GutsMuths-Lehrerpreis geht an fünf Pädagogen aus dem SHK

| Lesedauer: 3 Minuten
Stefan Böhm (rechts) ist einer der fünf geehrten Pädagogen aus dem SHK. Hier im Bild mit Torsten Metsch, Trainer der 2. Fußballmannschaft des FSV Grün-Weiß Stadtroda.

Stefan Böhm (rechts) ist einer der fünf geehrten Pädagogen aus dem SHK. Hier im Bild mit Torsten Metsch, Trainer der 2. Fußballmannschaft des FSV Grün-Weiß Stadtroda.

Foto: Jens Henning

Saale-Holzland-Kreis.  Fünf Pädagogen aus dem Saale-Holzland-Kreis sind mit dem GutsMuths-Lehrerpreis 2019 geehrt worden.

Fünf Pädagogen aus dem Saale-Holzland-Kreis sind mit dem GutsMuths-Lehrerpreis 2019 geehrt worden: Silva Fricke für ihre langjährig engagierte Arbeit im Bereich der Schuljugendsozialarbeit, Loreen Jankowski als Erzieherin in der Kindertagesstätte „Heideknirpse“ in Königshofen, Stefan Böhm als Schulleiter der Grundschule „Milo Barus“ in Stadtroda, Olaf Popp als Lehrer und Oberstufenleiter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Eisenberg sowie Simone Rost als Erzieherin in der Kindertagesstätte „Saaletalzwerge“ in Dornburg-Camburg und Übungsleiterin im Sportverein.

Vorbildliche Lehrer aus Eisenberg und Stadtroda

Der Lehrerpreis wird alle fünf Jahre vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie dem Landessportbund Thüringen (LSB) an Thüringer Lehrer, Erzieher und sonderpädagogische Fachkräfte überreicht. Zuletzt sind thüringenweit insgesamt 43 Pädagogen ausgezeichnet worden, darunter auch die fünf aus dem SHK, deren Engagement speziell für den Sport auch nach dem Unterricht weitergeht. Als ehrenamtliche Trainer, Übungsleiter, Vorstandsmitglieder von Sportvereinen oder Organisatoren von sportlichen Wettbewerben bringen sie ihre pädagogischen Fähigkeiten und ihr Fachwissen zur Förderung des außerschulischen Sports ein. Vorgeschlagen wurden sie unter anderem von Verbänden und Anschlussorganisationen. „Dafür gebührt ihnen großer Respekt. Denn sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Schulen, Kindergärten und Sportvereinen“, sagt LSB-Vizepräsident Lutz Rösner. Er nahm die Ehrung im Erfurter Augustinerkloster gemeinsam mit der Bildungs- und Sportstaatssekretärin Gabi Ohler vor.

Für einen gesunden Lebensstil vom Kindesalter an

Die Verdienste der Lehrer sind enorm. Sie unterstützen mit ihrem Wirken den Ausbau bewegungsfreundlicher Schulen, prägen die Einstellung von Kindern im Sinne eines gesunden Lebensstils und fördern durch ihr ehrenamtliches Engagement in Sportvereinen, Sportfachverbänden und Kreissportbünden den Nachwuchs. „Ehrenamt im Sport heißt Verantwortung zu übernehmen und zum Teil persönliche Interessen hinter das Gemeinwohl zu stellen“, sagt Lutz Rösner.

Seit dem Jahr 1999 wird der Lehrerpreis vergeben, der jeweils den Abschluss des „Jahres des Schulsports“ bildet. Mit der Auszeichnung geht auch das aktuelle Themenjahr mit mehr als 100 zusätzlichen Veranstaltungen zu Ende.

Übergewicht und motorische Defizite als Folge von zu wenig Sport

Ziel war es auch 2019 wieder, den Schulsport und sein Potential ins öffentliche Interesse zu rücken. „Betrachtet man den erheblichen Sportlehrermangel an Thüringer Grund- und Regelschulen, verbunden mit Ausfall an Sportstunden oder den fast nicht mehr vorhandenen Sportförderunterricht, gerät die motorische und gesundheitliche Perspektive bei einigen Kindern und Jugendlichen ins Wanken. Die Folgesymptome sind ein geringeres konditionelles Niveau, der Rückgang von elementaren koordinativen Fähigkeiten, das vermehrte Auftreten von Übergewicht oder steigende Unfallzahlen aufgrund motorischer Defizite“, sagt Jens Büchner, Geschäftsführer des Kreissportbundes Saale-Holzland.

Um diesem „Abwärtstrend“ entgegenzuwirken, existieren Kooperationen zwischen Thüringer Sportvereinen und Schulen, gibt es die Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Organisation etwa von Schulsportwettbewerben sowie Sport- und Spielfesten.