Kunstverein Gera plant sechs Ausstellungen für 2011

"Regung" heißt die Jahresgabe, mit der sich der Kunstverein Gera bei seinen Förderern und Freunden für die Hilfe im vergangenen Jahr bedankt. Die Radierung stammt von Kerstin Franke-Gneuß. Die Dresdnerin trägt damit zu einer kleinen Premiere im Verein bei.

Sabrina Barleben zeigt die Jahresgabe des Kunstvereins Gera - eine Radierung der Dresdner Künstlerin Kerstin Franke-Gneuß.
Foto: Katja Schmidtke

Sabrina Barleben zeigt die Jahresgabe des Kunstvereins Gera - eine Radierung der Dresdner Künstlerin Kerstin Franke-Gneuß. Foto: Katja Schmidtke

Foto: zgt

Gera. Nachdem man zuvor Werke von Geraer Künstlern an die Sponsoren und Helfer verschenkte, ist Franke-Gneuß die erste, die nicht aus der Stadt kommt. Ein Blick über den Horizont und eine Erweiterung des Kunst-Fundus der Förderer, wie Volker Regel vom Kunstverein die Neuerung erklärt. Schließlich gibt es auch in den Ausstellungen stets eine gute Mischung.

Die Jahresgabe aus dem Atelier von Franke-Gneuß ist ein Vorgeschmack auf das Kommende. Mehr von ihr wird unter dem Titel "Die entlassene Linie" in diesem Jahr in den Ausstellungsräumen am Markt zu sehen sein. Zu den ersten, die ihre Kunst kennen lernten, gehörten am Samstagabend die Sparkasse Gera-Greiz, die Gewo, die Autovermietung Hertz, die Geraer Bank, das Druckhaus Gera, der City Kurier, die Köstritzer Schwarzbierbrauerei, das Waldklinikum, die Otwa und die Ostthüringer Zeitung. "Durch Sie können wir zeitgenössische Kunst fördern und präsentieren", bedankte sich Regel.

Sechs Ausstellungen sind für 2011 geplant. Den Auftakt macht am 3. Februar Uta Zaumseil mit Holzschnitten. Ihr folgt ein ganzer Reigen junger Geraer Künstler, die ihre Schau betitelt haben mit "Wir sind immer dort, wo ihr nicht seid". Gemeinsam mit dem Lions-Club stellt der Kunstverein Heike Dölitzsch, Louis Volkmann, Alexander Neugebauer, Sebastian Rabold, Manuela Hemmann, Franziska Junge, Katarina Triebe und Christian Rothe aus. Neue Impulse verspricht auch die slowenische Künstlerin Polonca Lovsin mit ihren Installationen namens "New Gera Energy". Den Beitrag des Kunstvereins zum Dix-Jahr liefert der Niederländer Robin de Goede mit Fotobearbeitungen. Es geht um dunkle Stimmungen und düstere Orte. "Eine ähnliche Haltung wie Dix", stellte Volker Regel die Verbindung her. Das Ausstellungsjahr soll dann Ernst von Hopffgarten beschließen. "Er zeichnet, ein Musiker verwandelt dies in Töne und umgekehrt", machte der Vereinsvorsitzende neugierig.

Gespannt ist auch Sabrina Barleben. Die 28-jährige Kunsthistorikerin ist die neue Mitarbeiterin im Verein. Sie kommt aus Jena und ist nach eigenen Angaben gar nicht auf die Idee gekommen, sich beim dortigen Kunstverein zu bewerben. In Gera sei künstlerisch gesehen einfach mehr los, sagt sie und lächelt.

Zu den Kommentaren