Gas-Ausbruch im Gästezimmer in der Klingenstraße

Jens Henning
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr öffneten alle Fenster des Hauses und brachten am Hauseingang zusätzlich einen Elektro-Lüfter zum Einsatz.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr öffneten alle Fenster des Hauses und brachten am Hauseingang zusätzlich einen Elektro-Lüfter zum Einsatz.

Foto: Jens Henning

Stadtroda.  Bewohnerin in Stadtroda reagiert richtig: Sie dreht den Hahn im Flur zu und wählt den Nortuf.

Das beherzte Eingreifen der Bewohnerin in der Klingenstraße in Stadtroda hat möglicherweise Schlimmeres verhindert. Die 61-Jährige erkannte am späten Montagabend im Gästezimmer ihres Hauses einen Geruch von Gas. „Ich dachte, es waren die Putzmittel. Die hatte ich abgestellt, da ich gerade meine Küche renoviere. Als ich die Putzmittel herausgeräumt hatte, war der Geruch immer noch da. Da bin ich auf Nummer sicher gegangen. Bei Gas sollte man nicht scherzen. Ich habe den Haupthahn im Flur zugedreht und den Notruf gewählt“, sagte die Frau.

Wie sich wenig später herausstellte, war dieses Verhalten genau richtig. „Wir haben tatsächlich Gas festgestellt. Unser Mehrgas-Messgerät hat angeschlagen. Es zeigte einen 60-prozentigen Gasgeruch an. Wir sprechen von der untereren Explosionsgrenze. Die Frau hat alles richtig gemacht“, sagte Markus König, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Stadtroda.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr öffneten alle Fenster des Hauses und brachten am Hauseingang zusätzlich einen Elektro-Lüfter zum Einsatz. Wenig später kam der Bereitschaftsdienst der städtischen Gasversorgers. Der Mitarbeiter verriegelte den Hauptanschluss neben der Ausgangstür. Nach einer guten Stunde durfte die Bewohnerin wieder in ihr Haus – zusammen mit ihrem Hund und ihrer Katze. Eine zweite Katze hatte sich während des Feuerwehreinsatzes im Haus verkrochen. Sie blieb auch unverletzt.

Am Dienstag wird ein Fachmann die Gasleitung kontrollieren, um die Stelle des Gasaustrittes zu ermitteln und zu beseitigen.