Die Weihnachtsmärchen auf Thüringer Bühnen

Erfurt/Gera.  Auch im Corona-Jahr planen die Thüringer Theater Adventsvorstellungen für die ganze Familie.

Szene aus "A Christmas Carol" am Nationaltheater Weimar.

Szene aus "A Christmas Carol" am Nationaltheater Weimar.

Foto: Candy Welz

Trotz Corona planen Thüringer Theater Weihnachtsmärchen für die Adventszeit. Von Klassikern bis Uraufführungen ist alles dabei. Aufgrund beschränkter Platzkapazitäten spielen einige Häuser mehr Vorstellungen, andere müssen Gastspiele reduzieren.

Theater Erfurt

„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“: Das Theater Erfurt zeigt eines der letzten Werke von Kinderbuchautor Michael Ende. Darin müssen Kater Maurizio und Rabe Jakob verhindern, dass die Welt durch einen mächtigen Zaubertrank zugrunde geht. Der geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante wollen mit dem Gebräu möglichst viel Schaden anrichten. Das schaurig-vergnüglichen Schauspiel hat am 31. Oktober Premiere und ist vier weitere Male zu erleben.

Deutsches Nationaltheater Weimar

„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“: Auch im Weimarer E-Werk steht Michael Endes unaussprechlicher Geschichtentitel auf dem Spielplan. Hier allerdings ab diesen Samstag als Familienoper von Elisabeth Naske. Das Regieteam möchte das humorvoll vertonte Märchen für Zuschauer ab sechs Jahren in fantastischen Bildern und Kostümen zum Leben erwecken.
„A Christmas Carol“:
Das Deutsche Nationaltheater Weimar präsentiert ab 29. November mit der Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens noch ein zweites Adventsmärchen. Dabei handelt es sich um eine Wiederaufnahme von 2019 im Großen Haus. Fantasievoll erzählt Regisseurin Swaantje Lena Kleff die Geschichte des geizigen wie hartherzigen Geschäftsmanns Ebenezer Scrooge, für den Weihnachten Zeitverschwendung ist.

Waidspeicher Erfurt

„Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“: Das Puppentheater Waidspeicher inszeniert keine klassischen Weihnachtsmärchen, die nur in der Adventszeit laufen. Kinder- und Familienstücke machen das Gros des Repertoires aus. In der Vorweihnachtszeit, am 27. November, hat beispielsweise eine Geschichte von Marc-Uwe Kling Premiere: „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“.

Theaterhaus Jena

„Der Mann, der alles weiß“: In Jena wird derzeit das Weihnachtsmärchen „Der Mann, der alles weiß“ per Video inszeniert, da der niederländische Theatermagier Jetse Batelaan wegen Corona-Beschränkungen nicht einreisen kann. In seinem Stück für Kinder ab vier begeben sich zwei Schauspieler und ein Musiker auf die Suche nach allem Wissen, das es überhaupt nur gibt. Das einer von ihnen einfach Dinge behauptet, hilft dabei wenig. Zum Glück gibt es ja das junge Publikum, das ihn berichtigen kann. Uraufgeführt wird das Stück am 27. November.

Theater Altenburg-Gera

„Pinocchio“: Im Theaterzelt in Altenburg wird am 29. November „Pinocchio“ zum Leben erweckt. Das Kinderstück nach Carlo Collodi ist für Zuschauer ab sechs Jahren gedacht: Als Schreinermeister Gepetto einen Hampelmann aus Holz schnitzt, fängt dieser plötzlich an zu sprechen und ist dabei auch noch ziemlich vorlaut.

„Rumpelstilzchen“: Im Theater Gera steht ab 10. Dezember das Grimm‘sche Märchen „Rumpelstilzchen“ auf dem Programm, ebenfalls als Stück für Gäste ab sechs: Weil ihr Vater den König angelogen hat, sitzt die Müllerstochter nun in einer Zelle voller Stroh, das sie zu Gold spinnen soll. Doch da erscheint ein kleines Männlein… Das Theater Gera-Altenburg plant ähnlich viele Vorstellungen wie in den Vorjahren, versucht aber bei großer Nachfrage Zusatztermine anzubieten.

Theater Rudolstadt und Theater Nordhausen

„Rumpelstilzchen“: Auch in Rudolstadt wird in diesem Jahr „Rumpelstilzchen“ inszeniert. Das Weihnachtsmärchen wird nach seiner Premiere am 31. Oktober auch im Haus der Kunst in Sondershausen gastieren, einer Spielstätte des Kooperationstheaters Nordhausen. Im Corona-Jahr mussten die geplanten elf Vorstellungen jedoch auf vier reduziert werden. In Rudolstadt und Saalfeld wird das Stück indes 45 Mal gespielt.

Landestheater Eisenach

„Der kleine Prinz“: Wegen eines erneuten Brandes ist das Landestheater Eisenach bis auf weiteres geschlossen. Das Junge Schauspielensemble probt derzeit eine mobile Fassung von Antoine de Saint-Exupérys „Kleinem Prinzen“. Sie soll in Kindergärten und Schulen gespielt werden.

Meininger Staatstheater

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: In Meiningen hat am 21. November ein absoluter Weihnachtsklassiker Premiere: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nach dem beliebten tschechischen Kinderfilm von 1973. Die Vorstellungszahl wurde wegen begrenzter Platzkapazitäten von geplant 31 auf 40 erhöht.