Um Mitternacht war Bewerbungsschluss für den dritten Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei, den die Geraer Bank seit 2008 alle zwei Jahre unter jungen Absolventen deutscher Kunsthochschulen ausschreibt.

Gera. Um Mitternacht war Bewerbungsschluss für den dritten Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei, den die Geraer Bank seit 2008 alle zwei Jahre unter jungen Absolventen deutscher Kunsthochschulen ausschreibt. Damit will das Bankhaus das Lebenswerk des Geraer Künstlers Eberhard Dietzsch (1938-2006) auf besondere Weise würdigen. "Über die ungebrochene Resonanz und die enorme Vielfalt bin ich schon jetzt erfreut", sagte gestern Bankvorstand Hendrik Ziegenbein. Bis 13 Uhr hatten 111 Künstler 230 Arbeiten erstmals via Internet angemeldet. Unter ihnen waren auch zwölf Künstler aus der Geraer Partnerstadt Timisoara in Rumänien und Kreative, die schon einmal nominiert waren. Laut Ziegenbein sind Absolventen aller renommierten deutschen Kunsthochschulen vertreten. An den Juroren liegt es nun "seine Auffassung von der Kunst bei der Bewertung zu vertreten", wie es der Geraer Juryvorsitzende Prof. Rolf F. Müller formulierte, "Eberhard war einerseits sehr tolerant und breit, aber doch an das Gegenständliche gebunden", erklärte er. "Es ist in seinem Sinne, dass der Kunstpreis so eine Kontinuität annimmt", meinte der Weidaer Horst Sakulowski und Alexandra Müller-Jontschewa aus Hohenölsen weiß, dass die Juroren "die Qualität auspendeln müssen und nicht von vornherein in eine Richtung gehen dürfen". Ziel ist es, im Januar zunächst 50 Arbeiten auszuwählen. Liegen sie als Original vor, wird daraus der Preisträger gewählt, dem am 22. März 2012 mit der Ausstellungseröffnung der mit 5000 Euro dotierte Kunstpreis verliehen wird. "Ich habe schon oft gesagt, dass dieser Kunstpreis für meinen Mann eine große Ehre ist. Ich finde es ist ganz in seinem Sinne. Er hat immer schon viel junges Blut hierher geholt", sagte gestern Witwe Heike Dietzsch, die zu allen Terminen um den Preis eingeladen wird.