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Corona: RKI meldet aktuelle Zahlen – Inzidenz sinkt leicht

| Lesedauer: 66 Minuten
Merkel ruft in letztem Podcast erneut zum Impfen auf

Merkel ruft in letztem Podcast erneut zum Impfen auf

In ihrem letzten Podcast als Bundeskanzlerin hat Angela Merkel (CDU) die Menschen in Deutschland noch einmal eindringlich zum Impfen aufgerufen. "Lassen Sie sich impfen!", sagte Merkel. "Egal, ob Erstimpfung oder Booster: Jede Impfung hilft."

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Berlin.  Das RKI meldet die aktuellen Corona-Zahlen. Polen und die Schweiz gelten jetzt als Hochrisikogebiete. Mehr Informationen im Blog.

  • Das RKI meldet aktuelle Zahlen - die Inzidenz sinkt leicht
  • Deutschland hat die Zahl von sechs Millionen registrierten Ansteckungen seit Pandemie-Beginn überschritten
  • Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, fordert eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen
  • Polen und die Schweiz gelten jetzt als Corona-Hochrisikogebiete, die Verbreitung der Omikron-Variante soll damit eingedämmt werden
  • In Niedersachen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz entfällt die Testpflicht nach Auffrischungsimpfungen
  • Jens Spahn warnt davor, dass die Klinikbelastung um Weihnachten ihren Höhepunkt erreichen wird

Berlin. Die Corona-Lage in Deutschland ist dramatisch. Bund und Länder greifen deshalb entschiedener durch. Beim Corona-Gipfel am Donnerstag wurden verschärfte Maßnahmen beschlossen. Wie unter anderem Angela Merkel und Olaf Scholz bekannt gaben, greift bundesweit sowohl im Einzelhandel als auch im Freizeit- und Kulturbereich eine strikte 2G-Regel.

Ungeimpfte müssen ihre Kontakte außerdem stark reduzieren – neben dem eigenen Haushalt dürfen sie nur höchstens zwei weitere Personen eines Haushalts treffen, Kinder unter 14 Jahren ausgenommen. Bei Treffen von ausschließlich geimpften und genesenen Personen sind im Innenbereich Ansammlungen von bis zu 50 Personen erlaubt.

Außerdem wurden Maßnahmen für Clubs und Diskotheken, Silvester, Großveranstaltungen und Schulen beschlossen. In den Beratungen wurde auch eine allgemeine Impfpflicht thematisiert. Diese Maßnahme soll im Bundestag diskutiert und entschieden werden. Die Vorschrift könnte ab Februar 2022 umgesetzt werden.

Corona: RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Zahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen lag am Sonntagmorgen bei 42.055 Fällen binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 439,2 an. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 442,7 gelegen. Im Vormonat hatte der Wert bei 183,7 gelegen. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Sonntag, 5. Dezember: Röttgen - Impfverweigerer spalten Gesellschaft mehr als Impfpflicht

8.47 Uhr: Gegner der Corona-Impfungen sind nach Ansicht des CDU-Vorsitzkandidaten Norbert Röttgen eine größere Herausforderung für den Zusammenhalt der Gesellschaft als staatliche Maßnahmen wie die Impfpflicht. "Die Spaltung dadurch, dass man es immer noch einer Minderheit überlässt, eine riesige Infektionswelle auszulösen, die die gesamte Bevölkerung trifft und einschränkt, wiegt deutlich schwerer", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht bezeichnete Röttgen als rechtlich haltbar. "In der Abwägung zwischen der nicht unbeachtlichen Eingriffsschwere und Schadensabwägung für die Gesellschaft ist sie verfassungsrechtlich klar zu rechtfertigen", sagte er dem RND. "Die Nicht-Impfung hat so viel Krankheit und Tod zur Folge."

Brinkhaus will Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte

7.45 Uhr: Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, hat eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen gefordert. "Es ist wichtig, die Kontakte noch weiter zu reduzieren", sagte er dieser Redaktion. "In Gebieten mit hohen Inzidenzen muss man auch über befristete Kontaktbeschränkungen für Geimpfte nachdenken." Er befürchte, dass die Beschlüsse der jüngsten Corona-Runde von Bund und Ländern "nicht reichen, um die Welle zu brechen und die Zahlen schnell wieder nach unten zu treiben".

Brinkhaus warnte auch davor, die Schließung von Schulen zum Tabu zu erklären. "Schulschließungen sind erhebliche Belastungen für die Kinder, aber auch für die Eltern. Deswegen muss man damit sehr vorsichtig umgehen", sagte er. "Natürlich muss es das Bestreben der Schulminister sein, mit Maskenpflicht, Tests und Lüftung die Schulen so lange wie möglich offenzuhalten. Es darf aber für Regionen mit sehr hohen Inzidenzen keine Tabus geben."

Brinkhaus appellierte: "Ich kann die Ministerpräsidenten nur bitten, die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, beherzt zu nutzen - und die Umsetzung auch zu kontrollieren." Das ganze Interview lesen Sie hier Corona: Brinkhaus will Kontaktbeschränkungen für Geimpfte

Polen und die Schweiz jetzt Corona-Hochrisikogebiete

0.01 Uhr: Seit Mitternacht gelten Polen und die Schweiz wie schon fast 60 weitere Staaten als Hochrisikogebiete für eine Corona-Ansteckung. Die Einstufung nahm die Bundesregierung am Freitag vor. Das erschwert die Einreise aus diesem Ländern - auch für Deutsche, die von einem Geschäfts-, Familien- oder Urlaubsaufenthalt zurückkehren. Neu auf der Liste sind auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius. Schon vorher standen darauf die deutschen Nachbarländer Niederlande, Belgien, Österreich und Tschechien.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Man kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Die Bundesregierung will damit auch angesichts der neuen Virusvariante Omikron die Ausbreitung des Virus verhindern. Lesen Sie hier, wo man trotz Corona Ski fahren kann

Corona-News von Samstag, 4. Dezember: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar in Portugal

21.10 Uhr: Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten am Samstag mit 5649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442.

Die linke Regierung in Lissabon betont, man müsse Vorsicht walten lassen. Man sei aber „weit entfernt von einem roten Alarm“, wie Präsidialamtsministerin Mariana Vieira da Silva erst am Donnerstag vor Journalisten erklärte. Vor allem die Situation auf den Intensivstationen sei weiterhin relativ entspannt. 130 Intensivbetten waren zuletzt mit Covid-Patienten belegt. Im vorigen Winter waren es in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern zum Teil mehr als 800 mit Covid-Kranken besetzte Intensivbetten.

Omikron-Variante: London führt Corona-Tests vor Einreise wieder ein

19.50 Uhr: Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante verlangt Großbritannien wieder Corona-Tests von allen internationalen Reisenden. Vom kommenden Dienstagmorgen an müssen auch Geimpfte vor Abreise ins Vereinigte Königreich ein negatives Ergebnis vorlegen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstagabend ankündigte. Grund sei, dass immer mehr Infektionen mit Reisen in Verbindung gebracht werden könnten, sagte Javid. Er betonte, die Maßnahmen seien vorübergehend. Einen Zeitraum nannte der Minister aber nicht.

Großbritannien hatte die vorgeschriebenen Corona-Tests vor Einreise für Geimpfte erst Mitte Oktober abgeschafft. Bereits wieder eingeführt wurde zuletzt, dass innerhalb von zwei Tagen nach Ankunft im Königreich ein PCR-Test gemacht werden muss. Bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses gilt eine Pflicht zur Isolation.

AfD-Chef kritisiert Fackelmarsch vor Haus sächsischer Ministerin

19.10 Uhr: Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) kritisiert. "Friedlicher Protest gegen einen Impfzwang ist ein Grundrecht. Der Schutz der Privatsphäre auch!", schrieb der aus Sachsen stammende Parteichef am Samstag auf Twitter. "Der Fackelmarsch vor dem Haus von Petra Koepping ist unbedingt zu verurteilen."

5000 Impfskeptiker demonstrieren in Hamburg gegen Corona-Regeln

18.20 Uhr: Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Hamburg gegen die Corona-Regeln demonstriert. Insgesamt hätten sich etwa 5000 sogenannte Querdenker und Impfskeptiker versammelt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Angemeldet gewesen sei eine Teilnehmerzahl von 2000. Die inzwischen seit Wochen jeden Samstag stattfindende Demonstration sei friedlich verlaufen, allerdings habe es Schwierigkeiten mit dem Abstandhalten gegeben.

Der Demonstrationszug stand unter dem Motto "Das Maß ist voll - Hände weg von unseren Kindern" und bewegte sich durch die Innenstadt. Vergangene Woche beteiligten sich rund 3000 Menschen an der Demonstration.

Der Verfassungsschutz beobachtet seit einiger Zeit die den Corona-Leugnern zugerechneten Gruppierungen "Hamburg steht auf" und "Querdenken 40". Sie stehen demnach im Verdacht zum Widerstand gegen den demokratischen Rechtsstaat aufzurufen, der über friedlichen Protest hinausgeht. Landes-Verfassungsschutzsprecher Marco Haase sagte, diese Gruppierungen machten in Hamburg derzeit zwar nur einen geringen Teil des Protestspektrums aus. "Aber: Wir werden die Entwicklung sehr aufmerksam und sensibel im Fokus behalten, da natürlich auch einzelne Personen, wie beispielsweise im Rechtsextremismus, Islamismus oder Linksextremismus, eine Gefahr für unsere Demokratie darstellen könnten."

13 bestätigte Omikron-Fälle nach Firmenfeier in Norwegen

18.05 Uhr: Bei einer Firmenfeier in Norwegen ist es zu einem Ausbruch der Coronavirus-Variante Omikron gekommen. Bisher seien 13 Fälle bestätigt, teilte das nationale Gesundheitsinstitut FHI am Samstag mit. Es gebe 90 bis 100 Corona-Fälle nach dem Event in der Hauptstadt Oslo. Unklar blieb zunächst, ob sich noch weitere Gäste mit der Omikron-Variante infiziert haben.

An der Feier hatten unterschiedlichen Berichten zufolge bis zu 120 Menschen teilgenommen. Zwei von ihnen sollen kürzlich in Südafrika gewesen sein. Insgesamt gab es in Norwegen am Samstag nach FHI-Angaben 19 Omikron-Fälle, darunter vier Menschen, die aus Südafrika eingereist waren.

Illegale Corona-Demo in Berlin – Angriff auf Journalist

17.41 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen sind trotz des erlassenen Demonstrationsverbots am Samstagnachmittag in Berlin-Friedrichshain auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von einer Teilnehmerzahl im "unteren dreistelligen Bereich". Die Demonstranten zogen demnach illegal vom Strausberger Platz zur Alexanderstraße und weiter in Richtung Frankfurter Tor und Bersarinplatz, sagte eine Sprecherin.

Es kam zu mehreren Festnahmen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln und wegen Widerstands gegen die Beamten. Ein Journalist, der die Proteste per Handy filmte, wurde den Angaben zufolge von einem Teilnehmer angegriffen. Er entriss ihm demnach das Smartphone. Der Journalist konnte es nach einem Handgemenge zurück erlangen. Der mutmaßliche Täter muss sich nun wegen versuchten räuberischen Diebstahls verantworten.

Eine für Samstag ursprünglich angemeldete Demonstration von Impfgegnern und Corona-Skeptikern mit 1000 Teilnehmern war am Freitag verboten worden. Grund für das Verbot waren nach Polizeiangaben frühere Erkenntnisse, dass die Teilnehmer regelmäßig die Corona-Regeln ignorieren würden. Das Verweigern des Tragens einer Munde-Nase-Bedeckung gehöre zu dieser Art von Demonstrationen. Ähnliche Demonstrationen durften in diesem Jahr daher mehrfach nicht stattfinden.

Pistorius nach Fackel-Protest für frühes Eingreifen des Rechtsstaates

17.15 Uhr: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat angesichts von Protesten von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) Konsequenzen gefordert. "Der Rechtsstaat muss bei solchen Aktionen überall in Deutschland, und natürlich auch in Sachsen, völlig klar und unmissverständlich Kante zeigen", sagte Pistorius dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag.

Das bedeute, es brauche ein niederschwelliges Einschreiten, Beobachtungen durch den Verfassungsschutz und eine klare Grenzziehung. "Man darf nicht zurückweichen, weil jeder Meter Raum, den man diesen Menschen lässt, zur Grenzüberschreitung ausgenutzt wird", sagte der SPD-Politiker.

Silvesterfeier in Rio de Janeiro wegen Omikron-Variante abgesagt

17.05 Uhr: Die traditionelle Silvesterparty am Copacabana-Strand von Rio de Janeiro fällt dieses Jahr wegen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus aus. "Wir sagen die offizielle Neujahrsfeier in Rio ab", schrieb Bürgermeister Eduardo Paes am Samstag im Onlinedienst Twitter. Er bedauere die Entscheidung. Zwar hätten wissenschaftliche Berater der Stadt und des Bundesstaats unterschiedliche Empfehlungen abgegeben. Er werde sich aber immer für die strengere Alternative entscheiden, erklärte Paes.

In der brasilianischen Millionenmetropole läuten normalerweise rund drei Millionen Menschen am berühmten Copacabana-Strand mit Musik und Feuerwerk das neue Jahr ein. Neben Rio de Janeiro haben auch die meisten anderen Regionalhauptstädte, darunter São Paulo, ihre offiziellen Silvesterfeiern abgesagt. Schon im vergangenen Jahr war die Neujahrsparty an der Copacabana wegen der Corona-Pandemie untersagt worden.

Bislang wurden in Brasilien sechs Omikron-Fälle nachgewiesen. Rios Bürgermeister Paes erklärte, er hoffe trotz der angespannten Lage darauf, dass der weltberühmte Karneval wie geplant Ende Februar stattfinden könne.

Dorfgemeinde in Brandenburg organisiert Pop-Up-Impfzentrum

15.11 Uhr: In einem Gasthaus in der Gemeinde Stücken in Brandenburg haben Dorfbewohner gemeinsam mit einem Arzt ein Impfzentrum für einen Tag organisiert. Vor dem Gebäude in der Stückener Dorfstraße waren Zelte aufgebaut, in denen die Ankommenden registriert und über die Impfung gegen das Coronavirus beraten wurden. Im Saal des Gasthofs wurden sie geimpft. Unter den Anstehenden waren viele, die die Booster-Impfung bekommen wollten. Aber es waren auch einige für die erste Impfung vor Ort, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Vor dem Gasthof bildete sich am Vormittag eine Schlange. Die Anstehenden bekamen eine Nummer. Einige konnten wieder nach Hause gehen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen.

Mallorca verschärft Corona-Regeln – Party nur mit "Covid-Pass"

14.40 Uhr: Auf den Balearen sind verschärfte Corona-Regeln in Kraft getreten. Ausgehen ist etwa auf Mallorca derzeit fast nur noch unter 3G-Bedingungen möglich. Zum Besuch von Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen muss seit Samstag ein Impf- oder Genesenennachweis bzw. ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Diese Vorschrift gilt bis zum 24. Januar - und zwar für Innenräume und für überdachte Terrassen.

Es handelt sich um eine Erweiterung der 3G-Regel auf den Balearen, denn die Pflicht zur Vorlage des sogenannten "Covid-Passes" galt in der spanischen Mittelmeer-Region unter anderem bereits für den Besuch von Diskotheken, Nachtclubs und Seniorenheimen. Regierungssprecher Iago Negueruela betonte, man werde die Einhaltung der neuen Regeln streng kontrollieren. Bei Unterlassung sind hohe Geldstrafen von bis zu 600 000 Euro vorgesehen. Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen wie im Rest des Landes mit einer Impfquote von rund 80 Prozent zuletzt deutlich gestiegen, jedoch nicht so stark wie in Deutschland.

Omikron-Variante per Sequenzierung in Südtirol nachgewiesen

13.55 Uhr: In Südtirol haben die Behörden einen Fall der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die durchgeimpfte Frau sei Ende November aus dem südafrikanischen Kapstadt über München eingereist, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) am Samstag mit. Sie lebe in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.

PCR-Tests vor dem Abflug und nach der Landung fielen demnach negativ aus. Nach einem Hinweis der Behörden in Rom auf einen mit der Omikron-Variante infizierten Passagier an Bord wiederholten sie den Test – das Ergebnis: positiv. Laut Sabes ergab eine Sequenzierung am Freitagabend, dass sich die Frau mit der Omikron-Variante angesteckt hatte. Sie befinde sich in Isolation.

Am Freitag meldete auch die norditalienische Region Venetien einen per Sequenzierung bestätigten Omikron-Fall eines Mannes, der aus Südafrika zurückgekehrt war. Auch bei ihm war ein erster Corona-Test nach der Einreise negativ ausgefallen. Den Behörden zufolge hätten beide Patienten leichte Symptome.

Hunderte bei Protesten in Hannover

13.20 Uhr: Wegen der Corona-Politik sind am Samstag mehrere hundert Demonstranten zu Kundgebungen in der Innenstadt von Hannover auf die Straße gegangen. Zu einer Versammlung des AfD-Landesverbandes Niedersachsen am Mittag vor dem Landtag kamen rund 500 Menschen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Eine weitere Kundgebung des Linken-Kreisverbandes Hannover zog bis zum Mittag rund 100 Demonstrantinnen und Demonstranten an. Beide Versammlungen verliefen bis zum Mittag laut der Sprecherin "friedlich und störungsfrei".

Kretschmann kritisiert "SA-Methoden" bei Protest in Sachsen

12.55 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) scharf verurteilt. "Das sind Methoden, die hat die SA erfunden", kritisierte Kretschmann am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim in Erinnerung an die Kampforganisation der NSDAP.

Auf Twitter bezogen sich die "Freien Sachsen" auf die Aktion. Die "Freien Sachsen" werden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische und verfassungsfeindliche Bestrebung eingestuft.

Kretschmann räumte ein, eine allgemeine Impfpflicht wäre "eine enorme Zumutung" für die Gegner der Corona-Politik. Doch solchen Demonstranten müssten die Behörden entschieden entgegentreten. "Gegen die werden wir uns als wehrhafte Demokratie zu erweisen wissen", sagte der 73-Jährige.

Scholz: Schärfere Corona-Regeln für Ungeimpfte vertretbar

12.50 Uhr: Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die schärferen Corona-Beschränkungen vor allem für Ungeimpfte verteidigt und für einen Schub bei den Impfungen geworben. Es hätten nun noch einmal "Einschränkungen für das Miteinander" festgesetzt werden müssen, die nach all der langen Zeit schwer zu ertragen seien, sagte er am Samstag bei einem Parteitag in Berlin. "Aber eben weil nicht genug sich haben impfen lassen, müssen wir das nochmal machen."

Dabei seien 2G-Zugangsregelungen nur für Geimpfte und Genesene zu Restaurants, Kultureinrichtungen oder den Handel nun immerhin möglich, machte Scholz deutlich. Im vergangenen Winter hätten noch für alle Bürger weitgehende Maßnahmen ergriffen werden müssen. "Jetzt können wir uns auf Regelungen konzentrieren, die sich an die richten, die diese Schutzmöglichkeit für sich nicht genutzt haben." Das sei vertretbar. Es gebe jetzt ja auch jeden Tag die Möglichkeit, etwas zu tun, sagte Scholz mit Blick auf verstärkte Impfangebote. Lesen Sie dazu auch: Corona-Regeln in Deutschland – Kommt bald "2G plus plus"?

Der SPD-Kanzlerkandidat nannte es "die wichtigste erste Aufgabe, die wir anpacken müssen", die Gesundheit der Bürger zu schützen und die Pandemie mit aller Kraft zu bekämpfen. Damit werde die künftige Regierung gleich beginnen. Auf den Weg kommen müsse auch noch einmal "eine ganz neue Kampagne", um alles zu organisieren, damit sich Millionen Menschen impfen lassen könnten – "und zwar jetzt in diesem Monat Dezember". Dazu solle auch ein neuer Krisenstab beitragen. Scholz sagte: "Es wäre jetzt eine andere Lage, wenn nur ein paar mehr Bürgerinnen und Bürger für sich auch die Entscheidung getroffen hätten, sich impfen zu lassen." Dies gehöre zu den bitteren Erkenntnissen der vergangenen Monate.

Ministerin Köpping zu Protest: "Widerwärtig und unanständig"

12 Uhr: Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat die Fackel-Demonstration vor ihrem Privathaus scharf verurteilt. Sachliche Kritik an den Corona-Maßnahmen sei völlig legitim, sagte sie am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin immer gesprächsbereit. Fackel-Proteste vor meinem Haus aber sind widerwärtig und unanständig." Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber teilte zu der Fackel-Demonstration mit: "Die Staatsregierung sieht darin eine Grenzüberschreitung mit dem Ziel, Verantwortungsträger einzuschüchtern. Als Konsequenz werden die Schutzmaßnahmen für Amtsträger und ihre Familien weiter erhöht."

Köpping sagte, sie wisse, dass das keine Proteste seien, sondern organisierte Einschüchterungsversuche von Rechtsextremisten und Verschwörungsgläubigen, die leider viel zu oft vorkämen - vor Arztpraxen, an Impfzentren und Krankenhäusern, gegenüber Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und anderen engagierten Menschen. Nicht selten endeten solche Einschüchterungsversuche gewalttätig. Das sei gefährlich für jeden Einzelnen und für den Zusammenhalt. "Ich danke für die vielen unterstützenden Schreiben und Anrufe und werde mich von den permanenten Pöbeleien und Attacken auch weiterhin nicht einschüchtern lassen", sagte Köpping. Es gehe bei der derzeit notwendigen Bekämpfung der Corona-Pandemie um Menschenleben.

Inzwischen 13 Millionen Menschen mit Corona-"Booster"

11.43 Uhr: Bei den Corona-Impfungen haben inzwischen mindestens 13 Millionen Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsdosis bekommen. Insgesamt wurden am Freitag 896.000 Impfungen vorgenommen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Samstag hervorgeht.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 57,3 Millionen Menschen oder 68,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben 59,8 Millionen Menschen oder 71,9 Prozent aller Einwohner erhalten.

Merkel ruft in ihrem letzten Podcast erneut zum Impfen auf

11.02 Uhr: In ihrem letzten Podcast als Bundeskanzlerin hat Angela Merkel (CDU) die Bürgerinnen und Bürger des Landes noch einmal eindringlich zum Impfen aufgerufen. Es gebe zurzeit "Tag für Tag eine so schrecklich hohe Zahl von Menschen, die das Virus das Leben kostet", sagte sie. "Das ist so bitter, weil es vermeidbar wäre."

Merkel bat die Bevölkerung daher eindringlich, das Coronavirus ernstzunehmen. "Lassen Sie sich impfen", sagte sie. Jede Impfung helfe, denn dem Geimpften gebe sie Sicherheit und eine hohe Impfquote helfe letztlich allen, "als Land diese Pandemie hinter uns zu lassen".

"Vor uns liegen leider noch einmal schwere Wochen, die wir nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung bewältigen können", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Podcast. Sie wünsche sich, dass das gemeinsam gelinge.

Ärztepräsident Reinhardt: Niemand darf zwangsgeimpft werden

9.28 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, ist zwar für eine allgemeine Impfpflicht, warnt aber vor Zwangsimpfungen. "Wichtig ist, wir sprechen von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang. Niemand darf zwangsgeimpft werden", sagte Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Wer der Corona-Impfpflicht nicht nachkomme, müsse aber mit spürbaren Restriktionen bei der Teilnahme am öffentlichen und gewerblichen Leben rechnen.

Ungeimpfte müssten in der gegenwärtigen Lage in den Lockdown, "auch wenn es nur ein Lockdown light ist", betonte Reinhardt. Es gehe nicht anders. Die allgemeine Impflicht sei das einzige Mittel, um aus der Lockdown-Endlosschleife herauszukommen. Hohe Impfraten bedeuteten niedrigere Inzidenzen und vor allem viel weniger schwer kranke Patienten.

Protest mit Fackeln vor Wohnhaus von Sachsens Gesundheitsministerin

8.40 Uhr: Gegner der Corona-Politik haben am Freitagabend vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) protestiert. Das teilte eine Sprecherin der Polizei am Samstagmorgen mit. Ihren Angaben zufolge versammelten sich etwa 30 Menschen laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor dem Haus in Grimma. Als die Polizei eintraf, seien die Menschen in mehreren Fahrzeugen geflüchtet. 15 Autos wurden demnach von der Polizei angehalten, die Identitäten von 25 Menschen wurden festgestellt.

Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und prüft Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Wegen der dramatischen Pandemie-Lage sind gemäß der sächsischen Corona-Notfallverordnung in dem Bundesland derzeit nur Versammlungen mit höchstens zehn Menschen erlaubt - und nur an einem festen Ort.

Die SPD Sachsen sowie die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans verurteilten den Protest vor Köppings Haus. Esken schrieb auf Twitter: "Auch wenn die paar Hansel da versuchen, Angst und Schrecken zu verbreiten: die Vernunftbegabten und Verantwortungsbereiten sind die große Mehrheit, und die steht an Deiner Seite!" Walter-Borjans twitterte am Samstagmorgen: "Was sich gestern vor dem Haus von Petra @Koepping zugetragen hat, hat mit mit Sorge und Freiheitsdrang nichts zu tun. Das ist in Art und Auftritt faschistoid."

Innenminister rechnen mit Radikalisierung der Proteste

3.20 Uhr: Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), hat davor gewarnt, dass die geplante Impfpflicht zu einer Radikalisierung der Corona-Proteste führt. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes sei davon auszugehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagte der baden-württembergische Innenminister unserer Redaktion. (Link: Corona-Beschlüsse: Werden Impfgegner jetzt gewalttätig? )

Strobl betonte: "Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher." Sie glaube eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, die Widerstand rechtfertige. Der IMK-Chef rief dazu auf, dem Protest standzuhalten. Im Kampf gegen Corona sei es richtig, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. "Auch wenn es eine zunehmende Radikalisierung geben sollte: Wir lassen uns von Extremisten, Verschwörungsideologen und Antisemiten nicht abhalten, das Richtige zu tun", betonte er. Lesen Sie auch: Corona-Beschlüsse: Werden Impfgegner jetzt gewalttätig?

Corona-News von Freitag, 3. Dezember: Irland verschärft Corona-Einschränkungen über Weihnachten

22.54 Uhr: Irland hat mit Blick auf die Weihnachtszeit die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie verschärft. Diskotheken müssen schließen und in Gastronomie-Betrieben gelten ab nächstem Dienstag Abstandsregeln und Maskenpflicht, wie die Regierung in Dublin am Freitag mitteilte. Bei privaten Besuchen dürfen außerdem nur noch Menschen aus maximal drei verschiedenen Haushalten zugegen sein.

Dennoch werde das Land nicht "zurück zu den Tagen des Lockdowns gehen", versicherte Regierungschef Micheal Martin. "Es geht darum, die Leitlinien an die heutige Bedrohung anzupassen und die bisher erzielten Fortschritte zu schützen." Er nahm damit insbesondere Bezug auf eine drohende Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron.

Zwei Nilpferde in belgischem Zoo positiv auf Corona getestet

22.41 Uhr: Zwei Nilpferde in einem belgischen Zoo haben sich auf bislang unbekannte Weise mit dem Coronavirus infiziert. Das 14-jährige Nilpferd-Weibchen Imani und ihre 41 Jahre alte Mutter Hermien seien positiv getestet worden, teilte der Antwerpener Zoo am Freitag mit. Das Nilpferdhaus wurde daraufhin für die Öffentlichkeit geschlossen, ihre Pfleger müssen sich isolieren.

Der Antwerpener Zoo hatte seine Tiere im letzten Jahr getestet und keine Fälle von Coronaviren gefunden. Nun hätten die Tiere begonnen "Rotz auszuscheiden, den ich vorsorglich auf Bakterien untersucht habe", sagte der zuständige Tierarzt Francis Vercammen. "Angesichts der aktuellen Ereignisse habe ich zusätzlich beschlossen, die Proben auch auf Covid-19 zu testen, was zu diesem überraschenden Ergebnis führte." Es ist nicht bekannt, wie die Flusspferde mit dem Virus in Berührung gekommen sind. Ihre Pfleger hatten keine Symptome.

Südafrika: Corona-Neuinfektionen steigen rapide an

21.22 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südafrika steigt rapide an. Am Freitag meldete das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) 16 055 Neuinfektionen innerhalb eines Tages bei 65:990 durchgeführten Covid-Tests. Vor genau einer Woche lag in dem Land mit rund 59 Millionen Einwohnern die Zahl der Neuinfektionen bei 2828, nachdem 30:904 Tests durchgeführt wurden. 72 Prozent der neuen Fälle sind nach NICD-Angaben in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng, zu der auch die Metropole Johannesburg gehört, aufgetreten. Südafrika hatte vergangene Woche als eines der ersten Länder weltweit die neue Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation hatte daraufhin die Variante (B.1.1.529) als "besorgniserregend" eingestuft.

Russlands Statistikbehörde verzeichnet fast 75.000 Corona-Tote im Oktober

21.21 Uhr: In Russland sind im Oktober fast 75.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handelte sich damit um den Monat mit den meisten Sterbefällen seit Pandemiebeginn, wie die Statistikbehörde Rosstat am Freitag mitteilte. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Russland habe sich damit auf mehr als 520.000 erhöht. Das ist die dritthöchste Opferzahl nach den USA und Brasilien.

Die Statistikbehörde wendet eine umfassendere Definition von Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus an als die russische Regierung, die nach eigenen Angaben von nur rund 279.000 Corona-Toten ausgeht. Die Corona-Infektions- und Sterbezahlen in Russland steigen seit Herbstbeginn steil an. Die Impfquote ist gleichzeitig mit knapp 40 Prozent vollgeimpften Einwohnern sehr niedrig.

Corona-Inzidenz in Italien weiter steigend

19.45 Uhr: In Italien steigt die Corona-Inzidenz weiter deutlich an. Stand Donnerstag berechneten sie die Experten landesweit für die zurückliegenden sieben Tage auf durchschnittlich 155 Fälle je 100.000 Einwohner, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mit. In der Vorwoche lag der Wert noch bei 125. Besonders hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Südtirol mit rund 646 Fällen je 100.000 Einwohner, dahinter folgen mit klarem Abstand die norditalienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien, Venetien und das Aostatal.

Es sei ein schrittweiser Anstieg der Fallzahlen, vor allem in den Altersbereichen mit vielen Ungeimpften, sagte Experte Gianni Rezza. "Aktuell sind wir in einer Prä-Omikron-Phase." Bis auf einen kleinen Ausbruch zirkuliere die Variante derzeit nicht in Italien. Am Freitag meldeten die Behörden etwas mehr als 17.000 Corona-Neuinfektionen und fast 75 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Rund 87,6 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahren sind mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft.

Weitere Omikron-Fälle bestätigt

18.28 Uhr: Zwei Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus sind in Krefeld nach Angaben der Stadt bei Laboruntersuchungen bestätigt worden. Auch die Stadt Essen hat am Freitag einen Omikron-Fall bestätigt. Es handele sich um zwei Personen einer Familie, teilte die Stadt Krefeld mit. Nach den bisherigen Recherchen gelte es als wahrscheinlich, dass sie sich bei einer Veranstaltung im europäischen Ausland angesteckt haben. Für beide Personen, die keine Symptome aufweisen würden, sei Quarantäne angeordnet worden. Darüber hinaus bestehe Quarantäne für zehn weitere Omikron-Verdachtsfälle in der Stadt.

Laut Mitteilung der Stadt Essen vom Nachmittag hat die doppelt geimpfte Person, bei der die Omikron-Variante bestätigt wurde, nach einer Reise nur einen milden Krankheitsverlauf. Die Quarantäne auch für enge Kontaktpersonen sei angeordnet. Eine Freitestung sei nicht möglich.

Wegen Corona: Düsseldorf verschiebt Rosenmontagszug auf 29. Mai

17.42 Uhr: Die Düsseldorfer Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr auf den 29. Mai. Das hat das Comitee Düsseldorfer Carneval gemeinsam mit der Stadt und anderen Brauchtumsvereinen entschieden. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) gab den neuen Termin am Freitag bekannt. Damit ist der zunächst auserkorene 8. Mai als Ausweichtermin vom Tisch. Bei der Auswahl des 8. Mai seien handwerkliche Fehler unterlaufen, räumten die Karnevalisten ein. Man habe Terminkollisionen übersehen. Die Karnevalisten gehen davon aus, dass Ende Mai die vierte Coronawelle überwunden ist.

Neuer Bußgeldkatalog bei Corona-Verstößen tritt in Kraft

17.15 Uhr: Von 100 Euro bis 25.000 Euro - ein überarbeiteter Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen in Niedersachsen tritt am Samstag in Kraft. Das Gesundheitsministerium in Hannover versandte nach eigenen Angaben am Freitag den entsprechenden Runderlass. Aufgenommen wurden mögliche Verstöße gegen neue Regeln, zum Beispiel die 3G-Kontrolle (geimpft, genesen oder getestet) am Arbeitsplatz.

"Die überwältigende Mehrheit der Niedersächsinnen und Niedersachsen hält sich gewissenhaft an die Corona-Regeln und verhält sich sehr verantwortungsvoll", sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). "Diejenigen aber, die den Ernst der Lage noch immer nicht verstanden haben, müssen damit rechnen, dass Regelverstöße mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden." Wer als Bürger gegen die Abstandsregeln verstößt, muss ab 50 Euro zahlen, bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht ab 100 Euro. Teurer wird das Vorlegen falscher Bescheinigungen. Hohe Strafen von mehreren Tausend Euro treffen Betriebe und Veranstalter, die mehr Personen zulassen als erlaubt oder ihren Kontrollpflichten nicht nachkommen.

Belgien schickt Grundschüler wegen Corona früher in Weihnachtsferien

16.53 Uhr: Wegen massiv gestiegener Corona-Infektionszahlen schickt Belgien Grund- und Vorschüler eine Woche früher in die Weihnachtsferien. Für sie schließen die Einrichtungen bereits am 18. Dezember, wie Regierungschef Alexander De Croo am Freitag in Brüssel nach einer Krisensitzung der Regierung mitteilte. Das ist eine Woche früher als geplant. Zudem wird die Maskenpflicht auf alle Kinder ab sechs Jahren ausgeweitet.

Es gebe derzeit eine Infektionswelle bei Kindern, die auf Eltern und Großeltern überzugreifen drohe, sagte De Croo. Weiterführende Schulen sollen deshalb bis Weihnachten zwar wie geplant offen bleiben, aber nur noch zu 50 Prozent in Präsenzunterricht laufen. Zudem werden landesweit Veranstaltungen in Innenräumen eingeschränkt.

Kubicki bekräftigt Ablehnung allgemeiner Impfpflicht

16.45 Uhr: FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki lehnt eine allgemeine Corona-Impfpflicht weiter ab. Eine solche Maßnahme sei ein "tiefer Grundrechtseingriff", der zudem die vierte Infektionswelle nicht brechen könne, schrieb Kubicki in einem Gastbeitrag für die "Fuldaer Zeitung" (Samstagsausgabe). Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern vom Donnerstag gebe es überdies "bereits eine faktische Impfpflicht für all jene, die lediglich am öffentlichen Leben teilnehmen wollen".

Er respektiere "ausdrücklich", dass sich einige seiner Fraktionskollegen inzwischen für eine Impfpflicht aussprächen, schrieb Kubicki. Damit bezog er sich unter anderem auf Parteichef Christian Lindner, der zuletzt angekündigt hatte, voraussichtlich für die Impfpflicht zu stimmen, und diese als "verhältnismäßig" bezeichnet hatte.Dieser Einschätzung widersprach Kubicki: Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz könnten "gesunde Ungeimpfte" Kinos, Gaststätten und den "gesamten Einzelhandel" nicht mehr besuchen, kritisierte er. "Es gilt dort flächendeckend 2G, völlig unabhängig davon, ob die Wocheninzidenz bei 1000 oder bei Null liegt."

Keine Testpflicht nach Auffrischungsimpfung in Rheinland-Pfalz

16.28 Uhr: Auch in Rheinland-Pfalz entfällt die Testpflicht für Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. "Wir haben heute im Kabinett noch einmal intensiv beraten und entschieden, dass Menschen mit bereits erfolgter Auffrischungsimpfung von der Testpflicht der 2G-plus-Regelung ausgenommen sind", teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag mit. Die Auffrischungsimpfung erhöhe den Impfschutz enorm. "Sie brauchen dann deshalb beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr." Die 2G-plus-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Testergebnis Zugang haben. Die neue Corona-Verordnung des Landes sollte am Freitagabend veröffentlicht werden und am Samstag in Kraft treten.

Zuvor hatte bereits Niedersachsen die Testpflicht nach einer Booster-Impfung gekippt. Wer dort eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, braucht ab Samstag trotz 2G-plus-Regel keinen aktuellen Corona-Test mehr vorlegen.

18 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Thüringer Pflegeheim

16.19 Uhr: Insgesamt 18 Menschen sind nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Rudolstadt in Thüringen gestorben. Bei 14 von ihnen bestand kein vollständiger Impfschutz, wie das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt am Freitag mitteilte. Nur eine Person habe demnach drei Impfungen erhalten, drei weitere waren doppelt geimpft. Bei einer ersten Meldung von vergangener Woche hatte das Landratsamt berichtet, dass Angehörige von Heimbewohnern diesen von der Impfung abgeraten hatten. Damals waren sieben Tote gezählt worden. Von 141 Heimbewohnern war rund ein Drittel nicht geimpft, hieß es in der Mitteilung vom Freitag.

Behauptungen in sozialen Netzwerken, wonach die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Booster-Impfung stünden, widersprach das Landratsamt und verwies auf den Anteil der Ungeimpften unter den Todesfällen. Auch habe es genügend Impfmöglichkeiten für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen gegeben. "Die Nicht-Impfung ist in diesen Fällen also eine bewusste Entscheidung der Bewohner beziehungsweise von deren Angehörigen und Betreuern und liegt nicht an Terminengpässen in der Impfstelle", hieß es.

Senat: Tanzverbot in Berliner Clubs ab Mittwoch

16.09 Uhr: Das Tanzen in den Berliner Clubs ist wegen der heftig gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen ab Mitte nächster Woche verboten. Zwar werden die Clubs wegen rechtlicher Fragen noch nicht geschlossen, "aber es darf nicht mehr getanzt werden", sagte der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler (SPD), nach einer Sondersitzung des Senats am Freitag. Vom Bund sei beschlossen worden, Clubs bei hohen Inzidenzwerten über 350 zu schließen, der rechtliche Prozess dazu laufe aber noch. Wenn der Bund nächste Woche die Gesetze anpasse, werde man auch in Berlin erneut beraten. Das Verbot des Tanzens sei aber auch schon ohne Beteiligung des Parlaments nach dem Infektionsschutzgesetz möglich. Es gilt ab Mittwoch, weil dann die neuen Verordnungen in Kraft treten. Offenbleiben dürfen auch Restaurants und Kneipen, aber es soll neue Abstandsregeln geben und weniger Tische.

Verbände: Noch keine Impfungen beim Zahnarzt möglich

16.01 Uhr: Angesichts eines möglichen Ansturms auf Zahnarztpraxen wegen der Corona-Impfungen haben Medizinerverbände die Erwartungen gebremst. "Auch wenn die Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ländern am Donnerstagabend beschlossen hat, dass Zahnärzte nun potentiell Corona-Schutzimpfungen geben dürfen, heißt das noch nicht, dass es ab morgen schon losgeht", erklärte Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer am Freitag in Berlin.

"Impfungen beim Zahnarzt in der Praxis sind nicht ab sofort möglich", fügte Benz hinzu. Patientinnen und Patienten sollten daher von Anrufen in den Zahnarztpraxen absehen. Auch der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Wolfgang Eßer, betonte, zunächst müssten die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen geklärt werden. Dies werde noch einige Zeit dauern. Die Zahnärzte stünden aber bereit, um in externen mobilen Einheiten, Arztpraxen und Impfzentren die anderen Ärzte zu unterstützen.

Auch Geimpfte müssen bei Einreise in Schweiz nun Test vorlegen

15.51 Uhr: Die Schweiz verschärft nach dem bedrohlichen Anstieg der Corona-Infektionen die Maßnahmen. Einreisende müssen ab Samstag (4. Dezember) einen negativen PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte, wie die Regierung am Freitag beschloss. Zudem muss ein zweiter Test, PCR- oder Antigen-Schnelltest, zwischen dem vierten und dem siebten Tag nach der Einreise gemacht werden. Ausgenommen von der Regel seien Einreisende aus Baden-Württemberg und anderen Grenzregionen, sagte Michael Gerber, Leitung Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Vorher verhängte Quarantänebestimmungen für zahlreiche Länder werden aufgehoben.

Lauterbach: Hoffnung auf harmloseren Omikron-Verlauf "wahrscheinlich falsch"

14.50 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in einem Tweet Zweifel daran geäußert, dass Verläufe mit der Omikron-Variante des Coronavirus harmloser sein könnten. Daten zu der Mutante zeigten "zunehmend zwei Entwicklungen", schrieb Lauterbach auf Twitter. "Der Durchbruch bei bereits Infizierten (und wahrscheinlich nicht ausreichend Geimpften) erklärt die Explosion der Fälle. Und leider war die Hoffnung 'verläuft harmloser' wahrscheinlich falsch."

Dazu verlinkte Lauterbach einen Financial-Times-Artikel zu einer Studie des South Africa's National Institute For Communicable Diseases, die sich detailliert mit der neuen Variante beschäftigt hat.

Omikron-Fall in Niedersachsen nachgewiesen

14.30 Uhr: In Niedersachsen ist der erste Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Nach einem Verdachtsfall habe eine Sequenzierung ergeben, dass es sich um eine Infektion mit der Omikron-Variante B.1.1.529 handele, teilte das Landesgesundheitsamt (NLGA) am Freitag in Hannover mit.

Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestand laut Gesundheitsministerium bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte. Nach der Reise traten demnach in der vergangenen Woche bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Schnell- und PCR-Test hatten eine Corona-Infektion bestätigt.

Neun Corona-Demos in Frankfurt für das Wochenende angekündigt

14.10 Uhr: An diesem Wochenende sind in Frankfurt gleich neun Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen angemeldet worden. Erwartet werden nach Angaben der Organisatoren mehr als 2000 Menschen, teilte ein Sprecher des Ordnungsamts am Freitag mit. Das Ordnungsamt erließ umfangreiche Auflagen, um Verstöße gegen Corona-Schutzvorschriften auszuschließen.

Die größte Versammlung ist für Samstagnachmittag in der Frankfurter Innenstadt geplant. Hier wollen 1500 Teilnehmende einen sogenannten Stadtspaziergang zum Thema "Kinderschutz, Kinder schützen" durchführen. Eine Versammlung auf dem Frankfurter Rathenauplatz ist zudem unter dem Motto angekündigt: "Gegen Zwangsimpfung, Impf-Pass, gegen globale Diktatur". Bereits am vergangenen Wochenende hatten Angehörige der Querdenken-Bewegung einen "Stadtspaziergang" organisiert.

Slowakei meldet Rekord an Corona-Neuinfektionen

14.00 Uhr: Neuer Corona-Höchstwert in der Slowakei: Das 5,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählende EU-Land verzeichnete nach den am Freitag veröffentlichten Angaben 15.278 positiv Getestete. Das Gesundheitsministerium in Bratislava schränkte allerdings in einer Facebook-Erklärung ein, die Rekordzahl habe zumindest teilweise auch methodische Gründe. Einige PCR-Tests seien verzögert in das Informationssystem nachgetragen worden.

Dass der Trend aber auch unabhängig von dieser Ungenauigkeit stark steigend ist, bestritt das Ministerium nicht. Expertinnen und Experten führen die hohen Corona-Zahlen auch auf die geringe Durchimpfung der Bevölkerung zurück. Bis Freitag waren erst 45 Prozent vollständig geimpft. Von den über 3400 mit Covid-19 im Krankenhaus liegenden Personen sind nach offizieller Statistik nur 15,5 Prozent vollständig geimpft.

Spahn könnte gegen allgemeine Impfpflicht stimmen

13.40 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler angekündigt, dass er im Bundestag gegen eine allgemeine Impfpflicht stimmen könnte. Er habe eine "grundsätzlich sehr skeptische Haltung", wie er sagte - "Das wird auch mein Abstimmungsverhalten bestimmen."

Bei WHO bislang keine Todesfälle durch Omikron gemeldet

13.23 Uhr: Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bislang keine Todesfälle infolge einer Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Das teilte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Freitag in Genf mit. Die WHO sammelt demnach die Daten über die Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante und wertet sie aus. Er habe aber "noch keine Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit Omikron gesehen", fügte Lindmeier hinzu.

"Sämtliche Erkenntnisse" zur Ausbreitung von Omikron würden von der WHO gesammelt, betonte der WHO-Sprecher. Dies werde dazu führen, dass sich das Wissen mit der Zeit erweitere, vor allem wenn die betroffenen Länder gezielt nach der Omikron-Variante suchten. So werde es eine Ansammlung von Wissen, aber "hoffentlich nicht über Todesfälle"geben.

RKI-Chef Wieler ruft bei Corona-Maßnahmen zum Durchhalten auf

13.02 Uhr: Der weitere Verlauf der vierten Corona-Welle und der Pandemie insgesamt ist nach Ansicht von RKI-Chef Lothar Wieler kaum vorherzusehen. Die bestehenden Maßnahmen müssten konsequent und vor allem auch langfristig umgesetzt werden, betonte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag in Berlin. "Wir dürfen halt die nächsten Monate nicht nachlassen." Je früher man eingreife, desto stärker seien die Auswirkungen und desto weniger Fälle gebe es. "Dieses Spiel, diese Wachsamkeit, das wird uns noch einige Monate immer wieder bewegen."

Alle vorhandenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Impfungen, Hygienemaßnahmen und Medikamente müssten parallel eingesetzt werden und immer wieder angepasst werden. Letztlich brauche es einen sehr hohen Immunschutz in der Bevölkerung. "Wir werden sicher diese Pandemie wirklich nicht beenden, bevor nicht jeder einen Immunschutz hat", so Wieler. "Und ich kann immer nur noch mal ganz klar sagen: Lieber hol' ich mir den Immunschutz durch eine Impfung als durch eine natürliche Infektion."

Polen und die Schweiz werden zu Hochrisikogebieten

12.37 Uhr: Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Italien: Ungeimpftes Medizin-Personal in Krankenhäusern

12.09 Uhr: Sonderermittler der italienischen Polizei haben bei Kontrollen im Gesundheitsbereich rund 280 Bedienstete ohne die vorgeschriebene Corona-Impfung erwischt. Die Carabinieri hätten bislang rund 4900 Angestellte in mehr als 1600 Einrichtungen im medizinischen Bereich und der Pflege kontrolliert, hieß es am Freitag. Seit April gilt in Italien eine Corona-Impfpflicht im Gesundheitsbereich.

126 Angestellte seien weiterhin zum Dienst erschienen, obwohl die Behörden sie bereits wegen ihrer fehlenden Impfung suspendiert hatten. Acht kontrollierte Hausärzte seien überhaupt noch nie geimpft worden. Gesundheitsminister Roberto Speranza dankte den Ermittlern. "Das Gesundheitspersonal und alle, die die privaten oder öffentlichen Einrichtungen betreten, müssen die Garantie haben, sich in einem sicheren Umfeld zu befinden."

Schwesig kritisiert Ständige Impfkommission

11.56 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat der Politik ebenso wie der Ständigen Impfkommission (Stiko) Versäumnisse in der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Bei den Booster-Impfungen sind wir zu spät dran", sagte Schwesig dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Das Beispiel Israel habe schon im Sommer gezeigt, dass Auffrischimpfungen die vierte Welle brechen. Die Stiko habe Boostern jedoch erst im Oktober für über 70-Jährige empfohlen und für alle sogar erst im November. "Das kam viel zu spät." Die Ärzte orientierten sich an den Stiko-Empfehlungen.

Auch das Handeln der Politik in der Pandemie in Deutschland in den letzten Wochen sieht Schwesig dem Magazin zufolge kritisch. "Wir in der Politik müssen uns fragen, ob wir nicht früher Einschränkungen für Ungeimpfte hätten vornehmen müssen." Lesen Sie auch: Neue Corona-Regeln: Deutliche Kritik von Streeck und Co.

Dringender Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen

11.46 Uhr: Auch in Sachsen gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron. "Es ist ein dringender Verdacht", sagte eine Sprecherin der Uniklinik Leipzig am Dienstagnachmittag. Anders als von der Stadt Leipzig am Dienstagvormittag bekanntgegeben, sei der Fall aber noch nicht endgültig durch eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Über den Verdacht hatte die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet. Betroffen ist demnach ein 37 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

RKI-Chef Wieler: Impfpflicht muss sorgsam überlegt werden

11.31 Uhr: Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich in der Debatte über eine Corona-Impfpflicht für ein behutsames Vorgehen ausgesprochen. Das Thema müsse "sehr, sehr sorgsam kommuniziert und überlegt werden", sagte Wieler am Freitag in Berlin. Es gebe ganz viele Fragen, etwa ab welchem Alter eine Impfpflicht gelten und wie sie vollzogen werden solle und wie damit umgegangen werde, dass Impfungen keinen 100-prozentigen Schutz brächten, sondern eventuell aufgefrischt werden müssten.

"Da braucht es wirklich eine intensive Debatte, um die Pros und Cons herauszuarbeiten (...) Das ist wirklich nicht so trivial." Das Land müsse da noch sehr viel diskutieren. "Ich wünsche mir, dass dort eine fundierte Diskussion stattfindet und dann auch eine wirklich informierte Entscheidung im Parlament", sagte Wieler.

Spahn rechtfertigt umfassende Beschränkungen für Ungeimpfte

10.40 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die beschlossenen weitreichenden Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte im Advent gerechtfertigt. "Wären alle erwachsenen Deutschen geimpft, steckten wir nicht in dieser schwierigen Lage", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin mit Blick auf deutlich höhere Anteile Ungeimpfter an Infizierten und Intensivpatienten. Die Bund-Länder-Beschlüsse zu schärferen Maßnahmen machten deutlich: "Deutschland nimmt die Lage ernst." Diese Entscheidungen seien spät gekommen, aber immerhin getroffen. Sie müssten nun umgesetzt werden.

Selbst wenn die Maßnahmen schon morgen volle Wirkung zeigten, würden die Klinikbelastungen aber ansteigen, sagte Spahn. Deutschland werde die Zahl von mehr als 5000 Corona-Patienten auf den Intensivstationen in den nächsten Tagen und Wochen deutlich übersteigen. Die Lage werde "rund um Weihnachten ihren traurigen Höhepunkt erreichen". Lesen Sie auch: Corona-Regeln in Deutschland: Kommt bald "2G plus plus"?

Divi: Gipfel-Beschlüsse können Pandemie entscheidend verändern

9.59 Uhr: Die Intensivmediziner-Vereinigung Divi hat die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie begrüßt. Die bundeseinheitliche 2G-Regel für Einzelhandel und Kultur, Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und die Maskenpflicht für alle Schulklassen hätten das Potenzial, die Entwicklung entscheidend zu verändern, erklärte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Freitag in Berlin.

"Besonders begrüßen wir das einheitliche Vorgehen", sagte Divi-Präsident Gernot Marx der Deutschen Presse-Agentur. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass einheitliche Maßnahmen am besten wirkten. Weiterhin bis zu 15.000 Menschen zu Großveranstaltungen zusammenkommen zu lassen, erscheine trotz der 2G-Regelung (Genesene und Geimpfte) allerdings sehr hoch, hieß es weiter. "Es gilt entsprechend, das Ausbruchsgeschehen rund um diese Zusammentreffen vieler Menschen sehr genau im Auge zu behalten."

WHO: Maßnahmen gegen Delta wirken auch bei Omikron

8.49 Uhr: Im Kampf gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron sollten Staaten sich nach Angaben von asiatischen WHO-Experten vor allem auf die bisher in der Pandemie gemachten Erfahrungen stützen. "Grenzkontrollen können verzögern, dass das Virus hereinkommt und Zeit gewinnen", sagte der WHO-Direktor für die Westpazifische Region, Dr. Takeshi Kasai in einer virtuellen Konferenz von Manila aus.

"Aber jedes Land und jede Gemeinschaft muss sich auf neue Wellen vorbereiten." Die im Umgang mit der Delta-Variante gewonnenen Erfahrungen sollten Grundlage für die Bekämpfung der Pandemie sein. "Die positive Nachricht insgesamt ist, dass wir derzeit keine Information haben, die nahelegen würde, dass wir die Richtung unserer Antwort ändern müssten", sagte er weiter.

Mittelstandverband für 2G-Regel in Betrieben

8.34 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine 2G-Regel in Betrieben gefordert. "Das ist leichter zu kontrollieren und kostengünstiger als die 3G-Regel", sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Nachrichtenagentur dpa."Es würde bedeuten, dass nur wer geimpft oder genesen ist, seinen Arbeitsplatz betreten darf." Vor mehr als einer Woche war die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft getreten: Arbeitgeber dürfen Beschäftigten nur Zugang zu Betrieben gewähren, wenn diese geimpft, genesen oder getestet sind.

Erste Omikron-Fälle im US-Bundesstaat New York

7.58 Uhr: Der US-Bundesstaat New York hat die ersten Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus registriert. "Der Staat New York hat fünf Fälle der Omikron-Variante bestätigt", erklärte Gouverneurin Kathy Hochul auf Twitter. Weitere Fälle wurden aus Los Angeles sowie Hawaii gemeldet. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in den USA auf zehn.

Virologen kritisieren Gipfel-Beschlüsse

7.42 Uhr: Führende Virologen haben die von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen nur für Ungeimpfte kritisiert. "Es ist ein Fehler, Kontaktbeschränkungen für Geimpfte auszuschließen", sagte Virologe und Stiko-Mitglied Klaus Überla dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Denn inzwischen treten fast die Hälfte der symptomatischen Infektionen bei Geimpften auf. Die Geimpften spielen eine beträchtliche Rolle bei der Ausbreitung des Virus."

Überla pocht auf Maßnahmen unabhängig vom Impfstatus, wie es sie bereits im Berufsleben gibt: "Während wir am Arbeitsplatz durch Homeoffice und Hygienemaßnahmen die Übertragungen reduzieren, brauchen wir auch die Möglichkeit, Kontaktbeschränkungen für Geimpfte im privaten Bereich zu verhängen."

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt: "Die Kontakteinschränkungen bergen die Gefahr, dass sich jetzt Ungeimpfte ins Private zurückziehen." Dass die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich zu kontrollieren seien, bezweifelt Streeck. "Wir riskieren Übertragungen unter Ungeimpften, die keinen Grund mehr haben sich testen zu lassen, sondern durch 2G ausgeschlossen werden."

Impfpflicht in Pflegeheimen und Kliniken ab 16. März

6.59 Uhr: Die angekündigte Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten soll ab dem 16. März gelten. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland RND. Nach Informationen aus "Kreisen der Ampel-Parteien" müssten dem Bericht zufolge alle bereits heute Beschäftigten und alle, die ab 1. Januar neu beginnen, spätestens bis zum 15. März einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen. Wer danach seine Tätigkeit starte, benötige den entsprechenden Nachweis von Anfang an, hieß es weiter.

Mit der Übergangsfrist hätten alle Betroffenen genug Zeit, sich jetzt noch impfen zu lassen. Ausgenommen von der Pflicht seien Beschäftigte, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Der Gesetzentwurf zur "einrichtungsbezogenen Impfpflicht" solle bis spätestens Mitte Dezember im Bundestag beschlossen werden.

Heil will neue Homeoffice-Regeln

6.38 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Homeoffice durch neue Regeln weiter ausbauen. "Mit der neuen Bundesregierung werden wir den Menschen den Rücken stärken, die auch nach Corona gelegentlich oder häufiger mobil arbeiten wollen", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland RND. "Wir schaffen einen Rechtsanspruch für die Beschäftigen, mit dem Arbeitgeber konkret über ihren Homeoffice-Wunsch zu sprechen, einen sogenannten Erörterungsanspruch", fügte er hinzu.

Heil sagte dem RND weiter: "Nimmt der Arbeitgeber keine Stellung, wird der Homeoffice-Wunsch zum Anspruch." Dennoch werde auch künftig gelten, dass der Bäcker seine Brötchen nicht zu Hause backen könne und der Fabrikarbeiter seine Arbeit in der Werkshalle machen müsse. "Der Arbeitgeber kann einen Homeoffice-Wunsch aus betrieblichen Gründen ablehnen - aber eben nicht willkürlich, sondern mit einer plausiblen Begründung", sagte der SPD-Politiker. "Wir erleben ja gerade, in wie vielen Berufen mobiles Arbeiten möglich ist."

Studie: mRNA-Impfstoffe haben wohl stärkere Booster-Wirkung

6.06 Uhr: Der britischen Studie "COV-Boost" zufolge, sind die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna am besten für eine dritte Impfung geeignet. Die Studie ergab, dass eine volle oder halbe Dosis von Pfizer/Biontech oder eine volle Dosis von Moderna sowohl die Antikörper- als auch die T-Zell-Werte sehr wirksam ansteigen ließen. Wenn Astrazeneca, Novavax, Johnson & Johnson und Curevac als Auffrischungsimpfung verabreicht wurden, erhöhten sie ebenfalls die Antikörperspiegel für beide Erstimpfstoffe, wenn auch in geringerem Maße.

2000 Menschen in Quarantäne nach Omikron-Fällen an Genfer Schule

5.39 Uhr: Nach der Entdeckung von zwei Fällen der Omikron-Variante des Coronavirus in einer Schule in Genf sind rund 2000 Menschen, darunter 1600 Kinder, unter Quarantäne gestellt worden. "Es ist unerlässlich, die Verbreitung der Variante in unserem Land zu bremsen", begründeten die Gesundheitsbehörden der Kantone Waadt, wo sich der betroffene Campus der Schule befindet, und Genf die drastische Maßnahme. "Die beiden Fälle stehen in enger innerfamiliärer Verbindung mit einer positiven Person, die von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt ist", erklärten die Behörden weiter.

Apothekerverband fordert unkomplizierte Regelungen für Impfungen in Apotheken

5.30 Uhr: Die deutschen Apotheker fordern unkomplizierte Regelungen für Corona-Impfungen in Apotheken: Es komme nun darauf an, zügig einen rechtlichen Rahmen dafür zu schaffen. "Nicht alle, aber viele Apotheken werden schnell in der Lage sein, den Menschen mit Impfungen zu helfen", sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Gabriele Regina Overwiening, unserer Redaktion. Skeptisch äußerte sich die Apotheker-Vertreterin mit Blick auf die geplante Übergangsregelung, nach der Ärzte das Impfen an die Apotheker delegieren sollen. "Wirkungsvoller könnte es sein, wenn beide Heilberufe in dieser Notlage so viel wie möglich impfen und nicht der oder die eine dem oder der anderen diese Aufgabe überlässt."

Bund und Länder hatten am Donnerstag beschlossen, den Kreis der Personen deutlich auszuweiten, die Impfungen durchführen dürfen. "Kurzfristig geht das über Delegationen, mit denen Ärztinnen und Ärzten an Apothekerinnen und Apotheker sowie Pflegefachkräfte, etwa in Altenheimen die Impfung delegieren dürfen", heißt es dazu im Beschlusspapier. Darüber hinaus soll eine gesetzliche Änderung erfolgen, um den Kreis der Berechtigten, die in der Corona-Pandemie Impfungen durchführen können, auszuweiten.

Städtetag: Bund und Länder müssen mehr Impfstoff beschaffen

4.32 Uhr: Städtetagspräsident Markus Lewe hat Bund und Länder eindringlich zur Beschleunigung der Corona-Impfungen aufgerufen. "Die Impfkampagne muss jetzt in den Turbogang wechseln", sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. "In vielen Städten kommt derzeit jedoch nicht genügend Impfstoff an. Bund und Länder müssen dringend für genügend Impfstoff und das Impfpersonal sorgen und die Kosten dafür tragen." Außerdem müsse der Bund schnell ermöglichen, dass in Apotheken, von Pflegekräften und Zahnärztinnen und Zahnärzten geimpft werden könne.

Der Beschluss der Bund-Länder-Runde, verbindlich die 2G-Regel für den Freizeitbereich einzuführen, reiche in vielen Regionen nicht mehr aus, betonte Lewe. "Die Länder sollten auch Großveranstaltungen wie Karneval untersagen bei hohen Inzidenzen und drohender Überlastung der Krankenhäuser." In diesen Fällen müssen Bund und Länder die betroffenen Unternehmen finanziell unterstützen durch Wirtschaftshilfen. "Auch Sportereignisse sollten derzeit nicht mit Publikum stattfinden."

Corona-News von Donnerstag, 2. Dezember: Für Booster-Geimpfte in Niedersachsen womöglich 2G-plus ohne Test

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(fmg/dpa/afp/epd)