Saalfeld. Vor allem Betrügereien nehmen zu - Gleichwohl relativ niedrige Fallzahlen in Relation zur Bevölkerung

In den drei Landkreisen, für die die Landespolizeiinspektion (LPI) Saalfeld zuständig ist, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 14.647 Straftaten registriert, was einem Anstieg von 1.959 Straftaten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Somit liegt der Anstieg mit 15,4 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt von 10,7 Prozent. Dies geht aus der jetzt veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik der LPI hervor.

Dennoch seien für die LPI Saalfeld im thüringenweiten Vergleich erneut die niedrigsten Fallzahlen (= Anzahl der polizeilich bearbeiteten Straftaten, unabhängig von strafrechtlicher Verantwortlichkeit) erfasst worden, heißt es in einer Mitteilung. „Aufgrund dessen, dass das Straftatenaufkommen im hiesigen Schutzbereich vergleichsweise gering ist, fällt ein Anstieg von knapp 2.000 Fällen wesentlich mehr ins Gewicht.“

Anstieg in fast allen Deliktsbereichen

Die LPI Saalfeld liegt jedoch bei der Häufigkeitszahl, also der Zahl der bekannt gewordenen Fälle je 100.000 Einwohner von 6.165 deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt von 7.074 und zählt damit weiterhin zu einer der sichersten Regionen im Freistaat.

Entsprechend dem landesweiten Trend ist ein Anstieg der Straftaten in fast allen Deliktsbereichen festzustellen. Eine deutliche Erhöhung ist insbesondere bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (+ 31,5 Prozent), den Diebstahlsdelikten (+ 28,6 Prozent) und den Rohheitsdelikten (+ 17,3 Prozent) zu erkennen.

Aufklärungsquote liegt bei rund 60 Prozent

Die Zunahme bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten ist laut LPI vor allem auf die Entwicklung bei Betrugsdelikten zurückzuführen, insbesondere unter Nutzung des Internets. Beim Telefontrickbetrug, auch als „Enkeltrickbetrug“ bekannt, weist die LPI Saalfeld im landesweiten Vergleich die niedrigsten Fallzahlen auf.

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Im Jahr 2023 waren 15,8 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen nichtdeutscher Herkunft. Dies liegt deutlich unter dem Thüringer Durchschnitt von 27,3 Prozent. „Bei deutlich gestiegenen Fallzahlen ist die Aufklärungsquote mit knapp 60 Prozent nahezu gleichbleibend“, betont Lutz Schnelle, Behördenleiter der LPI Saalfeld.

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