Rückkehr ins Renthendorfer Pfarrhaus

An diesem Wochenende werden sämtliche Exponate aus der Gedenkstätte entfernt und im benachbarten Pfarrhaus untergebracht. Neue Ausstellungsflächen unbefristet angemietet.

Jochen Süß wirft einen letzten Blick in die alte Ausstellung in der Brehm-Gedenkstätte. Foto: Frank Kalla

Jochen Süß wirft einen letzten Blick in die alte Ausstellung in der Brehm-Gedenkstätte. Foto: Frank Kalla

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Renthendorf. Einstmals lagerten die Vogelbälge von Christian Ludwig Brehm oder sein Gewehr im alten Pfarrhaus. Dorthin werden sie gemeinsam mit persönlichen Dingen seines Sohnes Alfred Brehm nebst dem in der Brehm-Gedenkstätte befindlichen Möbeln sprichwörtlich zurückkehren. Zeitweise, versteht sich.

Um Baufreiheit zu schaffen für die Zukunft, werden am Sonnabend über zehn Männer und Frauen alle Exponate sowie beweglichen Güter aus dem alten Brehm-Haus schaffen und im benachbarten Pfarrhaus unterbringen. "Ich bin froh, dass der Brehm-Förderkreis sofort seine Hilfe und Unterstützung angeboten hat", freut sich Gedenkstättenleiter Jochen Süß. Er geht davon aus, dass mehrere Stunden nötig sein werden, um Mobiliar, Präparate, Vitrinen und sonstige Gegenstände unbeschadet ins alte Pfarrhaus zu bringen.

Dort stehen mehrere Räumlichkeiten zur Verfügung. Am 1. November schloss der Zweckverband Brehm-Gedenkstätte mit der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde einen unbefristeten Mietvertrag. Ziel ist es, hier mehrere Jahre lang die Brehm-Ausstellung zu präsentieren. Eigens dazu investierte der Zweckverband mehrere tausend Euro in die Installation einer Alarm- und Überwachungsanlage. Mit integriert werden soll in die alte, neue Ausstellung der uralte Kirchenschrank, in dem die Kirchgemeinde jahrhundertelang ihre Dokumente aufbewahrte. Die sind zwischenzeitlich nach Ottendorf in die Pfarrei von Pfarrer Olaf Wisch geschafft und fachgerecht verstaut worden.

Parallel zur Umzugsaktion gehen die Planungen zur Sanierung des alten Brehm-Hauses auf Hochtouren weiter. Gerade, weil das Haus völlig marode und stark in der Bausubstanz beschädigt ist, macht Süß Druck.

Wie sehr die Substanz heruntergekommen ist, zeigt auch die Untersuchung der abwasserseitigen Anlagen. "Dankenswerterweise hat der Zweckverband Holzland kostenlos die Untersuchung durchgeführt. Heraus kam beispielsweise, dass von der Klärgrube kein Abfluss in die Vorflut existiert. Zudem waren viele Regenabwasserrohre zugesetzt", erklärte Süß. Im Gespräch seien mehrere Varianten, das Problem zu lösen. So wird überlegt, das Haus an die vollbiologische Anlage des Schullandheimes anzubinden.

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