Schattentheater begeistert im Pößnecker Schützenhaus

Pößneck  Immer wieder Beifall für ukrainische Künstler

Das Schattentheaterstück „Amazing Shadows“ war ein besonderes Erlebnis.

Das Schattentheaterstück „Amazing Shadows“ war ein besonderes Erlebnis.

Foto: Hartmut Bergner

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Dieser Tage war der große Saal des Pößnecker Schützenhauses gut gefüllt mit Publikum, das einmal professionelle Schattenspiele live erleben wollte. Zu Gast war das Shadow Theatre Delight aus der Ukraine mit seinem Programm „Amazing Shadows“. Das englische „amaze“ steht für „verblüffen“ und das ebenfalls englische ­„delight“ für „Entzücken“. Dass Programmtitel und Name der Künstlergruppe wohl durchdacht sind, bestätigte sich während der zweistündigen Show.

So alt das Schattentheater als Darstellungsform auch ist, die Umsetzung mit heutigen Möglichkeiten sorgte immer wieder für Verblüffung und Entzücken und vor allem Freude. Eine Ahnung von Schattentheater im 21. Jahrhundert kann man zwar im Fernsehen bekommen, aber als abendfüllendes Programm war es wohl allen Gästen im Schützenhaus neu. Wer den Diaabend-Effekt kennt, weiß, dass es eine Herausforderung ist, in einem vollkommen abgedunkelten Raum die Aufmerksamkeit beim Betrachter über lange Zeit wach zu halten.

Elke Franke aus Zeitz und ihre Mittwochsfrauen waren jedenfalls begeistert. Die Gruppe hatte sich vor Jahren kennengelernt und unternimmt oft ­Ausflüge – diesmal ging es nach Pößneck.

Die Show lebt von den ak­tuell zehn Künstlern in Verbindung mit LED-Lichttechnik, Holografie und 3D-Effekten. Ebenfalls aus TV-Sendungen bekannt ist das Sandmalen, welches während der Show mehrmals zum Einsatz kam. Selbst vom puren Schattenspiel, bei dem nur die menschlichen Körper als Silhouette und dem, was sich sonst noch daraus formen lässt, als Schatten zu sehen war, gefiel, wie der Applaus immer wieder zeigte. Menschen, überdimensionale Köpfe, mit wenigen Hilfsmitteln auch Autos, Bauwerke und Tiere ließen sich darstellen. So konnten Geschichten und Reisen um die Welt auf die Leinwand gezaubert werden.

Das dies alles live ablief, belegten die Künstler durch akrobatische Einlagen und Lichtspielereien vor der Leinwand. Hinter die Leinwand durfte keiner schauen, selbst die Presse nicht, obwohl sich Ralf, ein Berliner Techniker-Urgestein, dafür stark gemacht hatte. Nach getaner Arbeit standen alle Akteure aber für eine Autogrammstunde zur Verfügung.

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