„Traumwelten“ im Neuen Schloss Bad Lobenstein

Bad Lobenstein  Die neue Exposition mit Werken der Schleizer Künstlerin Ekaterina Peitz ist am Donnerstag in Bad Lobenstein eröffnet worden.

Gemälde, Keramik oder die Symbiose aus beiden Formen können Besucher für sich entdecken. Foto: Ulf Rathgeber

Gemälde, Keramik oder die Symbiose aus beiden Formen können Besucher für sich entdecken. Foto: Ulf Rathgeber

Foto: zgt

Worte voll des Lobes über die wunderschöne Kunst von Ekaterina Peitz sind am Donnerstag zur Eröffnung ihrer Ausstellung in Bad Lobenstein gewählt worden. Für die Gäste des Abends war es ein heiteres und heißes Sommernachtsvergnügen. Passend auch zum Titel der Exposition: „Traumwelten“.

Künstlerin lebt und arbei-tet seit 1999 in Schleiz

Die Gäste wurden vom stellvertretenden Bürgermeister der Stadt, Klaus Möller (Die Linke), „herzlich begrüßt“. Er stellte die seit 1999 in Schleiz wohnende Künstlerin vor. „Sie hat 1990 ein ausgezeichnetes Hochschul- Diplom abgeschlossen.“ An der Kunstakademie für angewandte Kunst in St. Petersburg. Im selben Jahr gab es die erste Ausstellung mit Werken von ihr in Moskau.

„Ich beschäftige mich seit meiner Kindheit mit der Kunst“, ­erzählte die Wahl-Schleizerin. Abendkurse als Abiturientin an der Kunstakademie ebneten den weiteren Weg. Es schloss sich das Studium in der Stadt an der Newa an.

„Keramik und Glas“ waren die Schwerpunkte im Studium, berichtete sie weiter. „Ich kann aber auch sehr gut malen und zeichnen“, sagte Peitz. Die Lehrer an der Kunstakademie hatten viel Wert auf eine allumfassende Ausbildung gelegt. Das sieht man den Werken in der aktuellen Ausstellung an.

Ausstellungen in Jena, Ebersdorf und Schleiz

Ekaterina Peitz arbeitet seit zehn Jahren als freischaffende Künstlerin. Sie ist Mitglied im Künstlerverband Russland und gibt in Schleiz Kurse für Keramik und Malerei. Zu Ausstellungen in der Region wurden in Schleiz, Ebersdorf und Jena eingeladen.

„Keramik, Malerei, Grafik – alles entwickelte sich parallel“, sagte Ekaterina Peitz zu ihrem Werdegang. Kombiniert oder „verschmolzen“, wie die Künstlerin sagt, findet man dies in einigen der Gemälde im Neuen Schloss wieder. Abstrakte Kunst in einem der zwei Ausstellungsräume übrigens auch. „Das gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.“

"Tagträume erhalten das seelische Gleichgewicht."

Laudatorin Martina Kirchner

„Träume, auch Tagträume“, erwähnte Martina Kirchner in ihrer Laudatio mit Bezug auf einige der Gemälde von Ekaterina Peitz. Ein Schmetterlingskopf aus Keramik ist umfangen von einer Kunstlandschaft. Katzen sind zu sehen und Hüte. Oder Katzen mit Hüten. „Tagträume erhalten das seelische Gleichgewicht“, nahm die Kunstschülerin einen Bezug zur indisch- ­singhalesischen Heilkunst Ayurveda.

Kirchner schwärmte von der wunderbaren Kombination in den Werken. „Es sind Bilder, die den Betrachter zu ganz vielen Gefühlen bewegen“, sagte Martina Kirchner. „Ich habe in meinem Leben nichts Vergleichbares gefunden.“ Ekaterina Peitz sei eine Bereicherung für die Stadt Schleiz und die ganze Region.

"Die Ausstellung ist sehr wichtig für mich. Ich bin im Dialog mit meinen Werken."

Künstlerin Ekaterina Peitz aus Schleiz

„Die Ausstellung ist sehr wichtig für mich“, sagte Ekaterina Peitz. In all ihren künstlerischen Arbeiten fänden sich ihre Gedanken und Gefühle wieder. „Ich bin im Dialog mit meinen Werken.“

Der erste ehrenamtliche Beigeordnete des Landrates, ­Peter Oppel (SPD/Bürger für Bad Lobenstein) überbrachte Grüße von Amtsträger Thomas Fügmann (CDU). „Es ist schön, dass wir in Bad Lobenstein eine Ausstellung einer Schleizerin haben.“

Das Bad Lobensteiner Stadtratsmitglied merkte an, dass viele kunstinteressierte Gäste aus Schleiz, Saalburg, Ebersdorf oder Bad Lobenstein zur Ausstellungseröffnung gekommen waren. Auch er sprach von einer Bereicherung für die Region durch die Künstlerin.

Zu sehen sind in Bad Lobenstein Werke, darunter auch Skulpturen und ein für die Besucher interaktives Keramik-Memory-Spiel, aus den vergangenen zwei bis drei Jahren. Diese können auch käuflich erworben werden.

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