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Corona: Präsident Emmanuel Macron positiv auf Virus getestet

| Lesedauer: 84 Minuten

Berlin.  Corona-News des Tages: Der französische Präsident Macron ist mit Corona infiziert. Patientenschützer warnen vor Triage. Alles Wichtige.

Harter Lockdown bis Ostern?

Der Lockdown in Deutschland soll vorerst bis zum 10. Januar andauern. Modellberechnungen sagen aber jetzt, dass der Lockdown noch viel länger nötig sein könnte.

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  • Brandenburg will wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern wegen der Corona-Krise andere Länder um Hilfe bitten
  • Patientenschützer warnen vor möglicher Triage in deutschen Krankenhäusern
  • Im US-Bundesstaat Alaska erlitt eine Gesundheitsmitarbeiterin eine schwere allergische Reaktion nach der Corona-Impfung
  • Das RKI hat am Donnerstagmorgen 26.923 Neuinfektionen und 698 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet
  • Nach unseren Recherchen haben sich in Deutschland bisher insgesamt mehr als 1.423.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 24.200 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben
  • Hinweis: Wir haben diesen Newsticker geschlossen. Den Link zum neuen Blog finden Sie unten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf Corona getestet worden. Das hat das Präsidialbüro in Frankreich mitgeteilt. Auch in der Bundesrepublik spitzt sich die Lage zu: Viele Kliniken in Deutschland geraten in der Corona-Krise an ihre Kapazitätsgrenzen. So will Brandenburg wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern nun andere Länder um Hilfe bitten. Laut Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher stehen einige Landkreise vor Ausrufung des Katastrophenfalls.

Die Hoffnungen ruhen auf einem baldigen Impf-Start: Wenn nichts Unerwartetes mehr passiert, könnten in diesem Jahr tatsächlich noch die ersten Menschen in Deutschland regulär gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Bundesländer stellen sich auf einen Impfstart direkt nach den Weihnachtsfeiertagen ein. Damit das klappt, muss das Präparat der Mainzer Firma Biontech noch zugelassen werden. Die Gründer von Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, sprechen per Video am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Lesen Sie hier: Corona-Impfstoff: Darum dauert es so lange

Corona-News des Tages: RKI meldet 26.923 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) 698 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Außerdem wurden 26.923 Neuinfektionen verzeichnet. Das sind mehr als am vergangenen Donnerstag (10.12.). Damals waren 23.679 Neuinfektionen gemeldet worden.

Lesen Sie hier: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl

Corona - Mehr Infos zum Thema

Donnerstag, 17. Dezember: Putin will sich möglichst bald gegen Corona impfen lassen

13.20 Uhr: Wir schließen aus technischen Gründen diesen Blog. Alle weiteren Nachrichten finden Sie in unserem neuen Corona-Newsticker.

12.40 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin will sich baldmöglichst gegen das Coronavirus impfen lassen. Er werde den russischen Impfstoff „Sputnik V“ erhalten, sobald dies für seine Altersgruppe empfohlen werde, sagte der 68-jährige Staatschef bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende, die per Videokonferenz abgehalten wurde. Er folge dabei den „Empfehlungen unserer Spezialisten“. Putin nannte den in Russland entwickelten Impfstoff „sicher und wirksam“. Dieser habe eine Wirksamkeit von 96 bis 97 Prozent.

Auf Veranlassung des Kreml-Chefs hatte Russland bereits im August den vom Forschungszentrum Gamaleja entwickelten Impfstoff „Sputnik V“ zugelassen, ohne die letzte Testphase mit Zehntausenden Probanden abzuwarten, die derzeit noch läuft. Anfang Dezember wurden in Moskau die ersten Impfzentren eröffnet, um Lehrer und Beschäftigte des Gesundheitswesens zu impfen.

Keine Abgrenzung von Rechtsextremisten bei Corona-Demos

12.21 Uhr: Laut Bundesregierung haben die Teilnehmer von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen unterschiedliche ideologische Ausrichtungen. Wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion heißt, nimmt die Regierung die Teilnahme „auch von rechtsextremistischen Gruppierungen und Personen mit einer deutlich antisemitischen Haltung sowie Anknüpfungspunkte zu antisemitischen Ideologieelementen“ wahr.

Daraus sei „an sich noch keine generelle und strukturell antisemitische Motivation der Teilnehmenden in ihrer Gesamtheit oder überwiegender Anteile ableitbar“, heißt es in der Antwort weiter. Auffällig sei aber, dass häufig keine inhaltliche Abgrenzung zu rechtsextremistischen, antisemitischen Gruppierungen stattfinde.

Jens Spahn rechnet mit Impfbeginn am 27. Dezember

12.01: In Deutschland und den anderen EU-Staaten sollen die ersten Menschen ab 27. Dezember gegen Corona geimpft werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte diesen geplanten Impfbeginn. „Wir starten in Deutschland, so die Zulassung kommt, wenn es sich alles so entwickelt wie geplant - über den 21. und 23. Dezember erst die EMA, dann die Kommission, am 27. Dezember auch die Europäische Union“, sagte Spahn. „Die anderen Länder wollen ab dem 27. Dezember beginnen.“

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will am 21. Dezember über die Zulassung des Serums entscheiden, das der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt hat. Spahn teilte mit, der Impfstoff werde gleichzeitig an alle EU-Mitgliedstaaten ausgeliefert. In Deutschland werde das dafür zuständige Paul-Ehrlich-Institut alle Chargen prüfen. Das Serum müsse dann ausgeliefert werden. „Dann können wir mit den ersten Dosen, die ausgeliefert werden, tatsächlich auch starten“, sagte Spahn.

Impfstoff – Angela Merkel in Videoschalte mit Biontech-Gründern

11.33 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel trifft die beiden Biontech-Gründer und Corona-Impfstoff-Entwickler Ugur Sahin und Özlem Türeci per Videokonferenz. An dem Gespräch nehmen auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek teil.

Die drei Spitzenpolitiker lobten Biontech und bedankten sich herzlich bei den Gründern. Merkel betonte, die Bundesregierung sei „mächtig stolz“ darauf, dass es in Deutschland solche Forscher gebe. Doch auch die Gründer fanden lobende Worte für die Politik, hatten sie doch schon als Startup finanzielle Förderungen der EU erhalten. Außerdem sei die „hohe Anzahl“ an freiwilligen Testpersonen ausschlaggebend für die schnelle Entwicklung des Vakzins gewesen.

In Deutschland könnten ab kommender Woche Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Für den Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer will die Europäische Arzneimittelagentur EMA bereits am nächsten Montag grünes Licht geben – acht Tage früher als geplant. Dann soll die europaweite Zulassung starten. In Großbritannien, den USA und Kanada ist der Impfstoff bereits auf dem Markt – allerdings mit Hilfe von Notfallzulassungen.

Österreich verzeichnet Höchstwert an Corona-Todesfällen

11.00 Uhr: In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 218 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, wie die Nachrichtenagentur APA berichtet. Das sei der höchste Wert an Todesopfern binnen eines Tages, seitdem die Pandemie das Land erreicht habe.

Laut der Johns-Hopkins-Universität haben sich in Österreich bislang insgesamt mehr als 330.300 Menschen mit den Erreger angesteckt. Das Land verzeichnet bislang mehr als 4700 Corona-Tote.

Frankreichs Präsident Macron mit Corona infiziert – Spaniens Ministerpräsident in Quarantäne

10.39 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Macron sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilte das Präsidialbüro mit. Macron zeige leichte Symptome und werde nun in Quarantäne gehen, heißt es weiter. Seinen Pflichten werde er aber weiter nachkommen.

Nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez vorsorglich in Quarantäne begeben. Er hatte sich am Montag mit Macron getroffen.

Brandenburg warnt vor Engpass in Kliniken und will um Hilfe bitten

9.56 Uhr: Brandenburg will wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern wegen der Corona-Krise andere Länder um Hilfe bitten. Die Zahl neuer Infektionen sei auf einen Rekordwert von 1021 gestiegen, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Donnerstag im zuständigen Landtagsausschuss. Einige Landräte im Süden Brandenburgs seien kurz davor, den Katastrophenfall auszurufen.

Sie habe Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gebeten, 50 Covid-19-Patienten aus Brandenburg im Notkrankenhaus am Messegelände zu übernehmen, die nicht auf der Intensivstation versorgt werden müssten. Wann das Notklinikum öffne, sei unklar. Außerdem werde Brandenburg voraussichtlich Sachsen-Anhalt um Bettenkapazitäten für Patienten bitten. Sachsen komme nicht infrage, weil die Lage dort katastrophal sei.

Hanau nimmt Kühlcontainer für Corona-Tote in Betrieb

9.53 Uhr: Da die Kapazitäten in den Kliniken ausgelastet sind, muss in der hessischen Stadt Hanau erstmals ein Kühlcontainer genutzt werden, um die Leichname von Covid-19-Opfern zu lagern. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, zeigte sich „tieftraurig“, dass dieser Schritt nötig sei, aber gleichzeitig erleichtert, dass die Stadt rechtzeitig für einen solchen Fall vorgesorgt habe.

Bundestagspräsident Schäuble erinnert an Opfer der Pandemie

9.45 Uhr: Zum Auftakt des heutigen Sitzungstages im Bundestag hat der Präsident des Gremiums, Wolfgang Schäuble, an die mehr als 24.000 Toten erinnert, die bislang in Deutschland im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

“Wir denken an diese Toten“, sagte Schäuble. Zahlen seien abstrakt, „aber dahinter stehen persönliche Schicksale und Angehörige, die sich vielfach noch nicht einmal würdig von den Sterbenden verabschieden konnten“. Des Weiteren erinnerte Schäuble an Patienten in Krankenhäusern oder Bewohner von Heimen, die durch die Beschränkungen auf den Kontakt zu ihren Angehörigen derzeit verzichten müssten. Zudem würdigte er die Mitarbeiter des Gesundheitssystems, in der Pflege und in Heimeinrichtungen.

“Wie menschlich eine Gesellschaft ist, bemisst sich an ihrem Umgang mit den Schwächsten“, so Schäuble. „Und so zeigt sich in der Pandemie, dass es in unserer Hand liegt, wie gut wir diesem Anspruch gerecht werden.“

9.30 Uhr: Wie sicher sind die Corona-Impfungen? In Alaska haben zwei Menschen nach Erhalt des neuen Impfstoffs allergische Reaktionen gezeigt. Lesen Sie dazu: USA – Frau erleidet Allergie-Schock nach Corona-Impfung

Schwedischer König kritisiert Corona-Politik in Schweden

9.06 Uhr: Der schwedische König Carl Gustav (74) hat die Corona-Politik seines Landes hart kritisiert. In der SVT-Sendung „Das Jahr mit der Königsfamilie“ sagte er: „Wir haben versagt. Eine große Anzahl von Mitmenschen ist gestorben und das ist fürchterlich. Wir leiden alle darunter. Ich finde es schrecklich angesichts all der verstorbenen Menschen. Und die Traurigkeit und die Frustration, die viele Menschen und Unternehmer plagen, die in den Knien liegen und sogar ihr Geschäft verloren haben. Es war ein schreckliches Jahr.“

Auf die Frage, ob er Angst habe, selbst krank zu werden, sagt er „Ja natürlich, und in der letzten Zeit ist es immer nähergekommen.“ Die Sendung wird erst nächste Woche ausgestrahlt.

US-Corona-Zahlen auf Höchststand: 247.403 neue Fälle und 3656 Tote

8.30 Uhr: In den USA haben die Zahlen der täglichen Neuinfektionen und Todesfälle mit dem Coronavirus neue Höchstwerte erreicht. Am Mittwoch wurden binnen eines Tages 247.403 Neuinfektionen und 3656 Verstorbene mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die bislang höchsten Werte mit 233.133 neuen Fällen und 3306 Toten waren am 11. Dezember verzeichnet worden.

Parfümeriekette Douglas schließt Filialen doch und entschuldigt sich

8.20 Uhr:Douglas rudert zurück: Die Parfümeriekette nimmt die trotz des Lockdowns beibehaltene Öffnung einiger Filialen wieder zurück. Für viele Menschen sei die Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offenzuhalten, nicht nachvollziehbar gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen“, erklärte die Chefin der größten deutschen Parfümeriekette Douglas, Tina Müller.

Douglas hatte am ersten Tag des bundesweiten Lockdowns knapp ein Viertel der Filialen offengelassen und sich dabei auf den Beschluss von Bund und Ländern berufen, welcher den Verkauf von Drogerieartikeln weiter erlaubt. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte zuvor von einem „anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns“ gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um.

Twitter geht gegen Falschinformationen über Corona-Impfungen vor

8.10 Uhr: Der Kurzbotschaftendienst Twitter sagt Falschinformationen über Corona-Impfungen den Kampf an. Künftig würden die „schädlichsten Falschinformationen“ gelöscht, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Zudem sollen Tweets, die irreführende Angaben enthalten, gekennzeichnet werden. Die Maßnahmen, die ab kommender Woche greifen, richten sich unter anderem gegen die Behauptung, dass die Impfungen genutzt würden, um Menschen absichtlich zu schaden oder sie zu kontrollieren.

Twitter folgt damit dem Beispiel von Facebook und YouTube, die bereits ähnliche Schritte eingeleitet haben.

Corona in Sachsen: Drei Landkreise mit Risikowert über 600

7.20 Uhr: In Sachsen liegen nun drei Landkreise bei mehr als 600 neuen Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Nach Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auch der Kreis Görlitz dazugekommen. Am Donnerstag meldete das RKI für den gesamten Freistaat 3207 Neuerkrankte im Vergleich zum Vortag. Dazu wurden zudem 68 weitere Todesfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz klettert damit landesweit auf 415,4. Die niedrigste Inzidenz wird nach wie vor für die Großstadt Leipzig mit 170,1 ausgewiesen.

US-Vizepräsident Pence soll am Freitag öffentlich geimpft werden

6.00 Uhr: Vizepräsident Mike Pence will sich am Freitag gemeinsam mit seiner Frau Karen vor laufenden Kameras gegen das Coronavirus impfen lassen. Ziel sei es, für die Sicherheit der Impfung zu werben und in der Frage Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen.

Seit Montag werden in den USA Menschen mit dem Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech geimpft, der eine Notzulassung von der zuständigen Arzneimittelbehörde bekommen hat. Eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Moderna wird in Kürze erwartet. In der Bevölkerung ist jedoch Skepsis gegenüber den Impfstoffen verbreitet.

Auch der künftige US-Präsident Joe Biden hatte in Aussicht gestellt, sich öffentlich eine Impfung verabreichen zu lassen, um die Sicherheit der Präparate zu demonstrieren. Ob der amtierende Präsident Donald Trump das auch tun wird, ist bislang unklar. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, hatte dazu geraten, dass sich sowohl Biden und seine künftige Vizepräsidentin Kamala Harris als auch Trump und Pence schnellstmöglich impfen lassen.

Verbraucherzentralen-Chef fordert Stundung von Mieten

4.00 Uhr: Angesichts der verschärften Corona-Lage hat Verbraucherzentralen-Chef Klaus Müller die Bundesregierung aufgefordert, Menschen in Zahlungsschwierigkeiten stärker zu unterstützen. „In dieser akuten Notlage wird es für Menschen immer schwieriger, ihre laufenden Zahlungen zu bedienen“, sagte er unserer Redaktion. „Daher gehört das Kreditmoratorium, das wir vor der Sommerpause hatten, wieder auf die Tagesordnung. Dasselbe gilt für die Stundung von Mieten und Energiekosten.“

Auf die Nachfrage, wie lange dieses Moratorium gelten soll, sagte Müller: „Mindestens so lange der Lockdown dauert, auch wenn es sich um Monate handelt.“ Lesen Sie hier:Verbraucherzentralen-Chef fordert Stundung von Mieten

Patientenschützer warnen vor möglicher Triage in deutschen Krankenhäusern

2.15 Uhr: Angesichts knapper werdender Beatmungsplätze auf den Intensivstationen deutscher Krankenhäuser warnen Patientenschützer eindringlich davor, die Behandlung von Covid-19-Erkrankten von deren Überlebenschancen abhängig zu machen. „Hierzulande gilt das Prinzip, dass dem kränkesten Patienten als erstes geholfen wird“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, unserer Redaktion.

Auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, sieht die Kliniken in Deutschland weit davon entfernt, Triage-Diskussionen führen zu müssen. Noch gebe es Reserven, sagte Baum unserer Redaktion. „Bis rein rechnerisch alle Kapazitäten aufgebraucht sind, müsste sich die Zahl der aktiven Infektionen verdoppeln“, sagte Baum. Lesen Sie Hier:Corona-Pandemie: Droht den Krankenhäusern der Kollaps?

Mittwoch, 16. Dezember: Medienberichte: Sachsen erwägt Abriegelung von Corona-Hotspots

22.38 Uhr: Sachsen prüft nach Medienberichten drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der weiter steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen. Nach Angaben von „Bild“ und „Freie Presse“ (Online/Mittwoch) erwägt die Landesregierung, Kommunen mit einer besonders angespannten Corona-Lage von der Außenwelt abzuriegeln. Zudem könnten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verschärft werden.

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber sagte zu diesen Berichten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend: „Die Situation ist angespannt, und viele Menschen machen sich große Sorgen. Es gibt aktuell keinen konkreten Beschluss für weitere Maßnahmen.“ Die Staatsregierung habe nichts entschieden, was ad hoc gelte und was die Menschen überfordere.

Der Krisenstab arbeite mit Hochdruck daran, das Infektionsgeschehen einzudämmen. „Das beinhaltet natürlich auch Szenarien, welche Maßnahmen und Möglichkeiten es gibt, wenn es uns nicht gelingt, die Ausbreitung zu stoppen und die Zahlen weiter explodieren“, sagte er, ohne konkret zu werden.

Frankreich will rund eine Million Corona-Impfdosen bis zum Jahresende

21.33 Uhr: Bis zum Jahresende soll es in Frankreich erste Impfdosen gegen das Coronavirus geben. Frankreichs Premierminister Jean Castex sagte am Mittwochabend in der Nationalversammlung, man würde bis zum Monatsende 1,16 Millionen Einheiten eines ersten Impfstoffes geliefert bekommen. Anfang Januar sollten dann noch einmal 677.000 Dosen hinzukommen, im Februar weitere 1,6 Millionen.

Castex sagte, man werde alles, was möglich ist, tun, um die Impfkampagne mit den anderen EU-Ländern abzustimmen. Zuvor hatte er bereits angekündigt, dass zunächst eine Million besonders gefährdete Menschen geimpft werden sollten. Das seien etwa Ältere in Pflegeheimen. Die Impfungen sollen in Frankreich kostenlos sein, einen Impfzwang soll es nicht geben.

Allergische Reaktion auf Corona-Impfung in Alaska

21.17 Uhr: Wegen einer allergischen Reaktion nach einer Corona-Impfung ist am Dienstag ein Mensch in Alaska ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Person aus der Stadt Juneau klagte zehn Minuten nach der Impfung über Atembeschwerden und Hautrötungen, beides wurde während der empfohlenen Beobachtungsphase direkt nach der Spritze festgestellt. Die Person habe am Mittwoch noch zur Beobachtung im Krankenhaus gelegen, ihr Gesundheitszustand sei stabil.

Auch in Großbritannien hatte es zwei Fälle mit allergischen Reaktionen gegeben. Dort hatten die Behörden Menschen mit einer „signifikanten“ medizinischen Vorgeschichte vor der Impfung gewarnt.

Ein Pfizer-Sprecher hatte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt: „In der zentralen klinischen Phase-3-Studie wurde dieser Impfstoff im Allgemeinen gut vertragen, ohne dass vom unabhängigen Datenüberwachungsausschuss ernsthafte Sicherheitsbedenken gemeldet wurden. An der Studie nahmen bisher mehr als 44.000 Teilnehmer teil, von denen mehr als 42.000 eine zweite Impfung erhalten haben.“

Schwesig: Quarantäne nach Reiserückkehr aus deutschen Risikogebieten

21.16 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will eine Quarantäne für Reiserückkehrer aus deutschen Corona-Risikogebieten einführen. Wie diese für die Einwohner des Bundeslandes genau aussehen soll, werde bei einer Sonder-Kabinettssitzung am Freitag besprochen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwochabend in Schwerin. „Klar ist, dass wir nicht einfach so in Deutschland in Risikogebiete, gerade Hotspots, reisen können und zurückkommen können, als sei nichts gewesen.“

Reisen zur Kernfamilie – Schwesig nannte Eltern und Kinder – sollen aber möglich bleiben, auch wenn die Region, in denen die Angehörigen leben, ein Corona-Risikogebiet ist. „Wir wollen nicht die Reisen verbieten“, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir prüfen, bei welchen Reisen, wenn man zurück kommt, man selber in Quarantäne muss.“ Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten, etwa Polen, müssen bereits in Quarantäne.

Spahn: Patienten werden alle versorgt – „unter größter Belastung“

20.50 Uhr: Nach Auffassung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn können noch alle Patienten in deutschen Kliniken versorgt werden. Auf eine entsprechende Frage in einem ZDF-„spezial“ sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend: „Ja, es können alle Patientinnen und Patienten versorgt werden, aber eben unter größter Belastung und teilweise auch Überlastung in den einzelnen Kliniken“.

Man habe eine unterschiedliche Lage in Deutschland, sagte Spahn. „Besonders in Sachsen auch ein sehr sehr hohes Infektionsgeschehen, auch eine im Schnitt ältere Bevölkerung, damit mehr schwere und schwerste Verläufe, und das macht zum Beispiel auch schon das Verlegen von Patienten von einer Klinik zu einer anderen notwendig, um Kapazitäten freizuhaben.“ Die Lage sei sehr angespannt und „das zeigt eben, es war, ist und bleibt richtig“, die härteren Einschränkungen beschlossen zu haben.

Gesundheitsminister rechnen bundesweit mit Impfbeginn am 27. Dezember

20.28 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) über die Zulassung und Zulieferung des Impfstoffes von BioNTech informiert. Für die Bundesländer ergibt sich daraus der 27.12 als Starttermin für die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Insbesondere soll mit der Impfung in den Pflegeheimen begonnen werden.

Slowakei verhängt Lockdown und Ausgangsbeschränkungen ab Samstag

20.24 Uhr: Die Slowakei hat den Start eines für nächste Woche geplanten Lockdowns bereits auf diesen Samstag vorgezogen. Zugleich treten ab Samstag, 5.00 Uhr, strenge Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Das gab Gesundheitsminister Marek Krajci am Mittwochabend nach einer stundenlangen Regierungssitzung bekannt. Weihnachtseinkäufe sind somit nur mehr bis Freitag möglich.

Ursprünglich sollten erst ab 21. Dezember alle Geschäfte außer etwa Supermärkte mindestens drei Wochen lang geschlossen bleiben. Eine gleichzeitige Ausgangssperre war in den bisherigen Plänen der Regierung nicht vorgesehen. Als Grund für die kurzfristige Änderung nannte Krajci die sich dramatisch verschlechternde Pandemiesituation im Land und vor allem die drohende Überlastung der Krankenhäuser.

Corona-Leitstelle: Keine Triage an sächsischen Krankenhäusern

19.54 Uhr: Auch in der zugespitzten Corona-Lage hat bisher noch kein Krankenhaus in Sachsen eine Triage bei Corona-Patienten vornehmen müssen. Das teilte die Krankenhausleitstelle Ostsachsen am Mittwochabend mit. Sie reagierte damit auf Äußerungen eines Mediziners aus Zittau, der von einer Triage am dortigen Klinikum Oberlausitzer Bergland gesprochen hatte.

Triagieren gehöre in Notaufnahmen zum Alltag, erklärte das Uniklinikum Dresden, zu der die Corona-Leitstelle gehört. Das bedeutet, dass Patienten, denen es besonders schlecht geht, besonders dringlich behandelt werden. Allerdings sei die Lage in Sachsen durchaus kritisch. Die Krankenhäuser des Clusters Dresden/Ostsachsen und Chemnitz/Westsachsen liefen „klar in eine Überlastung hinein“, die zum Kollaps der Versorgung führen könne, wenn die Neuinfektionszahlen in den kommenden Wochen nicht sinken.

Forscher: Maske schränkt Verbreitung von Aerosolen in Bahn ein

19.29 Uhr: Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Forschern zufolge während einer Zugfahrt eine wirksame Möglichkeit, die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen zu begrenzen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Bahn und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen. Bei den Untersuchungen wurde unter anderem die Atmung eines Fahrgastes mit und ohne Maske simuliert.

Die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen wurde mit Hilfe von künstlichem Speichel und Spurengas nachgestellt. Für eine virologische Bewertung möglicher Infektionsrisiken seien weitere wissenschaftliche Forschungsarbeiten notwendig, teilte das DLR Göttingen am Mittwoch mit. Die Wissenschaftler erklärten, dass bei der Verbreitung der Partikel zum Fahrgast die Klimaanlage in einem Schienenfahrzeug faktisch keine Rolle spiele.

Bundestag beschließt Homeoffice-Pauschale

19.19 Uhr: Wer während der Corona-Krise von zu Hause arbeitet, soll seine Ausgaben leichter in der Steuererklärung geltend machen können. Der Bundestag beschloss am Mittwochabend eine Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro im Jahr. Sie soll für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 gelten - danach, so hofft man, könnte die Corona-Pandemie im Griff sein und die meisten wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Damit die Regelung in Kraft treten kann, muss am Freitag aber noch der Bundesrat zustimmen.

Erstmals Container für Tote im Zusammenhang mit Covid-19 in Deutschland

19.09 Uhr: Angesichts einer steigenden Zahl an Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus muss offenbar erstmals in Deutschland ein Kühlcontainer genutzt werden. Der Container auf dem Hauptfriedhof im hessischen Hanau werde für zwei Menschen gebraucht, die mit oder an den Folgen der Krankheit Covid-19 gestorben sind. Die Kühlkapazitäten in beiden Hanauer Krankenhäusern seien erschöpft, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Mittwoch mit. Er sprach von einer weiter verschärften Pandemielage.

Der Kühlcontainer war bereits im April dieses Jahres vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service aufgestellt, aber bislang nicht genutzt worden. Der Main-Kinzig Kreis insgesamt, in dem Hanau liegt, kommt den aktuellen Zahlen des hessischen Sozialministeriums zufolge auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 247,2.

Intensivmediziner-Vereinigung: Noch Betten frei, Verlegungen möglich

18.06 Uhr: Trotz einer starken Belastung des Gesundheitssystems in der Pandemie sehen Experten noch Kapazitäten auf den deutschen Intensivstationen. Man stehe derzeit nicht an dem Punkt, Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen, erklärten die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin beim Robert Koch-Institut (RKI) in einer gemeinsamen Stellungnahme am Mittwochabend.

Landesregierung startet Hotline zu Fragen zur Covid-19-Impfung

17.52 Uhr: Menschen in Niedersachsen können ihre Fragen rund um die Covid-19-Impfung mit einem Anruf bei einer neu eingerichteten Hotline klären. Die Rufnummer laute 0800 9988665, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Hannover mit. Sobald feststeht, ab wann der Impfstoff verfügbar sei, können über die Hotline auch Impf-Termine vereinbart werden. Partner der Landesregierung ist dabei das Kommunikations-Unternehmen Majorel.

Putins große Pressekonferenz wegen Corona erstmals nur per Video

17.37 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hält inmitten extrem gespannter Beziehungen mit dem Westen am Donnerstag seine große Jahrespressekonferenz. Wegen der Corona-Pandemie geht die mehrstündige Fragerunde mit Vertretern internationaler und nationaler Medien erstmals nur im Videoformat über die Bühne. Wegen der epidemiologischen Situation wird Putin aus seiner Vorstadtresidenz in Nowo-Ogarjowo zugeschaltet.

Der 68 Jahre alte Staatschef nimmt seit Monaten wegen der Pandemie nur äußerst selten Termine außerhalb der Residenz wahr. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuletzt auf Fragen zum Befinden des Präsidenten betont, dass Putin gesund und fit sei. Äußern dürfte sich Putin auch zur Lage in der Corona-Pandemie - in Russland laufen inzwischen in allen Regionen die Massenimpfungen mit dem von eigenen Forschern entwickelten Impfstoff „Sputnik V“.

Israels Ministerpräsident Netanjahu erhält am Samstag Corona-Impfung

17.35 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will sich am Samstag gegen das Coronavirus impfen lassen. Er habe darum gebeten, als erster geimpft zu werden, um ein gutes Beispiel abzugeben, sagte der 71-Jährige in einer am Mittwochabend verbreiteten Videobotschaft.Er rief die Menschen in Israel auf, sich ebenfalls impfen zu lassen und weiterhin die Corona-Regeln zu befolgen.

Nach Netanjahus Angaben soll in Israel zunächst das medizinische Personal den Impfstoff verabreicht bekommen, gefolgt von alten Menschen und Pflegekräften.

Impfzentren in Potsdam und Cottbus sollen am 5. Januar starten

17.20 Uhr: Als erste Brandenburger Impfzentren gegen das Coronavirus sollen die Standorte in Potsdam und Cottbus am 5. Januar starten. Das bestätigte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Christian Wehry, am Mittwoch. Zuerst hatte der RBB berichtet. Im Laufe des Monats Januar sollten dann neun weitere Impfzentren im Land eröffnet werden, erklärte der Sprecher.

Eröffnet werden die ersten beiden Impfzentren in der Metropolishalle des Potsdamer Filmparks Babelsberg und in der Cottbuser Messehalle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums könnte jedes Impfteam in den Zentren täglich etwa 100 Impfungen vornehmen. Wehry erklärte, je nach Art und Verfügbarkeit des Impfstoffs könne die Zahl der Impfteams auch noch erhöht werden.

„Querdenker“ mobilisieren – Leipzig schränkt Versammlungsrecht ein

17.17 Uhr: Nachdem die „Querdenker“-Bewegung nun erneut für eine Leipziger Demo gegen die Corona-Maßnahmen mobilisiert, haben das Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“ und die Linke zu Demonstrationen dagegen aufgerufen. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Insgesamt seien bislang sieben Kundgebungen angemeldet. Von den „Querdenkern“, die seit Wochen im Internet für die Demo werben, sei jedoch bislang noch keine Versammlung angezeigt worden.

Die Polizei bereitet sich auf einen größeren Einsatz am Samstag vor, sagte eine Sprecherin. Es seien genügend Kräfte vorhanden. Einzelheiten wollte sie noch nicht nennen.

US-Außenminister Pompeo in Corona-Quarantäne

16.50 Uhr: US-Außenminister Mike Pompeo befindet sich in Quarantäne. Er hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten. Das erklärte das US-Außenministerium am Mittwoch in Washington. Ein Corona-Test bei dem Außenminister sei negativ ausgefallen.

Pompeo wird vom Ärzteteam des Ministeriums betreut. Es wurden keine Angaben dazu gemacht, mit wem der 56-Jährige in Kontakt gekommen war. Pompeo gilt als wichtiger Verbündeter des scheidenenden US-Präsidenten Donald Trump.

Gesundheitsminister Spahn verteidigt Vorgehen bei Impfstoffzulassung

16.01 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Vorgehen bei der Zulassung des Impfstoffs im Bundestag verteidigt. „Wir haben uns bewusst gegen eine Notzulassung entschieden“, sagte Spahn. Nichts sei wichtiger – gerade beim Impfen – als Vertrauen.

Alle 27 EU-Länder sollten den Impfstoff gleichzeitig bekommen. Impfen sei der Weg aus der Pandemie „und wir sind auf diesen Weg gut vorbereitet“, so der CDU-Politiker.

80 Corona-Infektionen nach Feier – Staatsanwaltschaft prüft

15.30 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Magdeburg prüft eine Strafanzeige der Stadt im Zusammenhang mit einer großen Feier, die Ausgangspunkt für viele Corona-Infektionen gewesen sein soll. Die Stadt erhebe gegen die drei Veranstalter den Vorwurf der Körperverletzung, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Es werde nun geprüft, ob sich daraus eine vorsätzliche oder eine fahrlässige Körperverletzung herleiten lasse. Im Zusammenhang mit dem Fest am 17. Oktober mit rund 120 Teilnehmern hatte die Stadt mehr als 80 Corona-Infektionen ausgemacht.

Positive Bilanz zur Corona-Warn-App

15.13 Uhr: Ein halbes Jahr nach dem Start der Corona-Warn-App zieht die Bundesregierung eine positive Bilanz. Regierungssprecher Steffen Seibert rief zugleich die Nutzer dazu auf, positive Testergebnisse konsequenter zu teilen.

Über 130.000 Nutzer hätten dies bislang getan, was etwa 54 Prozent entspreche. „Das gilt es dringend zu steigern“, sagte Seibert am Mittwoch. Er verwies darauf, dass die Information pseudonym weitergegeben werde, der Mitteilende also nicht von den anderen Nutzern identifiziert werden könne.

Corona-Impfung – Nebenwirkung online melden

14.56 Uhr: Zum Start der Corona-Impfung voraussichtlich in der kommenden Woche sollen geimpfte Menschen mögliche Nebenwirkungen auch per App melden können. Ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte am Mittwoch, „dass wir absolut transparent umgehen werden mit Meldungen über Nebenwirkungen“.

Sie müssten dazu bekannt gemacht werden. Die vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) programmierte App werde zum Start der Impfung in App-Stores heruntergeladen werden können. Eine andere Möglichkeit sei die bestehende Website zur Online-Meldung von Nebenwirkungen.

Parfümeriekette Douglas öffnet einige Filialen trotz Lockdown

14.43 Uhr:Die Parfümeriekette Douglas will knapp ein Viertel ihrer Filialen trotz des Lockdowns offen halten – als Drogerien. „In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte“, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presseagentur.

Das Angebot sei vergleichbar mit dem großer Drogerieketten, die ebenfalls geöffnet bleiben dürften. Die Gewerkschaft Verdi hatte zuvor von einem „anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns“ gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um .

Merkel spricht im Bundestag zu Corona-Maßnahmen

14.18 Uhr: Das Angebot der kostenlosen FFP2-Masken seit Dienstag werde sehr gut angenommen, berichtete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch den Bundestagsabgeordneten bei einer Regierungsbefragung. Der Rest der Masken werde anderweitig verteilt. Man habe sich zunächst zu dem Angebot in den Apotheken entschieden, weil die Verteilung so noch vor Weihnachten möglich war.

Merkels Antwort auf die Frage, wer die Pandemie-Rechnung bezahlen soll, lautete: Wachstum. „Dieser Strategie fühle ich mich verpflichtet“, so die CDU-Politikerin. Bei sozialen Abgaben soll es keine Einschnitte geben. Eine Vermögensabgabe will die Kanzlerin nicht.

Auch Fragen zur Corona-Impfung wurden gestellt. Die Bundesregierung habe bei sechs Herstellern Impfstoffe gebucht, erklärte Merkel. Drei mRNA-Impfstoffe und drei andere Impfstoffe. Die Zulassungsbehörde werde sagen, welcher Impfstoff für welche Bevölkerungsgruppe geeignet sei.

Das Ziel der Bundesregierung: „Wir streben eine Herdenimmunität an.“ Die Kanzlerin hält es für möglich, dass sich die Menschen einen der Impfstoffe aussuchen können. Ein Impfpflicht werde es nicht geben. Wenn sich aber mehr als 40 Prozent der Bevölkerung nicht impfen würden, „dann werden wir noch sehr lange eine Maske tragen müssen“, sagte Merkel.

In Corona-Zeiten nimmt der Individualverkehr zu

12.44 Uhr: Fast jeder Dritte hat sein Mobilitätsverhalten während der Corona-Pandemie geändert. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur hervor. Am stärksten betroffen ist der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) sowie die Bahn.

47 Prozent der ÖPNV und 40 Prozent der Bahnfahrenden geben ein verändertes tägliches Mobilitätsverhalten an. 37 Prozent bzw. 35 Prozent der Befragten geben an, deutlich oder etwas häufiger per Rad oder Fuß unterwegs zu sein. Den eigenen Pkw nutzen 16 Prozent häufiger, 32 Prozent nutzen das eigene Auto hingegen weniger häufig.

WHO rät zu Weihnachtstreffen mit Maske

12.40 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zum Tagen von Schutzmasken bei Familientreffen an Weihnachten und während der Feiertag geraten. Damit sollen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus verhindert werden.

„Dies trägt wesentlich dazu bei, dass alle sicher und gesund bleiben“, teilte die Organisation am Mittwoch mit. Sie räumte ein, dass es sich sicher merkwürdig anfühlen werde, in der Gesellschaft von Familienmitgliedern eine Maske zu tragen.

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Bahn darf in der Corona-Krise höhere Schulden machen

12.25 Uhr: Die schwarz-rote Regierung will der Deutschen Bahn in der Corona-Krise höhere Schulden erlauben. In einer Vorlage für eine Sitzung des Bundestages heißt es, die Netto-Finanzschulden der DB AG dürften Ende des Jahres den Zielwert von 32 Milliarden Euro nicht überschreiten sowie von 35 Milliarden Euro Ende 2021.

Im Oktober lagen die Netto-Finanzschulden des bundeseigenen Unternehmens bei rund 25 Milliarden Euro.

Entschädigungen für Eltern wegen Corona werden ausgeweitet

12.17 Uhr: Die Entschädigungsregelung für Eltern, die wegen geschlossener Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können, wird nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland ausgeweitet. Das soll das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen haben.

Die staatliche Verdienstausfallentschädigung soll es demnach auch geben, wenn Schulen in der Corona-Pandemie nicht geschlossen werden, sondern wenn diese lediglich die Präsenzpflicht aussetzen, so wie das in einigen Bundesländern jetzt im Lockdown der Fall ist. Mehr dazu:Schulen und Kitas geschlossen: Was Eltern jetzt tun können

Bayerische Lernplattform streikt zum Lockdown-Start

12.05 Uhr: Die störanfällige Lernplattform Mebis in Bayern ist zum Start des Lockdowns am Mittwochmorgen ausgefallen. Nach dem Einloggen wurden Wartezeiten von bis zu 15 Minuten angezeigt, doch der Nutzer gelangte auch danach nicht auf die gewünschte Webseite. „Aktuell melden sich sehr viele Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig an der Lernplattform an. Dadurch kommt es leider zu langen Wartezeiten“, hieß es auf der Webseite.

Bei Mebis hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. Über die staatliche digitale Plattform sollen Bayerns Schüler eigentlich Lerninhalte abrufen, vor allem, wenn wie seit Mittwoch in den Schulen kein Unterricht vor Ort stattfindet. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) steht in der Kritik, weil die Lernplattform zu Stoßzeiten nach wie vor immer wieder in die Knie geht.

12.00 Uhr: Krankenhäuser sind überlastet: Ein Arzt einer Klinik in Sachsen berichtet, dass es bereits zu Triage bei Corona-Patienten gekommen ist. Lesen Sie dazu: Klinikdirektor berichtet von Triage bei Corona-Patienten

Corona – Keine Besuche von den Sternsingern

11.15 Uhr: Im Januar werden diesmal keine Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, um Spenden zu sammeln. Die Träger der Aktion Dreikönigssingen – das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – sagten die traditionellen Besuche aufgrund der Coronavirus-Pandemie ab.

Dafür sollen die Sternsinger auf digitalem Wege in die Häuser gelangen. Der Segenswunsch „C + M + B“ für „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) werde per Post versendet. Die gesamte Aktion wird zudem verlängert und soll bis zum 2. Februar laufen.

11.10 Uhr: Zum Start des Lockdowns steht Kanzlerin Merkel im Bundestag Rede und Antwort. Lesen Sie hier: Drei Fragen, die der Bundeskanzlerin die Opposition kaum ersparen wird.

Pandemie – Von der Leyen wirbt für EU-weit einheitlichen Impfstart

10.55 Uhr: Die Chefin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat für einen gemeinsamen Impfstart aller EU-Länder geworben. „Lasst uns so bald wie möglich gemeinsam mit dem Impfen anfangen, zusammen, als 27, mit einem Start am selben Tag“, sagte sie im EU-Parlament: „Lasst uns zusammen und geeint mit der Ausrottung dieses furchtbaren Virus beginnen. “Sie rechne fest mit einem positiven Entscheid der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über den Impfstoff der Konzerne Biontech und Pfizer. Die Behörde will am 21. Dezember über eine Zulassung entscheiden.

10.50 Uhr: Viele Menschen tragen FFP2-Masken. Doch kann man sie wiederverwenden oder reinigen? Das beantworten ein Hygieniker und ein Hersteller. Lesen Sie hier: Corona-Schutz – Wie kann man FFP2-Masken sicher reinigen?

Gesundheitssystem im Saarland erstmals kurz vor Überlastung

10.35 Uhr: Zum ersten Mal in der Corona-Pandemie steht das Gesundheitssystem laut Saarlands Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) „ernsthaft kurz vor der Überlastung“. Krankenhäuser hätten „die Grenzen ihrer Belastbarkeit“ erreicht, beim Pflegepersonal gebe es bereits „erhebliche Engpässe“, sagte er in einer Regierungserklärung im Landtag in Saarbrücken.

„Wenn wir verhindern wollen, dass zu viele Menschen sterben, wenn wir verhindern wollen, dass unsere Ärztinnen und Ärzte, unsere Pflegekräfte vor der Entscheidung stehen, wen sie noch behandeln können, dann müssen wir jetzt handeln“, sagte der Ministerpräsident.

Corona-Krise: Ifo-Institut senkt Konjunkturprognose für 2021

10.35 Uhr: Das Münchner Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für 2021 gesenkt. Die deutsche Wirtschaft könnte demnach im kommenden Jahr um 4,2 Prozent wachsen. Ein deutliches Minus: Bisher hatten die Experten mit einem Plus von 5,1 Prozent gerechnet. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung nach Einschätzung des Institutes um 5,1 Prozent schrumpfen.

“Wegen des neuerlichen Shutdowns bei uns und in anderen Ländern verschiebt sich die Erholung nach hinten“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Trotz des erwarteten Konjunkturanstiegs blicken die Experten pessimistischer auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt: Sie prognostizieren sowohl für Ende dieses als auch für das nächste Jahr eine Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent.

Institut verspricht kräftiges Wachstum nach Lockdown-Winter

10.00 Uhr: Trotz eines harten Lockdown-Winters rechnet das gewerkschaftsnahe IMK-Institut im kommenden Jahr mit einem kräftigen Aufschwung in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt werde um voraussichtlich 4,9 Prozent wachsen, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Prognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Im zu Ende gehenden Jahr dürfte es zu einem Corona-bedingten Rekordeinbruch von 5,0 Prozent kommen. „Die wirtschaftliche Erholung wird durch die zweite Infektionswelle und die notwendigen Gegenmaßnahmen unterbrochen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagte der wissenschaftliche IMK-Direktor Sebastian Dullien. „Die wirtschaftliche Grunddynamik ist stark genug, und die Stützungspolitik von Regierung und Europäischer Zentralbank wirkt.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat indes den in der Corona-Krise verhängten Dividendenstopp für Banken etwas gelockert: Die Institute können im kommenden Jahr wieder Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten.

Corona: Klinik-Leiter aus Sachsen bestätigt Triage-Fälle

9.30 Uhr: Es ist das Szenario, welches in Kliniken mit am meisten gefürchtet wird: Ärzte müssen aufgrund von Überlastung ihrer Stationen entscheiden, welche Patienten eventuell lebensrettende Behandlungen erhalten. In einer Klinik im sächsischen Zittau mussten solche Erwägungen bereits getroffen werden, wie Medien übereinstimmend berichteten.

Mathias Mengel, Ärztlicher Direktor des Klinikum Oberlausitzer Bergland gGmbH, gab in einem Videoforum an, dass in dem Zittauer Krankenhaus schon mehrfach triagiert werden musste. „Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht“, sagte Mengel gegenüber der Internetplattform t-online.

Zwar versuchten die Kliniken bei Überlastung Patienten zu verlegen. Doch in Sachsen seien viele Krankenhäuser am Limit. Einige hätten bereits einen Aufnahmestopp verhängt.

Pandemie: Schärfere Beschränkungen in London

9.17 Uhr: Seit heute gilt in London die höchste Corona-Warnstufe. Damit gelten noch einmal strengere Regeln: Gastronomiebetriebe dürfen Essen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten. Kultureinrichtungen müssen komplett schließen. Die Bewohner der Stadt dürfen sich nicht mehr mit Mitgliedern fremder Haushalte treffen. Ansammlungen in Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern auf öffentlichen Plätzen im Freien sind aber erlaubt.

Von den schärferen Maßnahmen betroffen sind auch die an die Hauptstadt grenzenden Grafschaften Essex, Kent und Hertfordshire.

Corona – SPD-Chefin Saskia Esken kritisiert Jens Spahn

9.00 Uhr: Der Schutz von Pflegeheimbewohnern in der Corona-Pandemie sorgt für Streit in der großen Koalition. SPD-Chefin Saskia Esken kritisierte in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ das Krisenmanagement von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Mit einer verlässlichen zentralen Beschaffung von Masken und Tests muss Minister Spahn jetzt endlich Verantwortung übernehmen, damit wir das Infektionsgeschehen in den Pflegeheimen wieder unter Kontrolle bekommen“, sagte Esken.

Die Infektionen im Pflegebereich seien „einer der wundesten Punkte im Pandemiegeschehen“ – „das Virus findet hier besonders viele Opfer“, fügte die SPD-Vorsitzende hinzu. Schon im Sommer habe Spahn der Pflege Massentests versprochen. Insofern sei es „unverständlich, dass hier immer noch große Versorgungslücken klaffen“, kritisierte Esken.

Weitere Impfstoff-Studie startet in Großbritannien

8.30 Uhr: Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva beginnt in Großbritannien mit der klinischen Studie für seinen Corona-Impfstoffkandidaten. Das Mittel werde an 150 gesunden Erwachsenen getestet, teilte das Unternehmen mit Sitz im westfranzösischen Nantes am Mittwoch mit. Dabei solle die Sicherheit des Impfstoffs überprüft werden sowie seine Fähigkeit, eine Immunantwort hervorzurufen. Valneva hofft darauf, dass sein Impfstoff im Herbst 2021 zugelassen werden kann.

8.20 Uhr: Kurz vor Weihnachten bestimmten ernsthafte Themen den Talk von „Markus Lanz“. Die Brüder Messner sprachen über die Corona-Pandemie. Lesen Sie dazu: Bei Lanz – „Auf einer Intensivstation darf man auch sterben“

Silvesterparty am Times Square fällt wegen Corona aus

8.00 Uhr: In New York versammeln sich zum Jahreswechsel eigentlich jedes Jahr Tausende Menschen auf dem Times Square, um gemeinsam Silvester zu feiern. Eine solche Party fällt in diesem Jahr aber aus.

Die Stars kommen trotzdem. Die Show soll den „Helden von 2020“ gewidmet werden, allen voran die Ärzte, Pfleger und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes, die gegen die Corona-Pandemie gekämpft haben. Neben Jennifer Lopez oder Cyndi Lauper soll auch Gloria Gaynor auftreten – mit ihrem weltbekannten Hit „I will survive“.

Jens Spahn rechnet mit Corona-Regeln „bis weit ins nächste Jahr hinein“

7.47 Uhr: Auch mit baldigen Corona-Impfungen hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Abstands- und Hygieneregeln noch viele Monate lang für unverzichtbar. „Nur weil wir mit dem Impfen beginnen, sehr zeitnah jetzt nach Weihnachten, heißt das nicht, dass damit auch alle Regeln nicht mehr notwendig wären“, sagte Spahn im RTL/ntv-Interview. „Wir werden weit bis ins nächste Jahr hinein auch diese Regeln brauchen.“

Erst mit dem Erreichen einer Impfquote von 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung seien auch weitere Lockdown auszuschließen. Die ersten „fünf Millionen Impfungen“ würden dazu nicht ausreichen. Ab dem Sommer könne „Zug um Zug“ mit einem Rückkehr in die Normalität gerechnet werden.

Der Minister appellierte im Interview an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen: „Aus meiner Sicht ist das ein Gebot der Vernunft, sich impfen zu lassen“, sagte er. „Es ist vernünftig für einen selbst, weil es schützt und auch vor allem schwerste Verläufe vermeiden hilft und es ist vernünftig als Teil der Gemeinschaft, als Teil der Gesellschaft, als Teil einer Familie, weil man eben auch andere damit schützen kann.“

25 Prozent der Weltbevölkerung womöglich erst 2022 gegen Corona geimpft

7.35 Uhr: Fast jeder vierte Mensch kann möglicherweise erst frühestens im Jahr 2022 gegen Covid-19 geimpft werden. Zu dem Schluss kommen Forscher an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA. Hintergrund sei, dass Länder mit weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der Dosen für sich beanspruchen, während Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen mehr als 85 Prozent der Weltbevölkerung leben, den Rest unter sich aufteilen müssen.

Corona-Tests für Reiserückkehrer nicht mehr kostenlos

7.00 Uhr: Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen im Ausland sind seit heute nicht mehr kostenlos. Dieser im Sommer eingeführte Anspruch ist am Dienstag ausgelaufen, wie eine kürzlich verkündete Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums festlegt. Bisher konnten sich solche Urlauber gratis testen lassen, um eine bei der Rückkehr nach Deutschland verpflichtende Quarantäne zu verkürzen. Damit werden die Regelungen weiter verschärft.

Wer eine „vermeidbare Reise“ in Risikogebiete macht, bekommt für die Zeit der Quarantäne auch schon keine Verdienstausfallentschädigung mehr. Ausgenommen sind „außergewöhnliche Umstände“, etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger. Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, ist auf einer Liste des bundeseigenen Robert Koch-Instituts angegeben.

Neues Rekordhoch bei Coronavirus-Neuinfektionen in den USA

6.30 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in den USA hat ein neues Rekordhoch erreicht. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Dienstagabend mitteilte, wurden binnen 24 Stunden mehr als 248.000 neue Ansteckungsfälle verzeichnet – die höchste Zahl im Land seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in den USA stieg damit auf 16,7 Millionen.

Auch wurden den Angaben der Universität zufolge 2706 neue Corona-Tote innerhalb eines Tages gezählt. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Land stieg damit auf rund 303.400. Die Vereinigten Staaten sind von den absoluten Zahlen her das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Zu den schlimmsten betroffenen US-Regionen gehört der Westküstenstaat Kalifornien. In der dortigen Millionenmetropole Los Angeles waren am Dienstag nur noch rund hundert Betten auf den Intensivstationen frei. Die kalifornischen Behörden bestellten zusätzliche tausende Leichensäcke.

Frank Ulrich Montgomery rechnet mit Maßnahmen bis Ostern

5.30 Uhr: Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery rechnet trotz eines vorgezogenen Impfbeginns mit harten Corona-Maßnahmen bis ins Frühjahr: „Auch wenn die Impfungen jetzt früher beginnen als erwartet, wird der Effekt nur allmählich zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Wir werden mindestens noch bis Ostern mit verschiedenen Lockdown-Maßnahmen leben müssen“, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes unserer Redaktion.

Modellrechnungen zeigten, dass der harte Lockdown die Zahl der Neuinfektionen frühestens ab Ende Januar bundesweit unter den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen drücken werde. Die Bürger müssten sich daher zunächst sogar auf eine Fortsetzung der jetzigen strengen Regeln einstellen: „Es wird eine Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus geben.“ Lesen Sie hier:Corona-Pandemie: Dauert der Lockdown bis Ostern?

4.20 Uhr: Wenige Wochen trennen die Impfstoff-Zulassungen in Großbritannien und der EU. Auf der Insel wird der Stoff per Notfallzulassung freigegeben, in der EU als Ergebnis eines ordentlichen Verfahrens. Die EU-Arzneimittelbehörde zieht nach massivem Druck den Zulassungstermin für den Corona-Impfstoff vor. Warum hat es so lange gedauert? Lesen Sie hier:Corona-Impfstoff zu Weihnachten: Darum dauert es so lange

Dienstag, 15. Dezember: Expertin spricht sich für Corona-Geruchstest aus

22.02 Uhr: Ein Geruchstest zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion könnte nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ein weiterer Baustein zur Eindämmung der Pandemie sein. „Die Idee an sich finde ich gar nicht schlecht“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“.

Sie habe ihn zusammen mit ihrem Berliner Kollegen Christian Drosten auch schon selbst ausprobiert. Der Test funktioniert ähnlich wie Duftproben zum Rubbeln von Parfümherstellern. Der Proband muss eine App herunterladen, die ihm anzeigt, welches Feld er freirubbeln soll. Danach muss er eintragen, was er riecht. Der Test weise nicht die Erkrankung selbst nach, sondern nur ein Symptom, betonte Ciesek - den Verlust des Geruchssinns, von dem aber immerhin rund 80 Prozent der Infizierten berichteten.

Corona: US-Klink feiert Impfstoff mit einer Tanzeinlage

21.30 Uhr: Am Montag erhielt die US-Klinik Boston Medical Center ihre erste Lieferung des Corona-Impfstoffs. Die Mitarbeiter „fühlen sich gut“ wegen dieses wichtigen Wendepunkt in der Pandemie, schreibt das Krankenhaus-Team in den sozialen Netzwerken.

Um diese Freude mit anderen Menschen zu teilen, hat die Klinik eine Instagram-Story veröffentlich – samt Tanzeinlage der Belegschaft.

Sachsen meldet 111 Corona-Tote

20.02 Uhr: Die Corona-Lage in Sachsen verschärft sich immer weiter. Das Sozialministerium meldete am Dienstag 3167 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag. Zudem starben weitere 111 Corona-Patienten. So hohe Fallzahlen wurden Ende November noch über ein komplettes Wochenende gemeldet, inzwischen kommen täglich mehr als 3000 neue Fälle dazu. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt im Freistaat bei 92.358, die der Todesfälle bei 1849.

Corona: Ansturm auf Läden vor dem Lockdown

18.56 Uhr: Kurz bevor am Mittwoch der harte Lockdown mit der Schließung der meisten Geschäfte startet, hat es am Dienstag fast schon einen Ansturm auf die Baumärkte gegeben. Nutzer in den sozialen Medien posten jede Menge Bilder von langen Schlangen vor Obi, Bauhaus, Hornbach und Co.. Lesen Sie hier: Kunden stürmen die Baumärkte: So reagiert das Internet

Sprunghafter Anstieg der Zahl der Corona-Toten in Berlin

18.02 Uhr: Die Zahl der Pandemie-Toten in Berlin ist binnen 24 Stunden sprunghaft angestiegen. 53 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Corona-Infektionen, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag hervorgeht. Seit dem Frühjahr wurden damit 899 Todesfälle verzeichnet.

Die mittlerweile auch in Deutschland gestiegene Zahl an Gestorbenen erklärte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Dienstag in Berlin mit dem Alter der Infizierten. Derzeit seien die Fallzahlen bundesweit bei den alten und hochaltrigen Menschen am höchsten.

Von der Leyen: Erste Corona-Impfungen in der EU noch im Dezember

16.50 Uhr: Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet mit ersten Corona-Impfungen in der Europäischen Union noch im Dezember. Dies schrieb von der Leyen am Dienstag auf Twitter. Zuvor hatte die Arzneimittelbehörde EMA die Beschleunigung des Zulassungsverfahrens für das Vakzin von Biontech-Pfizer angekündigt.

„Jeder Tag zählt – wir arbeiten in vollem Tempo, um sichere und wirksame Covid-19-Impfstoffe zuzulassen“, erklärte von der Leyen. Sie begrüße die Entscheidung der EMA, die entscheidenden Beratungen des Zulassungsgremiums auf vor Weihnachten vorzuziehen. „Wahrscheinlich, dass die ersten Europäer vor Ende 2020 geimpft werden.“

Corona-Kommission: Schweden konnte die Älteren nicht schützen

16.25 Uhr: Schweden hat es nicht geschafft die älteren Mitbürger vor dem Coronavirus zu schützen. Das ist das Urteil der von Schweden eingesetzten Corona-Kommission. Deren veröffentlichter Bericht nennt gleiche mehrere Faktoren als Begründung. Dazu gehören unter anderem länger bekannte strukturelle Probleme sowie der Mangel an geeigneter Schutzausrüstung und die späte Einführung umfassender Tests. Dies hätte dazu beigetragen, dass die Altenpflege schlecht vorbereitet und schlecht ausgerüstet zur Handhabe einer Pandemie gewesen sei.

„Die Strategie zum Schutz der Älteren ist gescheitert“, urteilte die Kommission. Die Angestellten in der Altenpflege seien in der Krisensituation großteils alleine gelassen worden. Die Verantwortung für die Versäumnisse liegt der Kommission zufolge letztlich bei der amtierenden Regierung und den Vorgängerregierungen.

Brinkhaus rechnet mit ersten Impfungen vor Weihnachten

16.09 Uhr: Unionschef Ralph Brinkhaus (CDU) rechnet nach einer Entscheidung über die Zulassung eines Corona-Impfstoffes mit dem Beginn der Schutzimpfungen noch vor Weihnachten. „Wenn der Impfstoff da ist und die Impfzentren auch entsprechend vorbereitet sind, gehe ich davon aus, dass in der lokalen Verantwortung auch angefangen wird zu impfen“, sagte Brinkhaus in Berlin vor einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion. „Zuwarten nach der Zulassung sollte man nicht mehr.“

Neue Variante des Coronavirus in Großbritannien aufgetaucht

15.50 Uhr: In Großbritannien ist eine neue Version des Coronavirus Sars-CoV-2 entdeckt worden. Das haben britische Behörden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt. Studien dazu liefen, wie eine Sprecherin der WHO in Genf sagte.

„Bislang wissen wir sehr wenig über diese Variante“, sagte der Physiker Richard Neher, der am Biozentrum der Universität Basel die Evolution von Viren und Bakterien erforscht, der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Virusvariante hat innerhalb kurzer Zeit mehr als 1000 Menschen im Südosten Englands infiziert. Daher prüfen die britschen Behörden gerade, ob die neue Variante noch ansteckender ist als die bekannten Varianten des Coronavirus.

„Ob sich die Variante tatsächlich schneller ausbreitet, kann man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen“, meinte Neher. „Das plötzliche Auftreten könnte auch durch Superspreader-Anlässe zu erklären sein.“ Unklar sei zudem, ob eine der Mutationen mit einer reduzierten Erkennung durch das Immunsystem einhergehe. Die britischen Behörden erforschten auch dies zur Zeit, so die WHO.

Söder: Einreisende Nicht-EU-Bürger brauchen negativen Corona-Test

14.46 Uhr: Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die vorgezogene Beratung über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer bestätigt. Das Treffen sei vom 29. auf den 21. Dezember vorgezogen worden, teilte die EMA am Dienstag mit. Dann solle, wenn möglich, auch schon eine Entscheidung getroffen werden.

14.15 Uhr: Für die Einreise nach Bayern müssen den Worten von Ministerpräsident Markus Söder zufolge alle Nicht-EU-Bürger einen negativen Corona-Test vorlegen. „Jetzt ist die Zeit für klare Regelungen und nicht für Ausnahmen“, sagte der CSU-Chef am Dienstag in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag zur Corona-Krise. EU-Bürger müssten nach ihrer Einreise in Quarantäne und könnten sich frühestens nach fünf Tagen frei testen lassen. Verstöße gegen die Quarantänepflicht würden hart bestraft - der Bußgeldkatalog sieht dafür eine Zahlung von 5000 Euro vor.

Corona-Ausbruch in Berliner Pflegeheim mit 23 Toten

13.32 Uhr: In einem Pflegeheim in Berlin ist es laut einem Bericht des „Tagesspiegel“ zu einem Corona-Massenausbruch mit 23 Toten und mehr als 150 Infizierten gekommen. Das habe die Gesundheitsverwaltung der Zeitung bestätigt. Demnach handelt es sich um den bisher größten Ausbruch in einem Berliner Pflegeheim. Bei den Toten soll es sich um 22 Bewohner und einen Mitarbeiter handeln.

Die Behörden hätten den Ausbruch bereits im November festgestellt. Die Quarantäne der Betroffenen sei am Freitag abgelaufen. Neue Testergebnisse würden bisher nicht vorliegen.

Zentrales Impfstoff-Lager der Bundeswehr betriebsbereit

13.00 Uhr: Das zentrale Lager der Bundeswehr für die Verteilung von Corona-Impfstoffen ist betriebsbereit. Das gab Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und damit Nationaler Territorialer Befehlshaber, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten bekannt.

Die Bundeswehr halte für die Unterstützung der Impfkampagne der Bundesregierung weitere 26 stationäre Impfzentren mit eigenen Ärzten und Sanitätern bereit, sagte Schelleis. Das entspräche einer täglichen Kapazität von 18.000 Impfungen. Außerdem könnten noch 13 mobile Impfteams eingesetzt werden.

Lockdown sorgt für harten Umsatzeinbruch im Weihnachtsgeschäft

12.45 Uhr: Der harte Lockdown mitten im Dezember verdirbt dem Einzelhandel das Weihnachtsgeschäft. Nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden dem Handel wegen der Ladenschließungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als sechs Milliarden Euro in den Kassen fehlen. „Die sonst so umsatzstarke Phase zum Jahresende wird für viele Händler zum Fiasko“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag in Berlin.

EU plant Zulassung von Biontech-Impfstoff im Dezember

11.53 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will den Corona-Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer früher als bisher bekannt im Dezember zulassen. „Die Europäische Arzneimittelagentur hat offenbar den Termin für ihre endgültige Sitzung zur Zulassung vom 29. auf den 22. vorgezogen“, sagte der CDU-Gesundheitsexperte Peter Liese. Damit erfolge die formale Zulassung durch die Europäische Kommission statt innerhalb der üblichen 67 Tage in wenigen Stunden. „Somit beschleunigen wir das Verfahren noch mal, und ich bin überzeugt, dass dies auch ohne Abstriche bei der Sicherheit geht. Ich bin auch überzeugt, dass das Verfahren bei der EMA besser und sorgfältiger ist“, sagte Liese.

Auch Bundesgesundheitsminister Spahn sagte am Dienstag, dass er in Bezug auf eine Impfstoff-Zulassung am 23. Dezember zuversichtlich gestimmt sei.

Spahn kündigt Impfbeginn noch in diesem Jahr an

11.51 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bekannt gegeben, dass die Impfungen in Deutschland noch vor dem Jahreswechsel beginnen sollen. „Die Rückmeldung aus den Bundesländern stimmt mich zuversichtlich, dass das klappt“, sagte Spahn in einer Pressekonferenz mit RKI-Präsident Lothar Wieler. Laut der Vereinbarung mit den Bundesländern sollen die Impfzentren ab heute einsatzbereit sein, sagte Spahn. Das werde auch klappen.

Spahn betonte, dass die bevorstehende Zulassung des Impfstoffes von Biontech durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) keine Notfall-, sondern eine ordentliche Zulassung sei. Das erhalte und schaffe Vertrauen. „Wir wollen eine gründliche und ordentliche Prüfung der Zulassung“, sagte Spahn. Gleichwohl solle sie so zügig wie möglich noch vor Weihnachten erreicht werden.

Trend zu mehr Haustieren in der Pandemie

10.43 Uhr: Die Futtermittelkette Fressnapf verzeichnet in der Corona-Krise eine deutlich stärkere Nachfrage nach Tierfutter und -spielzeug. Es gebe „ganz klar einen Trend zu mehr Haustieren“, sagte Unternehmenseigentümer Torsten Toeller der „Augsburger Allgemeinen“.

„Es gibt auch viele Menschen, die sich jetzt zum ersten Mal ein Tier holen“, so Toeller. Für das Unternehmen bedeutet der Boom ein stärkeres Wachstum als erwartet: „Wir wachsen dieses Jahr deutlich über zehn Prozent, während wir 7,5 Prozent geplant hatten“, so der Eigentümer.

Nach Lockdown – Giffey will Schulen und Kitas zuerst öffnen

10.22 Uhr: Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will Schulen und Kitas nach dem bevorstehenden Lockdown zuerst öffnen. Wenn sich nach dem 10. Januar das Infektionsgeschehen hoffentlich wieder verbessere, werde sie sich dafür einsetzen, „dass wir ganz klar Schule und Kitas nach vorne stellen, dass es die ersten sind, die auch wieder vollständig ihr Angebot machen“, sagte die Ministerin im ZDF-„Morgenmagazin“

Zu dem Vorwurf des fehlenden Fortschritts im Bereich Schule sagte die Politikerin, es habe „an vielen Stellen eine Weiterentwicklung“ gegeben. „Es hängt sehr daran, wie die einzelnen Schulen das machen, wie die Priorität in den Ländern ist“, sagte sie. „Aber wir sind ein Stück weiter als im Frühling“, betonte Giffey.

Jet-Ski-Fahrer nach Missachtung der Corona-Regeln in Haft

10.06 Uhr: Für seine abenteuerliche Anreise mit einem Jet-Ski auf die britische Isle of Man muss ein Mann nun eine mehrwöchige Haftstrafe absitzen. Der 28-Jährige sei wegen Missachtung der Corona-Regeln für vier Wochen inhaftiert worden, berichtete die BBC.

Der Mann war am Wochenende von Schottland aus mit dem Wasser-Scooter auf die Insel gekommen, um seine Freundin zu besuchen. Für seine rund 40 Kilometer lange Fahrt hatte er rund viereinhalb Stunden gebraucht. Unter den aktuellen Corona-Regeln sind Einreisen auf die Insel allerdings nur in Ausnahmefällen erlaubt – dieser Besuch zählte nicht dazu.

Drogeriekette Müller ruft Corona-Schutzmaske zurück

8.46 Uhr: Das Unternehmen Müller hat die 7-Monatsschutzmaske „Viral Protect“ des Herstellers Media Chain Products zurückgerufen. Abgesehen vom unangenehmen Geruch des Artikels wurde bei einer chemischen Analyse in einzelnen Proben Anilin im Einfassband nachgewiesen. Anilin ist ein potenziell krebserregender Stoff.

US-Verteidigungsminister gegen Corona geimpft

8.04 Uhr: Der kommissarische US-Verteidigungsminister Christopher Miller hat als einer der ersten Bürger des Landes den Corona-Impfstoff gespritzt bekommen. Vor laufenden Kameras wurde Miller am Montag im Walter-Reed-Militärkrankenhaus nahe Washington mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer geimpft.

„Das ist alles? Ach, wirklich? Das hat überhaupt nicht wehgetan“, sagte der 55-Jährige, nachdem er die Spritze verpasst bekommen hatte. Das Pentagon hatte vergangene Woche angekündigt, dass Miller und Spitzenmilitärs zu einem frühen Zeitpunkt freiwillig und öffentlich gegen das neuartige Coronavirus geimpft werden sollten, um den Bürgern die Wirksamkeit und Sicherheit des Vakzins zu vermitteln.

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Niederlande verhängen härtesten Lockdown seit Beginn der Pandemie

7.20 Uhr:Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen haben die Niederlande den bisher härtesten Lockdown für ihr Land verhängt. Die strengen Maßnahmen traten Mitternacht in Kraft und sollen bis zum 19. Januar dauern, kündigte Premier Mark Rutte am Montagabend in einer TV-Ansprache an. „Die Niederlande werden für fünf Wochen abgeriegelt.“ Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie müssen auch Geschäfte – außer für den täglichen Bedarf - schließen.

Das Land reagiert damit auch auf den harten Shutdown im Nachbarland Deutschland. Viele Kommunen fürchteten, dass Deutsche nach den strengen Maßnahmen in ihrem Land ab Mittwoch zu Weihnachtseinkäufen über die Grenze fahren könnten. Ab Montagnacht müssen auch Kinos, Theater und Museen schließen sowie Friseure, Fitnessstudios und Schwimmbäder. Bürger dürfen sich pro Tag nur noch mit zwei anderen Personen treffen. Zu Weihnachten dürfen es drei Gäste sein. Ab Mittwoch werden auch die Schulen und Kitas geschlossen. Von Auslandsreisen wird bis Mitte März dringend abgeraten.

Zuletzt waren rund 8500 Fälle in 24 Stunden gemeldet worden. In Deutschland mit etwa fünfmal so viel Einwohnern wurden am Montag rund 16.000 Neuinfektionen registriert.

Spahn: Ende des Sommers könnten 60 Prozent der Bürger gegen Corona geimpft sein

5.50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass bis Ende Sommer 2021 rund 60 Prozent der Bürger in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft sein könnten. Stand heute könne im Sommer mit einer solch großen Zahl an Impfdosen gerechnet werden, dass dann weite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten, sagte der CDU-Politiker am Montagabend im ZDF-„heute-journal“ auf die Frage, wann 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sein könnten.

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Laut Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Pandemie nötig.

Spahn sagte weiter: „Unser Ziel ist, dass es noch vor Weihnachten eine Zulassung gibt und dass wir dann auch noch in diesem Jahr beginnen können zu impfen, auch hier in Deutschland.“ Entscheiden müsse am Ende die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema). Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten bei der Ema die Zulassung des Corona-Impfstoffs beantragt. Spätestens am 29. Dezember soll das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen.

Sharon Osbourne mit Coronavirus infiziert

5.45 Uhr: Die britische Talkshow-Moderatorin Sharon Osbourne, Managerin und Ehefrau von Kultrocker Ozzy Osbourne (72), ist mit dem Coronavirus infiziert. Das gab die 68-Jährige am Montag auf Twitter bekannt. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt erhole sie sich nun getrennt von ihrem Ehemann, bei dem der Test negativ ausgefallen sei.

Die Britin tritt in der US-Sendung „The Talk“ auf, bei der jeden Werktag mehrere Moderatorinnen über aktuelle Themen diskutieren. Erst kürzlich hatte die US-Komikerin Ellen DeGeneres, Moderatorin der beliebten „The Ellen DeGeneres Show“, ihre Corona-Infektion bekanntgegeben.

Montag, 14. Dezember: Corona-Zahlen in Tübingen – Rückschlag für Vorzeige-Stadt

Sonntag, 13. Dezember: Harter Lockdown für Deutschland beschlossen

  • Wegen des Corona-Lockdowns müssen viele Läden schließen. Der Bund will mit Finanzspritzen helfen. Trotzdem droht eine Pleitewelle. Lesen Sie dazu: Corona-Lockdown – Handel befürchtet Verlust von 250.000 Jobs
  • Mit einem riesigen logistischen Aufwand sind am Sonntag in den USA die ersten Chargen des Corona-Impfstoffs des Pharmaunternehmens Pfizer und seines deutschen Partners Biontech ausgeliefert worden.
  • Nach der Verkündung des harten Lockdowns wegen der Corona-Pandemie haben in Düsseldorf Gegner der Maßnahmen demonstriert. In einem Auto-Korso fuhren sie durch die Stadt.
  • Das Verkaufsverbot von Feuerwerk zu Silvester wegen des harten Lockdowns stürzt die Hersteller von Böllern und Raketen nach eigenen Angaben in eine schwere Krise. Lesen Sie dazu: Silvester – Verkauf von Feuerwerk im Lockdown verboten
  • Verschärfter Lockdown noch vor Weihnachten: Was genau bedeutet das für die Feier? Lesen Sie hier, welche Corona-Regeln im Lockdown an Weihnachten gelten.
  • Die Grünen und die SPD haben den weit reichenden Lockdown-Beschluss von Bund und Ländern begrüßt. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat nach dem Lockdown-Beschluss von Bund und Ländern ein langfristiges Konzept zur Bewältigung der Corona-Pandemie angemahnt.
  • Ab dem kommenden Mittwoch wird in Deutschland das Leben heruntergefahren. Lesen Sie hier: Lockdown ab 16.12. – Diese Geschäfte müssen wegen Corona schließen.
  • Deutschland geht in einen strengen Lockdown – der Vorsprung in der Pandemiebekämpfung ist dahin. Jetzt rächen sich die Corona-Fehler, kommentiert Jörg Quoos.
  • Der Bund will nach den Worten von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit erweiterten Corona-Finanzhilfen Firmen und Jobs schützen. Die zusätzlichen Hilfen hätten einen Umfang von rund 11 Milliarden Euro pro Monat.
  • Markus Söder (CSU) hält eine Verlängerung des am Mittwoch beginnenden harten Lockdowns auch über den 10. Januar hinaus für möglich.
  • Angela Merkel teilte die Beschlüsse des heutigen Corona-Gipfels auf einer Pressekonferenz mit. Bis zum 10. Januar sollen die neuen Corona-Maßnahmen inklusive hartem Lockdown gelten.
  • In Deutschland sind innerhalb eines Tages 20.200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden.

Samstag, 12. Dezember: Forderungen nach hartem Lockdown werden immer lauter

  • Nicht nur die SPD-regierten Länder, auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten von CDU und CSU wollen wegen dramatisch steigender Infektionszahlen nicht länger mit einem Lockdown warten. Aus Verhandlungskreisen heißt es, Merkel plädiere derzeit für einen Lockdown ab dem 15. Dezember.
  • Lockdown hart, Lockdown light: Die Corona-Politik hinkt der Logik hinterher. Und dann ist da noch die große Angst vor dem W-Wort. Lesen Sie hier unsere Kolumne: Wo Corona endet? Bei Glühwein – und dem lieben Gott
  • Die Briten impfen schon, die Amerikaner folgen. Und die Europäer? Die Experten der Arzneimittel-Agentur EMA wehren sich gegen Kritik. Lesen Sie dazu: Warum die Zulassung des Corona-Impfstoffs so lange dauert
  • Die Corona-Impfkampagne in den USA kann beginnen: Die ersten Lieferungen des Impfstoffs von Pfizer und Biontech sollen laut US-Regierung am Montagmorgen in den Bundesstaaten eintreffen.
  • Viele Ministerpräsidenten mahnen derzeit striktere Corona-Regeln an. Es lohnt ein Blick nach Ostasien, kommentiert Michael Backfisch. Lesen Sie hier: Corona – Disziplin und Geduld; Es lohnt ein Blick nach Asien
  • Wegen sinkenden Corona-Zahlen dürfen in vielen Regionen Italiens die Restaurants und Bars ab Sonntag wieder öffnen.
  • Die Linke plant ihren Bundesparteitag am 26. und 27. Februar in „hybrider“ Form. Der erste Tag soll online, der zweite Tag dezentral an 16 verschiedenen Orten in Präsenzform stattfinden, wie der Parteivorstand mitteilte.
  • Peru hat vorsorglich die klinischen Tests eines Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinopharm ausgesetzt, nachdem bei einem Probanden neurologische Probleme festgestellt wurden.
  • Die Corona-Zahlen in Sachsen nehmen weiter deutlich zu. Am Samstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für den Freistaat 342,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das ist nach wie vor der höchste Wert aller Bundesländer – mit deutlichem Abstand.
  • In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr 28.438 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden.

Freitag, 11. Dezember: Kretschmer fordert „klare, autoritäre Maßnahmen“

Donnerstag, 10. Dezember: Bund und Länder wollen laut Berichten am Sonntag erneut beraten

Mittwoch, 9. Dezember: Im Herbst 2021 gibt es laut Spahn genug Impfstoff für gesamte Bevölkerung

• Ältere Nachrichten zur Entwicklung der Corona-Pandemie lesen Sie hier in unserem alten Newsblog

(fmg/dpa/afp)