Mit dem Bauhaus im Dialog – Jahresprogramm der Häselburg Gera

Gera  Claudia Tittel und Burkhard Schlothauer stellen das Jahresprogramm ihres Zentrums für Kunst, Kultur und Kreativität in der Geraer Häselburg vor.

Die Initiatoren Claudia Tittel (rechts) und Burkhard Schlothauer haben viel vor in der Häselburg. Unter anderem zieht das Medienbildungszentrums mit Leiterin Ute Reinhöfer (Mitte) ein.  

Die Initiatoren Claudia Tittel (rechts) und Burkhard Schlothauer haben viel vor in der Häselburg. Unter anderem zieht das Medienbildungszentrums mit Leiterin Ute Reinhöfer (Mitte) ein.  

Foto: Ulrike Kern

In der Geraer Häselburg, dem Zentrum für Zentrum für Kunst, Kultur und Kreativität in der Burgstraße 12, wird fleißig gebaut. Es steht ein spannendens, ereignisreiches Jahr bevor – nicht nur baulich, sondern auch konzeptionell. Gestern stellten die beiden Initiatoren Claudia Tittel und Burkhard Schlothauer ihr Jahresprogramm der Häselburg vor.

Ab 15. Februar wird es ganzjährig die Ausstellungsreihe „Bauhaus.Lines“ geben, die künstlerisch das aktuelle Erbe des Bauhauses untersuchen wird. In vier Ausstellungsteilen zu Farbe, Form, Struktur und Medien zeigt die Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst der Häselburg Entwicklungslinien und Impulse, die das Bauhaus in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts setzte. Die Ausstellungen fragen nach der Aktualität des Bauhauses nach 100 Jahren und möchte dabei auch eine kritische Perspektive einnehmen, betont Kuratorin Claudia Tittel. Es werden renommierte Werke wie die von Max Bill, Rupprecht Geiger, Karl-Heinz Adler oder Richard Paul Lohse in einen wechselnden Dialog mit Arbeiten heute lebender Künstler gesetzt. Das diesjährige Bauhaus-Jubiläum biete einen guten Anlass, so Claudia Tittel, nicht nur regionale Künstler zu präsentieren, sondern sich auch international zu öffnen und der zeitgenössischen Kunst in Gera eine eigene Bühne zu geben.

Im Souterrain der Häselburg wird derzeit bis Mitte des Jahres – gefördert von der Thüringer Staatskanzlei mit 50.000 Euro – das Alte Wannenbad saniert und als neuer Raum für Konzerte, Proben, Bildungsveranstaltungen und Events in Gera erschlossen. Die Eröffnung ist am 12. Juni mit einem Stockhausen-Konzert, interpretiert vom Weimarer Ensemble für Intuitive Musik.

Konzertreihe geplant

Neben der neuen Ausstellungsreihe ist auch eine Konzertreihe geplant. Wie Burkhard Schlothauer gestern ankündigte, werden, ermöglicht durch die Förderung des Musikfonds, zum 100-jährigen Bauhausjubiläum wichtige Positionen abstrakter experimenteller Musik aus Europa und Amerika vorgestellt. Werke zeitgenössischer Komponisten wie John Cage, James Tenney, Alvin Lucier, Karlheinz Stockhausen sollen von international renommierten Interpreten aufgeführt werden – im Alten Wannenbad der Häselburg, aber auch an traditionellen Konzertorten Geras wie der Marienkirche und dem Theater Altenburg-Gera.

Um all diese Aufgaben zu bewältigen, beschäftigt die Kultur in Mitteldeutschland gGmbH, den neuen Projektmanager Philipp Schreiner und zusätzlich einen FSJler.

Aber auch neue Mieter kündigen sich in der Häselburg an: Ab 1. Juli zieht das Thüringer Medienbildungszentrum (TMBZ) der Thüringer Landesmedienanstalt in einen Gebäudeteil, der eigens dafür saniert und funktionsgerecht umgebaut wird. Geplant ist der Einzug am 1. Juli. Der Betrieb startet offiziell mit dem neuen Schuljahr. Der Kunstschule Gera e.V. nutzt für seine Kurse bereits neue Räumlichkeiten im 2. Obergeschoss. So entstehen nicht nur örtlich, sondern auch inhaltlich Synergien. Ebenso ist wieder eine Sommerakademie vom 15. bis 21. Juli unter dem Motto „Das Bauhaus lebt!“ geplant.

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