Schüler-Ausstellung auf Schloss Burgk für Kunstlehrer eine Ideen-Fundgrube

Burgk  Fachberater Kunst verschiedener Thüringer Schularten ­haben sich auf Schloss Burgk zu einer Tagung getroffen.

Jochen Lehmann, Fachberater Kunst für Gymnasien, zeigt Tagungsteilnehmern wie die Druckerpresse funktioniert. Foto: Renate Klein

Jochen Lehmann, Fachberater Kunst für Gymnasien, zeigt Tagungsteilnehmern wie die Druckerpresse funktioniert. Foto: Renate Klein

Foto: zgt

Die „9. Ausstellung für Kinder- und Jugendkunst, Schulamt Ostthüringen“ im Museum Schloss Burgk konnte in den letzten Tagen ein ungewöhnlich großes Publikums­interesse verbuchen. Am Donnerstag trafen sich dort Fachberater Kunst verschiedener Schularten aus Thüringen zu einer Tagung.

Nach Diskussionen um aktuelle Probleme und wichtigen Informationen widmete man sich einer praktischen Weiterbildung. Unter der Leitung von Jochen Lehmann entstanden Radierungen.

Zum Programm gehörte auch ein Rundgang durch die neu eröffnete Ausstellung, die den ­Titel „Dort, wo (k)ein Hund begraben liegt“ trägt. Erstaunt betrachteten die Teilnehmer das gelungene Gemeinschaftswerk eines engagierten Vorbereitungsteams. Danach gab es eine Auswertung der Fachleute. Sie verfolge schon seit einigen Jahren diese Initiative, die acht Jahre unter dem Motto „Augen­blicke“ lief, sagte Elke Schneider vom Sportgymnasium Erfurt. „Die Ausstellung ist erfrischend und für Kunstlehrer eine Fundgrube für Ideen sowie viele Fragen. Der lange Anfahrtsweg hat sich gelohnt. Vor den Initiatoren und Organisatoren einer solchen Ausstellung kann man nur den Hut ziehen“, meinte sie. Hier sehe man, zu welchen Leistungen Kinder auch im Bereich Kunst schon in der Lage sind.

„Das alles ist hervorragend. Das Museum ist ein zauberhafter Ort. Eine Schülerarbeit, die hier ausgestellt ist, erfährt Anerkennung“, meinte Ulrich Mittelstädt, Referent am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien aus Bad Berka. Außerdem werde hier seit Jahren von Lehrerinnen und Lehrern ehrenamtliche Arbeit getan. Damit schaffe dieses Team für die ­Region und darüber hinaus eine Identifikation mit der Kunst. ­„Jeder Kunstlehrer kann hier für Jahre und Jahrzehnte Anregungen finden“, betonte er. Das Institut an dem er tätig sei, habe großes Interesse daran, dass diese Ausstellung weiterhin vorbereitet, organisiert und auch finanziert werde.

Steffen Adam, Fachberater aus Nordhausen, lobte den Ansatz in Burgk, „die Kunst tiefer zu hängen“ – will heißen die Kunst in Augenhöhe der Kinder zu bringen und Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Wenn das Bild eines Kindes neben Bildern berühmter Künstler hängt, sei das eine besondere Wertschätzung. „Alle Achtung, die Ausstellung hat Charme, sie ist qualitativ sehr hochwertig und hier wird alles möglich gemacht“, lobte er. Wie viel Arbeit in Vorbereitung und Durchführung einer solchen Aktion steckt, das würdigte die Fach­beraterin für Grundschulen, ­Petra Pfeifer aus Saalfeld.

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