Ab März neu: Das bietet der Nachtzug durch Thüringen

Jena.  Die Deutsche Bahn richtet für Jena und Saalfeld tägliche Direktverbindung nach Wien und Rostock ein. Der Zug bietet eine ungewöhnliche Ausstattung.

So sieht der Intercity in einem vorläufigen Entwurf aus.

So sieht der Intercity in einem vorläufigen Entwurf aus.

Foto: DB/Priegnitz / Deutsche Bahn

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Die Deutsche Bahn hat entschieden, ab 8. März eine neue Nachtzug-Verbindung zwischen Rostock und Wien in Betrieb zu nehmen. Die Intercity-Züge halten in beiden Richtungen zweimal in Jena und einmal in Saalfeld. Wer mitfahren möchte, muss jedoch mitten in der Nacht zum Bahnhof gehen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigt die Betriebsaufnahme. Geplant sei eine tägliche Verbindung zwischen Rostock und Wien. Die Ausnahme: Samstags fährt der Zug nur bis Berlin und startet abends von dort. Die Fahrzeit sei relativ lang, um möglichst viele Orte anzubinden und Anschlüsse zu gewähren sowie Spät- und Frühverbindungen zu ermöglichen, erläutert der Sprecher.

Direkt von Rostock nach Jena und Saalfeld

Der Intercity fährt von Rostock (20.22 Uhr) über Berlin (22.29 Uhr), Leipzig und Halle nach Jena (2.15 Uhr) und Saalfeld (2.49 Uhr). Von dort geht es weiter über Nürnberg, Regensburg, Passau und Linz nach Wien (10.45 Uhr). In der Gegenrichtung starten die Züge in Wien um 19.15 Uhr, erreichen Saalfeld um 2.36 Uhr und Jena um 3.11 Uhr. Ankunft in Berlin ist um 6.30 Uhr, in Rostock 8.39 Uhr. Tickets von Wien nach Jena kosten laut DB-Auskunft ab 37,90 Euro.

Der Zug sei kein klassischer Nachtzug mit Schlafwagen, sondern ein normaler Intercity. Das Licht werde nicht abgeschaltet, dafür gebe es in der Nacht „auf das Notwendige beschränkte Ansagen“, so der Sprecher. Die Züge verkehren mit vier Doppelstockwagen mit 300 Sitzplätzen. Diese Triebfahrzeuge hat die Deutsche Bahn von der österreichischen Westbahn gekauft. Sie sollen den Zwei-Stunden-Takt auf der Strecke Dresden-Rostock sicherstellen. Die Wartung erfolgt in Österreich, der Nachtzug ist die Überführungsfahrt.

Toiletten für Frauen und Männer getrennt

Die Züge erhalten gerade das Design der Deutschen Bahn, Fahrradständer und ein Sitzplatzreservierungssystem. Die Ausstattung bietet Besonderheiten, die die DB übernommen hat. Die Toiletten für Frauen und Männer sind getrennt. Im Oberdeck gibt es Sitzlandschaften in einer L-Formation. Der Zug verfügt über Kaffee- und einen Snackautomaten.

Meine Meinung: Tagsüber mehr Intercity

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