Kreatives mit Kugel, Kegel und Zylinder in der Greizer Stadtbibliothek

Greiz  „Kugel, Kegel und Zylinder“ – unter diesem Motto eröffnete die Ausstellung des Greizer Ulf-Merbold-Gymnasiums in der Greizer Stadtbibliothek mit einer kecken und kreativen Modenschau.

Die Eröffnung der Ausstellung wurde musikalisch umrahmt.

Foto: Laura Laser

Dazu entstand zwischen den Bücherregalen ein kleiner Laufsteg für die jungen Hobby-Models.

Tolle Hutkreationen wurden den Besuchern der Vernissage vorgeführt und von den Schülern stilvoll und mit viel Witz und Verstand angepriesen. Nach der ganz offiziellen Eröffnung mit musikalischen Einlagen und einer Rede zum Inhalt der Exposition durch die Greizer Kunstlehrerin Heike Seifert, waren alle der anwesenden Besucher aufgefordert, sich in den Etagen der Greizer Stadtbibliothek nach den einzelnen Expositionen der Schüler umzusehen. Unter ihnen befinden sich Objekte, Bilder und textile Arbeiten, die im Rahmen des sogenannten Kulturagentenprogramms entstanden sind.

Würdigung zum Jubiläum des Bauhauses 2019

Eines der durchgeführten Projekte gab der Ausstellung sogar ihren festen Namen. Unter dem Bauhausmotto „Kugel, Kegel und Zylinder“ arbeitete die Designerin Anne-Katrin Räthe-Schönert mit Schülern auf keramischen Objekten. Immerhin hat das Bauhaus in diesem Jahr Jubiläum – und zwar das Hundertjährige. Es sei den Schülern des Greizer Ulf-Merbold-Gymnasiums auch darum gegangen, auf das Bauhaus-Jubiläum aufmerksam zu machen.

Der spezielle und eigene Bauhausstil mit seinen spezifischen Formen und Farben müsse gewürdigt werden und dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Noch heute sei die Bauhauskunst an vielen Orten ersichtlich. Besonders die Architektur solcher Gebäude wie etwa der Kurt-Rödel-Turnhalle seien unverwechselbar und im Stadtbild nahezu einmalig. Bei der Gestaltung der einzelnen künstlerischen ­Exponate spielte die Reduzierung auf geometrische Formen eine überaus wichtige Rolle, war von den Verantwortlichen der Ausstellung zu erfahren.

Doch nicht nur Schülerarbeiten sind im Rahmen des Programms entstanden, auch die Lehrer hatten die Möglichkeit, sich wie die Schüler auch mit diesem Motto auseinanderzusetzen. Einige dadurch entstandene Objekte befinden sich ebenfalls in der sehenswerten Ausstellung.

Es sind insgesamt vielfältig strukturierte Bilder, entstanden mit unterschiedlichen Techniken im Rahmen des Kunstunterrichts am Greizer Ulf-Merbold-Gymnasium. Collagen sind ebenso wie Zeichnungen und Malerei inmitten der vielen Bücher zu sehen und bieten einen Einblick in das künstlerische Schaffen der Jugendlichen.

Traditionell werde die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung künstlerischer Arbeiten von Schülern des Ulf-Merbold-Gymnasiums in der Greizer Bibliothek durchgeführt. Sehenswert sind die Farbarbeiten in der Formsprache des berühmten Bauhauses sowie plastische Arbeiten aus Papiermaché, aus Ton und aus Gips. Besonderer Höhepunkt sind dabei Münzentwürfe der Elftklässler mit Motiven zur modernen Kunst oder Tonobjekte in der Mishimatechnik.

Grafische Arbeiten vervollständigen das vielfältige Spektrum. Das Ulf-Merbold-Gymnasium der Stadt Greiz nimmt seit zwei Jahren am bundesweiten Kulturagentenprogramm teil und konnte deshalb mit den Künstlern und Designern Erik Buchholz, Sandra Ritter, Barbara Toch, Wolfgang Schwarzentrupp, Tim Müller, Anne-Katrin Räthe-Schönert und Katrin Möbius zusammenarbeiten. Dabei entstanden diese ausgestellten spannenden thematischen Ideen – beispielsweise über Familienbeziehungen.

Zudem wurden ausgefallene Techniken wie das Schichten von Farben, des Weiteren Designbegegnungen mit Zero-Wast-Schnitten initiiert. Die Besucher erwarte eine breite Vielfalt.

Meine Meinung

Zu den Kommentaren