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Rente: Bezüge steigen – ab wann Sie mehr Geld bekommen

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Renteneintrittsalter: Wann man in Rente gehen kann

Renteneintrittsalter: Wann man in Rente gehen kann

Das Renteneintrittsalter regelt, wann man aufhören kann zu arbeiten. Welche Geburtsjahrgänge wirklich ohne Abzüge in die Rente gehen können, erklärt das Video.

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Berlin  Die Rente steigt ab dem 1. Juli stark an. Doch die höheren Beträge werden nicht an alle Rentnerinnen und Rentner zeitgleich ausgezahlt.

Ab dem 1. Juli dürfen sich die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland über deutlich höhere Rentenbezüge freuen. Die Renten steigen im Westen um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent – die Rentenanpassung ist damit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Nachdem der Bundestag bereits ein entsprechendes Gesetz beschlossen hatte, hat nun auch der Bundesrat der Erhöhung zugestimmt.

Der Grund für den starken Anstieg der Rentenbezüge ist die zurückliegende gute Konjunktur, die sich nach dem Corona-Einbruch 2020 wieder deutlich erholt hatte. Doch tatsächlich erhalten nicht alle Rentnerinnen und Rentner zur gleichen Zeit mehr Geld – denn die angepassten Renten werden zu unterschiedlichen Zeiten überwiesen.

Angepasste Rente wird zu unterschiedlichen Zeiten ausgezahlt

Wer die höheren Rentenbeträge wann erhält, hängt nämlich von dem Zeitpunkt des Rentenbeginns ab. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Wer bis März 2004 in die Rente eingetreten ist, kann sich schon Ende Juni über mehr Geld auf dem Konto freuen. Wer hingegen erst im April 2004 oder später berentet wurde, erhält den höheren Rentenbetrag erst Ende Juli.

Die Begründung dafür ist allerdings relativ simpel: Wer vor 2004 in Renten gegangen ist, erhält die Rente als Vorauszahlung noch am Ende des Vormonats. Alle anderen Rentnerinnen und Rentner bekommen ihre Bezüge erst am Ende des laufenden Monats. Die Zahlung erfolgt automatisch.

Wer sich unsicher ist, ab wann er den höheren Betrag erhält, kann das in der Rentenanpassungsmitteilung nachlesen. Dort findet Ruheständler auch den exakten Betrag, um den die Rente angehoben wird. Die Rentenanpassungsmitteilungen werden ab dem 10. Juni versendet.

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Rente in Deutschland - Fakten und Geschichte

  • System: Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem Äquvivalenz- und dem Solidarprinzip.
  • Renten-Arten: Es gibt noch die Grund-, die Erwerbsminderungs- und die Hinterbliebenenrente.
  • Ausnahmen: Eine große Mehrheit der Selbstständigen und Freiberufler sind von der Versicherungspflicht befreit.
  • Finanzierung: Die gesetzliche Rente in Deutschland ist grundsätzlich umlagenfinanziert.
  • Probleme: Die Probleme der Unterfinanzierung ergeben sich hauptsächlich aus der zunehmend älter werdenden Bevölkerung in Deutschland.
  • Drei Säulen: Die Altersvorsorge in Deutschland fußt auf drei Säulen. Dazu gehören die gesetzliche, betriebliche und die private Altersvorsorge.
  • Ursprung: Sie wurde am 22. Juli 1889 unter Reichskanzler Otto von Bismarck offiziell eingeführt.

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(csr/dpa)

Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen.