Hunde.
Einer der drei jetzt in neue Hände vermittelten Hunde. © Landratsamt | Carolin Schreiber

„Dass das Tierheim aufgrund dieses Engagements insbesondere in den öffentlichen Medien häufig Adressat von Kritik ist, können wir nicht nachvollziehen. Ohne diese Einrichtung wäre ein schnelles Handeln durch unsere Behörde im Auftrag des Tierschutzes nahezu unmöglich, da es immer schwieriger wird, Tiere aus schlechten Haltungen tierschutzgerecht unterzubringen“, sagt der Leiter des Veterinäramtes. Jetzt überwiege bei allen Beteiligten die Freude darüber, dass den Hunden geholfen werden konnte.