Saalfeld/Rudolstadt. Für eine Untersuchung des Deutschen Heilstollenverband und der Universität Gießen werden noch Patienten aus dem Raum Saalfeld gesucht.

Rückzugsort im Grünen für Königseer Schüler

Schaufeln, Schubkarren, Beton, Holz und ganz viel Engagement, das waren die Zutaten, die es brauchte, um das Projekt Terrassenbau um den Baucontainer im Schulgarten des Dr. Max Näder Gymnasiums in Königsee umzusetzen.

„Die Terrasse soll ein Rückzugsort im Grünen für unsere Schüler und Schülerinnen darstellen. Acht Schüler aus den Klassenstufen 6 und 10 arbeiteten hier zwei Tage unermüdlich daran, diesen Rückzugsort Realität werden zu lassen“, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Das Gelände musste angepasst werden, also hieß es Spitzhacke und Schaufel in die Hand und graben.

Als die Fläche vorbereitet war, mussten noch 40 Löcher für die Punktfundamente in den steinigen Boden gegraben werden. Anschließend wurden die Punktfundamente mit den zugeschnittenen KG-Rohren mit Beton gefüllt und die Konterlattung nach unserem neuen Plan ausgerichtet. Einen Tag später war der Beton bereits so weit ausgehärtet, dass man die Terrassendielen aufschrauben konnte. Mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings fanden sich auch schon die ersten Klassen im grünen Klassenzimmer und der Terrasse ein und genossen die entspannte Lernatmosphäre.

Schüler aus dem Landkreissüden in Erfurt

Grundschülern aus Schmiedefeld und Gräfenthal stellte der Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck (CDU) jetzt seinen Arbeitsplatz in Erfurt vor. Auf den Plätzen der Abgeordneten, im großen Plenarsaal, gab es viele Themen zu besprechen. Im Laufe des Besuchs zeigten die Grundschüler, dass Politik auch für die Jüngsten interessant sein kann. Nach Informationen über den Freistaat Thüringen und das Landesparlament wurde für die Schüler der Parlamentsbetrieb im Rollenspiel erlebbar.

Grundschüler aus Schmiedefeld und Gräfenthal mit dem Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck im Plenarsaal des Thüringer Landtags.
Grundschüler aus Schmiedefeld und Gräfenthal mit dem Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck im Plenarsaal des Thüringer Landtags. © CDU | cdu

„Seit vielen Jahren begrüße ich Schulklassen aus unserem Landkreis im Landtag und freue mich über das große Interesse. Es ist immer wieder schön, wie engagiert die Kinder Fragen stellen und sich einbringen. Insbesondere die kleinen Rollenspiele auf den Plätzen der Abgeordneten verdeutlichen den jungen Besuchern sehr gut, wie Diskussionen und Abstimmung in einem Parlament ablaufen“, wird Maik Kowalleck in einer Mitteilung der CDU zitiert.

Wissenschaftliche Studie in den Feengrotten

Die Saalfelder Feengrotten nehmen an einer deutschlandweiten Studie teil. Bei chronischen Erkrankungen der Atemwege wie COPD, Asthma und Long-Covid wurden beachtliche Erfolge durch den Aufenthalt im Heilstollen erzielt. Bei vielen Teilnehmern der Heilstollentherapie kommt es zu einer Entlastung der Atmung, sie atmen freier und ruhiger. Der Grund liegt in der feuchten und kalten Luft im Berg.

Blick in das Emanatorium der Feengrotten. Der Heilstollen bietet die klimatischen Voraussetzungen für eine lindernde und heilende Therapie von chronischen Atemwegserkrankungen.
Blick in das Emanatorium der Feengrotten. Der Heilstollen bietet die klimatischen Voraussetzungen für eine lindernde und heilende Therapie von chronischen Atemwegserkrankungen. © Feengrotten | Matthias Frank Schmidt

Um diese Erfahrungen auch wissenschaftlich zu bestätigen, führt der Deutsche Heilstollenverband gemeinsam mit der Universität Gießen ab Ende April eine deutschlandweite Untersuchung durch. Patienten mit Asthma, COPD oder Long-Covid können noch an der Studie mitmachen. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Die dreiwöchige Therapie im Heilstollen wird begleitet von vier Untersuchungen im Quellenhaus der Saalfelder Feengrotten. Die erste Untersuchung findet am 22.5.2024 statt. Anmelden können sich Betroffene bis zum 15.5. per E-Mail (studie@deutscher-heilstollenverband.de).

Grenz- und Heimatmuseum in Gräfenthal beendet seinen Winterschlaf

Das Grenz- & Heimatmuseum in Gräfenthal ist seit vergangenen Wochenende täglich geöffnet
Das Grenz- & Heimatmuseum in Gräfenthal ist seit vergangenen Wochenende täglich geöffnet © Funkemedien | Henry Bechtoldt

Seit vergangenen Sonnabend ist das sich in einem vor über 130 Jahren erbauten Kindergarten befindende Museum wieder geöffnet. Neben einem historischen Klassenzimmer und Wohnräumen vom Beginn des 20. Jahrhunderts, wird hier vor allem die Entwicklung des Grenzgebietes im Raum Gräfenthal, mit besonderem Augenmerk auf das sogenannte Sperrgebiet, dargestellt. Gemeinsam mit dem Buchautor Roman Grafe, dem Kreisheimatpfleger aus Lauenstein/Ofr. Siegfried Scheidig und Martin Weber hatte der Gräfenthaler Heimat- und Geschichtsverein es vor über 20 Jahren konzipiert und dann weiterentwickelt. Aktuell entstand eine Dokumentation zu den Grenzöffnungen von 1989 zwischen Probstzella und Spechtsbrunn. Das Museum ist täglich außer an Feiertagen von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten können gern Termine (Telefon: 036703/ 81579) vereinbart werden.

Pappenheimer zu Gast an der Pappenheimer Schule in Gräfenthal

Sandra Götze und Heiko Walter (Vorstände vom Schulförderverein) links sowie Peter und Renate Prusakow aus Pappenheim vor dem Schuleingang
Sandra Götze und Heiko Walter (Vorstände vom Schulförderverein) links sowie Peter und Renate Prusakow aus Pappenheim vor dem Schuleingang © Funkemedien | Henry Bechtoldt

Vor 16 Jahren erhielt die Gräfenthaler Regelschule den Namen Christoph Ullrich von Pappenheim. 2024 jährt sich zum 425. Mal sein Todestag. Vom Schulförderverein und dem Heimat- und Geschichtsverein wurde die Idee geboren, im Rahmen der Übergabe der Audioguides mit einem Vortrag über die Reichserbmarschälle von Pappenheim, dem Namensgeber der Schule, zu gedenken.

Seit über 20 Jahren Freundschaft zu den Gräfenthaler Pappenheimern

Unter den zahlreichen interessierten Gästen fanden sich auch die extra aus Pappenheim angereisten Peter und Renate Prusakow, die voller Neugier den Vortrag über die Gräfenthaler Pappenheimer verfolgten. Für Peter Prusakow, selbst Herausgeber des „Pappenheimer Skribent“ und seine Frau Renate, die die Chefin des dortigen Heimat- und Geschichtsvereins ist, gab es das ein oder andere Neue zu erfahren.

Idee der Audioguides kam gut bei den Gästen aus Franken an

Überrascht wurden die beiden Pappenheimer am Samstag von der Art der Präsentation der Audioguides, die von Silvio Müller vom SRB-Radio moderiert wurde. Er selbst hatte schon bei der Umsetzung des Projektes mitgeholfen und beschreibt nun die Herangehensweise zur Gestaltung der Szenen, die teilweise einem kurzen Hörspiel gleichen. Silvio Müller freut sich dabei: „Schön, wie sich Kinder verwirklichen können“.

Zeitzeugin traurig über die Entwicklung von ihrem Gräfenthal

Die Schulleiterin Andrea Pabst denkt, dass man mit den Audioguides in die Geschichte eintauchen kann. Dabei findet sie, „es gibt noch jede Menge zu entdecken in dieser Stadt“ und möchte, dass das Projekt weitergeführt wird. Die als Zeitzeugin geladene Hanna-Lore Zander, die nochmal ihr Kindheitserlebnis – das Eisenbahnunglück schildert – drückt im Nachgang ihre Enttäuschung über die Entwicklung der Stadt aus und vor allem, wie diese sich jetzt darstellt.

Schöne Eindrücke und viele Ideen werden mit nach Pappenheim genommen

Als Abschluss wurde dann die Tafel zur Schule vor den zahlreichen Gästen enthüllt. Die beiden Pappenheimer nahmen schließlich viele Eindrücke und auch Ideen mit auf ihren Heimweg. HB

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