Meine Woche

Überraschend spannend

Oliver Nowak über Corona, Feuerwehr und Krankenhaus

Oliver Nowak 

Oliver Nowak 

Foto: Andreas Wetzel

Fast wäre die vergangenen Woche langweilig gewesen. Schließlich ist so ziemlich jede Veranstaltung abgesagt. Doch das Oberland des Saale-Orla-Kreises wird immerzu von einigen Konstanten in Atem gehalten, die wohl nicht so schnell abreißen: die Corona-Pandemie, die Feuerwehreinsätze und die Probleme des Schleizer Krankenhauses.

Bei letzterem kann getrost davon ausgegangen werden, dass die Probleme mehr oder minder durch das Management herbeigeführt beziehungsweise herbeigespart wurden. Dass sich nun aber am Donnerstag nicht mehr verleugnen lässt, dass aufgrund der Personalsituation im Schleizer Krankenhaus gepaart mit den Corona-Infektionsfällen die Gesundheitsversorgung im Oberland massiv eingeschränkt ist, ist ganz offensichtlich ein neuer Höhepunkt in der Schleizer Krankenhaus-Krise.

Was die Feuerwehren im Oberland betrifft, hatten diese wieder viel zu tun. Das größte Ereignis dieser Woche war der Brand eines Wohnhauses in Chursdorf. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Nur der Sachschaden ist mit bis zu 200.000 Euro hoch und die mögliche, aber noch nicht offiziell bestätigte Brandursache durch einen Holzofen im Außenbereich des Hauses sollte nachdenklich stimmen und mahnen. Erschütternd war auch der schwere Verkehrsunfall bei Remptendorf. Dass eine ganze Familie verunglückt und zum Teil schwer verletzt wird, ist wirklich hartes Brot.

Richtig übel entwickelt sich im Saale-Orla-Kreis die Corona-Pandemie. Am Freitag kratzte der Landkreis am 7-Tage-Indizes von 100 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner. Ich selbst finde es auch verständlich, dass es keine überörtlichen Feuerwehrausbildungen mehr gibt. Doch einen 7-Tage-Indizes von unter 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner als Maßstab für die Wiedereinführung solcher Ausbildungen zu wählen, sehe ich kritisch, da überörtliche Ausbildungen sowohl von feuerwehrtechnischer Seite wichtig sind und zugleich die Kameradschaft und das Vertrauen bei den teilnehmenden Einsatzzügen auch untereinander stärkt.