Musikschule Jena präsentiert sich: Nun auch Harfe im Angebot

Jena  Musikschule Jena gleicht einem Bienenstock: Buntes Gewimmel zum Tag der offenen Tür.

Zum Tag der offenen Tür lud die Musik- und Kunstschule ein. Mit Christine Nitsche ist es endlich möglich, Harfe zu lernen. Foto: Thorsten Büker

Zum Tag der offenen Tür lud die Musik- und Kunstschule ein. Mit Christine Nitsche ist es endlich möglich, Harfe zu lernen. Foto: Thorsten Büker

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Es war fast wie in einem Bienenstock, seltsam musisch noch dazu: Menschen wuselten auf den Fluren umher, aus vielen Räumen drangen Töne, es ging scheinbar in nicht enden wollenden Schlangen treppauf, treppab. Die Musik- und Kunstschule (MKS) Jena lud am Samstag zu einem Tag der offenen Tür in.

„Ich habe immer gesagt, bei uns kann man alles lernen, außer Harfe. Das stimmt jetzt nicht mehr“, sagte die Direktorin der Schule, Friedrun Vollmer. Die Lücke schloss Christine Nitsche, die seit ihrem 13. Lebensjahr Harfe spielt. Ihr Mann war es, der als Musiker eine Anstellung bei der Philharmonie in Jena fand, weshalb die Familie mit Kindern von Aachen nach Jena zog. Im Westen der Republik wirkte Nitsche, die in Köln geboren wurde, am Symphonieorchester als Solo-Harfenistin. Und seit sie in Jena wohnt, konzentriert sie sich mehr auf die Musikvermittlung, zum Beispiel bei der Musikschule. Einen Einblick bot sie am Samstag im großen Saal mit dem „Elfenzauber“, einer Klangreise ausdrücklich für junge Zuhörer. „Die Harfe ist gerade unser Schwerpunktinstrument“, erklärte Vollmer.

Unter dem Dach von Jenakultur erreicht die MKS 2100 Schüler und weitere 1000 Mädchen und Jungen über Projekte an Schulen und Kitas. Dem gegenüber stehen 100 Lehrkräfte im musischen und künstlerischen Bereich. „Wir sind Thüringens größtes außerschulisches Bildungszentrum“, sagte Vollmer selbstbewusst. Der Tag der offenen Tür soll dem Nachwuchs Orientierung sein. Beste Werbung in eigener Sache sind Projekt außerhalb der Mauern an der Ziegenhainer Straße. Zum Beispiel beim Kirchentag, zu dem Chöre, Orchester und Band eine Messeperformance in der Stadtkirche bieten. Fast auf der Zielgeraden wiederum sind die Proben für das Stück „Fremde.Heimat“, eine Produktion der Musik- und Kunstschule Jena, des Zirkus MoMoLo und des Theaterhauses Jena. Mehr als 100 Kinder und Jugendliche lassen Breakdance, Streichorchester, Jonglage, klassischer Tanz, Trapez, Chor, Video und Weltmusik aufeinander treffen und treten in einen Dialog mit dem 1940 entstandenen Text „Die Fremden“ von Karl Valentin.

Multimediale Ökumenische Messe: Donnerstag, 25. Mai, , 21 Uhr, Stadtkirche „St. Michael“; „Fremde. Heimat“: 9. Juni, 18 Uhr; 10. Juni, 18 Uhr; 11. Juni 16 Uhr, im Theaterhaus.

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