Ein ganzer Tag in den Museen von Gera, Weida und Posterstein

Am Sonntag ist Internationaler Museumstag. Nach dem Motto „Museum Gesellschaft Zukunft“ haben sich Museen in Gera, Weida und Posterstein besondere Führungen und Ausstellungseröffnungen einfallen lassen.

Internatinaler Museumstag ist am Sonntag, dem 17. Mai. 2015. Foto: Christine Schimmel

Internatinaler Museumstag ist am Sonntag, dem 17. Mai. 2015. Foto: Christine Schimmel

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Gera

Mit Führungen in den Sonderausstellungen der Museen begeht die Stadt Gera den Internationalen Museumstag morgen, von 12 bis 17 Uhr.

Bereits um 11 Uhr startet am Turmhaus des botanischen Gartens in der Nicolaistraße eine öffentliche Führung. Hier gibt es einige Pflanzenarten zu entdecken, die jeder Gärtner kennen sollte. Vorgestellt werden auf einer Runde durch die Anlagen weiterhin zahlreiche blühende Stauden und Gehölze sowie nutzbare Kräuter.

Im Stadtmuseum können sich Besucher 14 und 15 Uhr gewissermaßen auf Schatzsuche begeben. „Vom Dachboden zum Kellergewölbe – der etwas andere Rundgang durch das Stadtmuseum“ heißt es dann. Dabei stehen Räumlichkeiten und Arbeiten im Mittelpunkt, die dem Besucher normalerweise verborgen bleiben. Der Rundgang zeigt, was für Schätze hier lagern und nebenbei verraten Teile der Innenarchitektur interessante Details aus der Geschichte des fast 300-jährigen Gebäudes.

Eine Führung durch die Ausstellung „Für Sinn und Verstand – Glanzstücke aus der Kunstsammlung Gera und dem Museum für Angewandte Kunst Gera im Dialog“ gibt es 14 Uhr im Museum für Angewandte Kunst Gera in der Greizer Straße 37. Die Schau bietet einen Einblick in den vielgestaltigen Kunstbesitz der Stadt.

Das Museum für Naturkunde beginnt 15 Uhr eine Führung durch die neue Sonderausstellung „Biologische Invasionen – verschleppte Tiere und Pflanzen verändern die Welt“.

Auch im Otto-Dix-Haus am Mohrenplatz ist um 16 Uhr in der Sonderausstellung „Otto Dix. Werke aus der Geraer Sammlung und Malerei aus dem Spätwerk“ eine Führung angesagt. Im musealen Bereich kann die Dokumentation zu Leben und Werk des Künstlers besichtigt werden.

Posterstein

Mit einer Sonderführung zum Postersteiner Rittergut und frechen Damen in der Galerie lockt das Museum Burg Posterstein am Sonntag die Besucher. Um 11 Uhr beginnt eine Sonderführung „Zukunft des Burgbergs“ auf der Burgbrücke. Auf dem Burgplatz stehen die verbleibenden Gebäude des ehemaligen Ritterguts Postersteins, für die es ein visionäres Zukunftskonzept, bisher aber keine Finanzierung gibt. Um die soll es in der Führung gehen.

Um 15 Uhr findet die Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Mal sehen wohin es geht oder zwischen den Zeiten“ statt, eine Hommage an den beliebten Schmöllner Künstler Hans Neupert, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiert und in den vergangenen Jahren sehr produktiv gewesen ist. Geöffnet ist an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr.

Weida

Die Stadt Weida lädt zum Besuch der Osterburg ein. Diesmal kann man „Museum hören“, denn „Die Uhr tickt … in der Osterburg zu Weida“. Die Jahresausstellung in der Remise rückt die Dimension Zeit in den Mittelpunkt. „Der Osterburg Zeit geben“ will den Besuchern die Zeit nahe bringen.

Zeitmesser spielen dabei natürlich eine große Rolle. Weidas Ehrenbürger Kurt Häßner hat dazu eine Dokumentation zu Turmuhren erarbeitet. Besucher können das Uhrmacherhandwerk im alten Weida kennenlernen und treffen auf zwei heute noch in diesem Metier Tätige. Auch die Atomuhr – ein Nachbau der letzten und einzigen Atomuhr der DDR – wird nochmals ausgestellt. Ein schöner Gegensatz dazu ist das Turmuhrwerk aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausstellung ist am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Um 14 Uhr übergibt der Förderverein „Freunde der Osterburg“ ein Ölgemälde aus dem 19. Jahrhundert als Dauerleihgabe an das Museum. Danach wird der neue Internetauftritt des Osterburgmuseums freigeschaltet. Viel Neues und manches Bekannte ist unter www.osterburg-vogtland.eu virtuell zu erleben.

In die Remise Ausstellung sollte man um 15 Uhr ganz besonders reinhören, denn dann gibt es eine spezielle Führung zum Thema.

Besonderer Höhepunkt ist jedoch das Angebot, mit dem Türmer hinauf zur Uhrenkammer der Osterburg zu steigen und das wöchentliche Aufziehen des historischen Uhrwerks direkt zu erleben. Dafür wird seitens der Museumsleitung jedoch unbedingt um eine vorherige Anmeldung unter Telefon (036603) 6 27 75 gebeten.

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