In Eisenberg Vorweihnachtliches in der Galerie am Steinweg

Eisenberg  In seiner neuen Ausstellung präsentiert der Kunstverein Eisenberg Gemälde und Keramiken von Ekaterina Peitz aus Schleiz sowie kunsthandwerkliche Holzgestaltung von Peter Müller aus Eisenberg.

Ekaterina Peitz aus Schleiz zeigt Malerei und Keramiken in der Kunstgalerie in Eisenberg. Foto:

Ekaterina Peitz aus Schleiz zeigt Malerei und Keramiken in der Kunstgalerie in Eisenberg. Foto:

Foto: zgt

„Der Advent ist eine gute Zeit für eine neue Ausstellung.“ Das sagte die Vorsitzende des Kunstvereins Eisenberg Adelheid Bäger auf der Vernissage zur neuen Schau. Und die passt ideal in die vorweihnachtliche Zeit als Gelegenheit zum Anschauen oder auch die Möglichkeit, dieses oder jenes kunstvolle Objekt als Geschenk für das Fest zu erwerben.

Darauf hat sich jedenfalls die Künstlerin Ekaterina Peitz eingelassen. Sie ist seit zehn Jahren in Schleiz zu Hause mit Mann, Werkstatt und Kunstkursen, stammt aber aus Russland, wo sie in St. Petersburg studierte. Keramikerin habe sie schon als junges Mädchen werden wollen und sich schließlich ihren Wunsch auch verwirklicht.

Ihre „Liebe zu Form plus Farbe“ ist ihren Arbeiten anzusehen. Eines ihrer Markenzeichen sind großflächige Bilder mit eingearbeiteten Keramiken – Gesichter, Tiere. Da sie Kunst als Lebensstil sieht, von dem sie aber auch leben will, hat Ekaterina Peitz auch eine ganze Reihe schmückender und Gebrauchskeramiken in die Ausstellung nach Eisenberg mitgebracht. Schlösser und Bauten mit Spitz- und Zwiebeltürmen, die an Kulissen für den „Zauberer der Smaragdenstadt“ erinnern oder auch mehrteilige Sets mit Schalen, Vasen und Tellern beispielsweise. Künftig soll mehr von der Schleizerin mit russischen Wurzeln in der Kreisstadt zu sehen sein. An der „Kunst im Bogengarten“ im nächsten Jahr will sie sich auch beteiligen

Der Holzgestalter Peter Müller betreibt sein Kunsthandwerk nebenberuflich. „Ich muss nicht davon leben“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Vorgeprägt sei sein Hobby von seinem Vater, sagt Müller, der eigentlich aus Sachsen stammt und in der Woche in Eisenberg arbeitet und wohnt. Der Vater hat geschnitzt, Müller hat sich vor allem aufs Drechseln verlegt. „Vorerzgebirgisches Kunsthandwerk“ nennt er denn auch das, was er in der Galerie im Steinweg vorstellt. Davon ist längst nicht alles käuflich. „Aber ich kann es auf Wunsch nacharbeiten – aber nicht mehr in diesem Jahr“, sagte Müller mit dem Ruhestand in einem Jahr schon vor Augen. Eine runde Dame aus farbigen Holzscheiben ist ein Leihgabe seiner Enkelin für die Schau in Eisenberg. Ein handbetriebenes Windrad und ein an einer Stange auf Anschub abwärts hüpfender Specht sind weitere verspielte Produkte seiner Handwerkskunst. Und Nussknacker in verschiedenen Formen und Größen – passend zur Vorweihnachtszeit. Eine Besonderheit sind die Holztafeln mit Einlagen aus versteinertem Holz. Solche Art Wandschmuck lebt von den Farben und Formen, die die Natur vor tausenden von Jahren geschaffen hat und die Müller bei seiner Arbeit im Kiestagebau gefunden und aufgearbeitet hat.

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