Meinung: Gestalten und erhalten

Das vergangene Jahr war schwer für Gößnitz. Einfacher wird es für die Verwaltung auch in diesem nicht.

Andreas Bayer

Andreas Bayer

Foto: Peter Michaelis

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Das vergangene Jahr war ein schweres für die Pleißestadt. Weil im Juni Gewerbesteuern in sechsstelliger Höhe zurückzuzahlen waren, hat die Verwaltung eine Haushaltssperre ausgesprochen. Da muss man fast von Glück sprechen, dass zum Jahresanfang 2019 unklar war, wie mit den Straßenausbaubeiträgen umgegangen wird. Denn weil niemand wissen konnte, ob bereits gezahlte Beiträge eventuell zurückerstattet werden, ist die Verwaltung von Anfang an auf Sparflamme gefahren.

Jetzt herrscht zumindest in diesem Punkt Klarheit, doch einfacher wird es für die Verwaltung nicht. Weil die Abgabenlast steigt, die Zuwendungen geringer werden, die Gewerbesteuer dringend benötigt wird, um Haushaltslöcher zu stopfen und vielleicht auch die eine oder andere Bautätigkeit umzusetzen. Doch leider ist die Gewerbesteuer keine Größe, mit der man rechnen kann, wie auch andere Kommunen schmerzhaft erfahren mussten. Jederzeit kann ein Brief im Rathaus eintreffen, dass bereits gezahlte und fest eingeplante Einnahmen wieder zurückzuzahlen sind.

Die Bürgermeister der Region sind zunehmend unzufrieden, wie Wolfgang Scholz beobachten kann. Denn wenn der Mangel nur verwaltet werden kann, aber nicht gestaltet wird, ist dies für die Kommune ein verlorenes Jahr. Wenn Gößnitz in diesem Jahr nicht mehr anstoßen kann als im vorigen, dürften die Auswirkungen unübersehbar sein.

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