Freistaat steht zum Theater Altenburg-Gera

Nach wie vor kommen zum Thema Theater & Philharmonie Thüringen GmbH (TPT) nur vage Äußerungen aus dem Thüringer Kultusministerium. Doch nachdem TPT-Aufsichtsratschef Michael Wolf und die Gesellschafter des Theaters im Ministerium in Erfurt vorstellig wurden, konnte Pressesprecher Gerd Schwinger immerhin kundtun, dass der Freistaat zum Theater steht.

TPT droht die Insolvenz, das Land steht zum Theater Altenburg-Gera. Foto: Gerlach

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Gera/Erfurt. Konkreter wurde der Sprecher nicht, sondern erklärte lediglich: "Es wird ein Hilfsschirm aufgespannt werden, um die Liquidität des Hauses zu sichern."

Derzeit werde dazu an einer Lösung gearbeitet, was wohl den ganzen Monat andauere. Denn eine solche Hilfsmaßnahme sei ein komplizierter Prozess, der auch im Kabinett verabschiedet werden müsse. Im Übrigen seien für Hilfsmaßnahmen nicht nur der Freistaat, sondern auch die Eigentümern des Theaters, also der Landkreis Altenburger Land sowie die Städte Altenburg und Gera, gefragt. Ob somit die drohende Zahlungsunfähigkeit des Theaters Altenburg-Gera in der 50. Kalenderwoche abgewendet werden kann, wollte Gerd Schwinger allerdings nicht kommentieren.

Konzeptlosigkeit in der Frage zu Zukunft und Erhalt von TPT musste sich Kultusminister Christoph Matschie gestern auch von den Bündnisgrünen gefallen lassen. Bereits Ende August hatten sie eine Anfrage gestellt, in wieweit sich das Land an einer Erhöhung der Zuschüsse zur dauerhaften finanziellen Absicherung des Theaters Altenburg-Gera beteiligen könne. Acht Wochen später eine "Nullantwort": Bis 2012 sei alles vertraglich festgelegt, für 2013 gäbe es noch keine Vereinbarungen, hieß es in dem Schreiben. "Wir erwarten, dass sich das Ministerium weit vor Ablauf der Verträge Gedanken über die Zukunft der Theaterlandschaft in Thüringen macht. Zudem braucht es den Mut von Minister Matschie, endlich Farbe zu bekennen mit Blick auf unsere Kulturlandschaft", fordert dazu die Kulturpolitikerin Astrid Rothe-Beinlich.

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