Jenas „Julis“ ehren Weißenborner Jugendclub

Jena  Zum 14. Mal ging der Grete-Unrein-Preis an Ehrenamtliche der Kinder- Jugendarbeit.

Zahlreich waren diesmal die Preisträger zur Verleihungsfeier in die Aula der Grete-Unrein-Schule gekommen. Mit dem gleichnamigen Preis wurde ihnen ein Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit gesagt. Mit dabei auch Alt-OB Peter Röhlinger (2.v.r.) und der jetzige OB Thomas Nitzsche (l.)

Zahlreich waren diesmal die Preisträger zur Verleihungsfeier in die Aula der Grete-Unrein-Schule gekommen. Mit dem gleichnamigen Preis wurde ihnen ein Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit gesagt. Mit dabei auch Alt-OB Peter Röhlinger (2.v.r.) und der jetzige OB Thomas Nitzsche (l.)

Foto: Michael Groß

Dieses Mal war es etwas anders für Thomas Nitzsche. Denn er kam erstmals nicht nur als einfaches Mitglied der FDP und Unterstützer des alljährlich durch die Jungliberalen (Julis) vergebenen Grete-Unrein-Preises, sondern als Jenaer Oberbürgermeister.

Und so konnte er auch mal sozusagen von außen ein Lob an die Nachwuchsmitglieder seiner Partei loswerden, die 2005 eine gute Idee hatten, sie umsetzten und bis heute alljährlich den Preis für Ehrenamtsengagement in de Kinder-. und Jugendarbeit vergeben. Das sei eine tolle Sache, und er wolle auch nächstens Jahr wieder dabei sein.

Gratulieren konnte er am Samstag bei der Verleihungsfeier drei Preisträgern. Sieger wurde der Jugendclub in Weißenborn (Holzland). Den gibt es schon seit 40 Jahren. Begonnen hatte es dank einer Initiative junger Leute, die sich einfach eine eigener „Bretterbude" bauten und ihren Treff nach einer Kinder-Serie des Westfernsehens „Emma Krempoli“ nannten. Bis heute betreiben junge Leute den Club in eigener Regie als Verein.

Um den Einsatz junger Leute für die Gemeinschaft geht es auch beim 2. Preisträger – die 13. Klasse der Jenaplan-Schule Jena. Die zur Preisvergabe fast vollständig angerückte Schulklasse hatt sich intensiv Gedanken gemacht, wie in der stressigen Zeit vor dem Abitur mehr Freiraum für soziale Projekte möglich werden könnte. So erreichte sie gemeinsam mit den Lehrern ein zusätzliches Zeitfenster für Engagement innerhalb der Stundentafel, und zwar durch Verkürzung der Zeit einer Unterrichtseinheit von 50 Minuten auf 45 Minuten. Es wurden Schüleraustausche zwischen Schulen mit besonderen pädagogischen Konzepten organisiert, eine Plattform zum Zweck der Schülermitbestimmung gegründet und Hilfen für den Alltag angeboten wie zum Beispiel Erklärungen zu Kontoeröffnungen, Datenschutz oder auch zu hauswirtschaftlichen Themen.

Der 3. Preis ging schließlich an den Verband kinderreicher Familien, der in der Froschmühle im Eisenberger Mühltal eine Einrichtung für Kinderfreizeiten betreibt. Auch Elternbildung für Mehrkindfamilien und Kinder werden organisiert. Ebenso Familienbildungsfahrten mit sportlichen und kulturellen Bildungsangeboten. Dabei betreut der Verein auch Familien, die mitunter 11 oder 12 Kinder haben.

Alle drei Preisträger können sich zusammen über 700 Euro freuen. Gelder, die durch Spenden der Julis zusammenkamen. Eine Jury unter Leitung des Jenaer Alt-OB Peter Röhlinger berät und entscheidet alljährlich über die Vergabe des Grete-Unrein-Preises.

Ein Preis, zu dessen Verleihung Jenas Juli-Chef Morris Scheithauer neben dem Alt-OB Röhlinger und dem aktuellen OB Nitzsche auch den FDP-Landtagsabgeordneten Thomas Kemmerich begrüßen konnte. Er verwies auf den interessanten Fakt, dass laut statistischen Erhebungen 50 Prozent aller jungen Leute unter 25 Jahren gesellschaftlich engagiert sei. Das sei schon eine beachtliche Zahl. Sie zeige, dass man nicht immer nur auf Vater Staat warten sollte, sondern einfach im Ehrenamt vieles gemeinsam selbst anpacken könne.

Daran knüpfte auch Ria Schröder, Bundesvorsitzender Jungen Liberalen, an. In ihrer Festrede betont sie, dass ehrenamtliches Engagement die Gesellschaft zusammenhalte und auch Dialoge schaffen können zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht gar nicht begegnen würden.

Ort der Verleihung, die auch stimmungsvoll von dem Cello-Klavier-Duo „Saitenverkehrt“ untermalt wurde, war die Aula der Grete-Unrein-Schule, die schon von Anfang an Gastgeber für die Verleihungen ist.

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