Update vor 4 Min.
Newsblog

Corona: RKI meldet Zahlen – Drosten "besorgt" wegen Omikron

| Lesedauer: 93 Minuten
Niederlande: Mindestens 13 Omikron-Fälle unter Südafrika-Rückkehrern

Niederlande: Mindestens 13 Omikron-Fälle unter Südafrika-Rückkehrern

Die Niederlande haben mindestens 13 Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron bei Reiserückkehrern aus Südafrika entdeckt.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Das RKI meldet hohe Zahlen und einen Rekord bei der Inzidenz. Christian Drosten ist wegen Omikron "ziemlich besorgt". Mehr im Blog.

  • Das RKI meldet viele Neuinfektionen und abermals einen Rekord bei der Inzidenz
  • Experten vermuten, dass Omikron in einem HIV-Patienten entstanden sein könnte
  • Virologe Christian Drosten ist angesichts der neuen Variante Omikron "ziemlich besorgt"
  • Städtetagspräsident Lewe fordert, Vertreter der Kommunen im geplanten Corona-Krisenstab aufzunehmen
  • Großbritannien ruft wegen der Verbreitung der neuen Corona-Variante Omikron ein Treffen der G7-Gesundheitsminister ein
  • In Deutschland sind bisher drei Omikron-Fälle bestätigt worden
  • Bayern und Nordrhein-Westfalen melden weitere Verdachtsfälle

Berlin. Die neue Coronavirus-Variante B.1.1.529 sorgt weltweit für Beunruhigung und lässt die ohnehin angespannte Corona-Lage in Deutschland weiter eskalieren. Die "Omikron" getaufte Variante wurde in Deutschland, aber auch in mehreren anderen EU-Staaten nachgewiesen. Verschiedene Experten verlangen nun sofortiges Handeln, um eine weitere Verbreitung und die endgültige Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. Immer lauter werden die Forderungen nach einer allgemeinen Impfpflicht, einem erneuten Lockdown und einem zügig einberufenen Corona-Gipfel der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten.

RKI-Chef Lothar Wieler hat angesichts der Ausbreitung von Omikron erneut dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. "Alle Menschen, die sich impfen lassen, fangen nicht bei Null an, wenn sie einer neuen Variante begegnen", sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts. Geimpfte hätten schon einen "gewissen Impfschutz" gegenüber neuen Corona-Varianten, auch wenn der Grad der Wirksamkeit der Impfstoffe gegenüber Omikron derzeit noch nicht klar sei. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend sei, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte.

Deutschland hat Südafrika und sieben weitere afrikanische Staaten wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante zu Virusvariantengebieten erklärt. Es gelten somit strenge Einreisebedingungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat B.1.1.529 als besorgniserregend eingestuft. Großbritannien hat angesichts der Entwicklung ein außerplanmäßiges Treffen der G7-Gesundheitsminister für Montag einberufen.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen liegt bei 29.364 Fällen in 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 452,4 an – abermals ein Höchstwert. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Montag, 29. November: Grünen-Gesundheitsexperte Dahmen fordert Stopp von planbaren OPs in allen Bundesländern

5.30 Uhr: Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen einen Stopp von planbaren Eingriffen in allen Bundesländern. "In den Ländern, wo noch planbare Operationen stattfinden, muss jetzt das Regelprogramm gestoppt werden, um Kapazitäten zu schaffen für Patienten aus den Regionen, in denen das System bereits an der Grenze ist", sagte Dahmen unserer Redaktion. "Wir müssen jetzt überall umstellen auf Notbetrieb."

Es sei offensichtlich, erklärte Dahmen, dass die Infektionsdynamik ungebremst dazu führe, dass die Belastung im Gesundheitswesen und die Zahl der erkrankten und sterbenden Menschen viel zu schnell zunimmt. Er forderte die Verantwortlichen deshalb dazu auf, die rechtlichen Möglichkeiten im Kampf gegen die Pandemie auszuschöpfen: "Dort, wo weitergehende Maßnahmen möglich sind, müssen sie jetzt durchgesetzt werden", sagte Dahmen, der selbst Arzt ist.

"Es ist mir unverständlich, wieso eineinhalb Wochen nach dem Beschluss des Bundestags nicht flächendeckend 2G plus für Veranstaltungen gilt und in den am heftigsten betroffenen Regionen keine Regelungen zur Kontaktbeschränkung erlassen werden." Der Grünen-Politiker sieht auch einen Notwendigkeit für weitere Corona-Maßnahmen. Der Beschluss der Ampel im Bundestag könne nur ein erster gewesen sein, sagte er dieser Redaktion.

Städtetagspräsident Lewe fordert Vertreter der Kommunen im Corona-Krisenstab

4.44 Uhr: Der neue Städtetagspräsident Markus Lewe (CDU) hat eine Beteiligung der Kommunen am geplanten Corona-Krisenstab im Kanzleramt gefordert. Mit der neuen Virusvariante Omikron spitze sich die Situation zu, sagte Lewe unserer Redaktion. "Der neue Corona-Krisenstab muss sofort starten und die Städte gehören mit den Tisch."

Der Oberbürgermeister von Münster nannte es sinnvoll, einen nationalen Krisenstab breit aufzustellen. "Die Expertise der Städte ist dafür unentbehrlich, denn dort wird die Arbeit gemacht und die Corona-Maßnahmen vor Ort umgesetzt." Lewe betonte: "Die Zeit von Bund-Länder-Gipfeln zu Corona sollte jetzt vorbei sein." Der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, einen ständigen Corona-Krisenstab im Kanzleramt einzurichten.

Experten: Omikron könnte in HIV-Patienten entstanden sein

4.11 Uhr: Die überraschend viele Mutationen tragende Corona-Variante Omikron könnte Experten zufolge in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschwäche entstanden sein. Das sei denkbar und wahrscheinlich, ähnliche Befunde seien in anderen Fällen bereits publiziert worden, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), der Nachrichtenagentur dpa.

In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne sich das Virus über viele Wochen vermehren, so Watzl. "Dabei können immer wieder vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren können." Damit könnten zusätzliche Mutationen entstehen, die dann in der Kombination eventuell einen Vorteil brächten.

"Die vielen Mutationen sprechen für Entstehung in HIV-Patienten", hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schon am Freitag getwittert.

Not-MPK und Impfpflicht: Der 10-Punkte-Plan des Mittelstandsverbands

4.01 Uhr: Mit einer Vorschlagsliste zur schnelleren Bewältigung der Corona-Pandemie hat sich der Mittelstandsverband BVMW an die amtierende und die künftigen Bundesregierung gewandt. Die Zehn-Punkte-Agenda sieht unter anderem eine Impfpflicht und eine zügig einberufene Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vor, wie der Verband am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum nicht längst für den Wochenbeginn eine (digitale) Not-MPK unter Einbeziehung der Vertreter der Wirtschaft anberaumt ist", lautet der erste Punkt.

An einer Impfpflicht führe kein Weg vorbei, heißt es außerdem in der Vorschlagsliste. Alle verfügbaren Betriebsärzte müssten zudem in die Impfkampagne eingebunden werden. Für Veranstaltungen empfiehlt der Verband 2G plus, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene zusätzlich mit Test. In allen anderen "gesellschaftlichen Bereichen sollte vom zwölften Lebensjahr an ab sofort die 2G-Regelung gelten". Bei 2G haben Geimpfte und Genesene auch ohne Test Zutritt.

Die Regierung sollte nach Ansicht des BVMW auch ein Notprogramm zur Beschaffung von Impfstoff für Drittimpfungen auflegen sowie ein Schnellprogramm zur Entwicklung von Vakzinen gegen neue Varianten. Zur Verbesserung der Situation in den Krankenhäusern fordert der Verband: "Pflegekräfte und Klinikpersonal aus dem Ausland erhalten Sofort-Arbeitsgenehmigungen für Deutschland." Für höhere Intensivbetten-Kapazitäten müsse der Staat notfalls in finanzielle Vorleistung treten.

Angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus, die zuerst im südlichen Afrika entdeckt wurde, fordert der Verband einen weltweiten "Flug-Lockdown" für Virus-Hochrisikogebiete. "Das gilt auch für Nicht-Direkt-Flüge mit Ziel Deutschland." Einen Lockdown für Schulen, Unternehmen und Kitas lehnt der Verband ab.

SPD-Fraktionsvize gegen übereilte Entscheidungen in Corona-Krise

3.31 Uhr: SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese hat sich gegen übereilte Entscheidungen über mögliche schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen. Wiese sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir müssen nun erst einmal ein paar Tage sehen, ob und wie die Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes wirken." Diese seien teilweise erst am vergangenen Mittwoch in einigen Ländern in Kraft getreten. Die Länder hätten im Rahmen dessen auch schon vorher handeln können.

"Die Union sollte zudem mit dem Fingerzeigspiel aufhören und sich endlich als verantwortungsbewusste Opposition präsentieren", sagte Wiese. "Man kann nicht immer auf Berlin zeigen und gleichzeitig im unionsgeführten NRW 50.000 Zuschauer beim Fußballspiel Köln gegen Mönchengladbach zulassen. Das passt nicht zusammen. Schon gar nicht, wenn man nach derzeitiger Rechtslage die Zuschauerzahl auch auf 0 hätte reduzieren beziehungsweise ganz verbieten hätte können."

Virologe Drosten "ziemlich besorgt" über Omikron-Virusvariante

3.02 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten blickt sorgenvoll auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus. "Ich bin schon ziemlich besorgt im Moment", sagte Drosten am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". Man wisse nicht allzuviel über die neue Variante. Berichte über milde Verläufe hätten noch nicht sehr viel Substanz angesichts von nur gut 1000 Fällen. Hier müsse man die klinischen Verläufe abwarten.

Man sehe aber, dass sie häufig bei jungen Leuten in Südafrika auftauche und auch Menschen betreffe, die eine Erkrankung schon hinter sich haben. Er habe die Sorge, dass man die erste wirkliche "Immunfluchtmutante" vor sich habe. Auch könne man noch nicht sagen, wie sich die Variante hierzulande verhalte, wo viele Menschen geimpft seien. "Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt. Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann ist: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist", sagte Drosten. Die verfügbaren Impfstoffe würden gegen einen schweren Krankheitsverlauf wohl schützen.

Erster Omikron-Verdachtsfall in Schweiz

2.13 Uhr: In der Schweiz ist ein erster Omikron-Verdachtsfall gemeldet worden. Die Schweizer Gesundheitsbehörde gab am Sonntag bekannt, dass in dem Alpenstaat ein "wahrscheinlicher erster Fall" der Omikron-Variante des Coronavirus bei einem Rückkehrer aus Südafrika entdeckt worden sei. Die Person war demnach vor etwa einer Woche aus dem afrikanischen Land zurückgekehrt.

"Die Genom-Sequenzierung wird in den kommenden Tagen Gewissheit bringen", teilte das Bundesamt für Gesundheit auf Twitter mit.

Niederländische Polizei nimmt Paar nach Flucht aus Quarantäne-Hotel fest

1.56 Uhr: Die niederländische Grenzpolizei hat ein Paar nach der Flucht aus einem Quarantäne-Hotel festgenommen. Die beiden seien am Sonntag in einem Flugzeug gefasst worden, das in Richtung Spanien starten sollte, teilte die Behörde mit. Das Paar war zuvor aus einem Hotel geflohen, in dem positiv auf Corona getestete Reisende aus Südafrika untergebracht sind, bei denen zum Teil auch die neue Omikron-Variante festgestellt worden war.

Die Polizei übergab die beiden der Gesundheitsbehörde. Das Paar wurde daraufhin erneut unter Quarantäne gestellt. Eine Klage wegen "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" wurde am Sonntagabend von den Behörden eingeleitet.

Bei dem Paar handelt es sich um einen 30-jährigen Spanier und eine 28-jährige Portugiesin, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Eine der beiden Personen sei positiv auf das Virus getestet worden, erklärte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. Die andere Person sei zwar negativ getestet, aber dennoch unter Quarantäne gestellt worden.

Zwei Omikron-Fälle auch in Kanada entdeckt

1.37 Uhr: Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörde der Provinz Ontario teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarantäne.

Lindner ruft Fachkundige zu Unterstützung beim Impfen auf

0.23 Uhr: Die Parteichefs von FDP und Grünen haben eine deutliche Ausweitung der Impfkampagne gefordert. Bis Weihnachten müssten viele Millionen Menschen Auffrischungsimpfungen bekommen und Erstimpfungen verabreicht werden, sagte FDP-Chef Christian Lindner am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". "Jeder, der medizinisch verantwortbar eine Spritze halten kann, um eine Impfung zu geben, soll das in den nächsten Wochen tun", sagte Lindner. Aus seiner Sicht sollte sich auch Apotheken beteiligen, wenn das medizinisch möglich und jemand ausgebildet sei. Er wisse, dass das unter Ärzten kritisch gesehen werde, das müsse aber zurückstehen.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte in der ARD-Sendung, das Boostern sei jetzt entscheidend. Es müssten zudem Vorbereitungen für Kinder-Impfungen getroffen werden. Sobald dieser Impfstoff da sei, sollten vor jeder Schule mobile Impfbusse stehen, um Kinder zu impfen, forderte Baerbock.

Sonntag, 28. November: WHO-Mitglieder wollen über neues Pandemie-Abkommen verhandeln

22.00 Uhr: Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich auf einen Zeitplan für ein Abkommen zur besseren Bewältigung von Pandemien verständigt. Das gab die deutsche diplomatische Vertretung in Genf am Sonntagabend bekannt. Es wurde ein Konsens erzielt, dass Verhandler spätestens im März zusammentreten. Nach einem Zwischenbericht im Mai 2023 soll dann das Verhandlungsergebnis im Mai 2024 vorliegen.

Diese Woche tagt von Montag bis Mittwoch eine WHO-Ministerkonferenz im Hybridformat, um diesen Prozess mittels einer Resolution auf den Weg zu bringen. Im entsprechenden Resolutionsentwurf ist die Rede von Verhandlungen über "einen Vertrag, ein Abkommen oder eine andere internationale Übereinkunft der WHO" über die Verhinderung und Bewältigung von Pandemien. Es ist somit noch unklar, ob schlussendlich ein rechtlich bindender Pakt oder etwas Unverbindlicheres ausgearbeitet wird. Das Ziel ist jedenfalls, für die schnelle und faire Verteilung von Medikamenten und Impfstoffen auf der ganzen Welt zu sorgen.

Südafrikanischer Präsident: Reisebeschränkungen ungerechtfertigt

20.51 Uhr: Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat die Reisebeschränkungen zahlreicher Staaten gegen die Länder des südlichen Afrikas als ungerechtfertigt kritisiert. "Diese Beschränkungen sind eine unfaire Diskriminierung unseres Landes und unserer Schwesterstaaten", sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache am Sonntagabend. Es handle sich um eine klare Abkehr von der Erklärung beim G20-Gipfel in Rom, den unterentwickelten Staaten bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie auf ihre Wirtschaft zu helfen.

Die Beschränkungen erhöhten nur den Schaden, den die Wirtschaftssysteme im südlichen Afrika bereits genommen hätten, insbesondere im Tourismus, sagte Ramaphosa und appellierte an diejenigen Staaten, die Reisebeschränkungen beschlossen hätten, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken, "bevor sie noch mehr Schaden anrichten". Stattdessen sollten sie die ärmeren Länder bei der Produktion von Impfstoffen unterstützen.

London beruft wegen Omikron für Montag G7-Gesundheitsministertreffen ein

20.41 Uhr: Angesichts der Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron hat Großbritannien für Montag eine Dringlichkeitssitzung der G7-Gesundheitsminister einberufen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in London am Sonntagabend mit. Großbritannien hat derzeit den Vorsitz in der Gruppe der G7-Staaten inne, zu denen noch Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Japan und die USA gehören.

Die neue Coronavirus-Variante mit der Bezeichnung Omikron war am Donnerstag erstmals aus Südafrika gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Variante als "besorgniserregend" ein. In zahlreichen Ländern wurden seither Omikron-Fälle festgestellt. Weltweit wurden seit Beginn der Pandemie Ende 2019 bereits mehr als fünf Millionen Corona-Tote registriert.

Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an

19.44 Uhr: Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Maßnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellte am Sonntagabend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden. Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende ließ er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf.

Vergangenen Donnerstag hatten südafrikanische Virologen die Entdeckung der neuen Variante bekanntgegeben. Sie waren stutzig geworden, weil die landesweite Inzidenz von knapp zwei plötzlich auf neun Prozent in die Höhe geschnellt war. Besonders betroffen ist das Ballungszentrum um die Städte Pretoria und Johannesburg (Gauteng-Provinz), wo rund 80 Prozent aller Neuinfektionen registriert wurden.

Spanien lässt nur noch Geimpfte aus Großbritannien einreisen

19.14 Uhr: Spanien wird wegen der neuen Virusvariante Omikron ab Mittwoch aus Großbritannien nur noch vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte einreisen lassen. Das geht aus einer am Sonntag im Amtsblatt veröffentlichten Verordnung des Innenministeriums in Madrid hervor. Bisher wurden bei Reisenden aus Großbritannien genauso wie etwa aus Deutschland Einreisenden auch ein Nachweis über eine Genesung von einer Corona-Erkrankung oder ein negatives Testergebnis akzeptiert. "Das Auftreten neuer Varianten des Erregers der Krankheit zwingt in diesen Zeiten zu verschärften Reisebeschränkungen", heißt es in der Verordnung.

Die neue Beschränkung der Reisemöglichkeiten dürfte der spanischen Tourismusbranche schaden, da Großbritannien mit mehr als 20 Prozent die meisten ausländischen Urlauber in Spanien stellt. Bisher sind etwa 69 Prozent der Briten vollständig geimpft. Das bedeutet, dass mehr als 20 Millionen Briten ab Mittwoch nicht mehr nach Spanien reisen dürfen. Reisende aus Südafrika, Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia und Simbabwe müssen bei der Einreise nach Spanien nicht nur nachweisen, dass sie vollständig gegen Corona geimpft sind, sondern auch einen negativen Test vorweisen.

Verdachtsfälle auf Omikron-Variante in Essen und Düsseldorf

19.12 Uhr: Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es nun Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Es gebe in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle, die jetzt mittels Sequenzierung überprüft werden, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Sonntag laut Mitteilung. Die "Rheinische Post" hatte darüber zuerst berichtet.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, es könne wahrscheinlich erst am Montag gesagt werden, um wie viele Verdachtsfälle es sich handelt. Laumann teilte weiter mit: "Wir werden die neue Variante und ihre Verbreitung wie auch das Infektionsgeschehen insgesamt weiter ganz genau beobachten." Und: "Eins macht die aktuelle Situation deutlich: Wir müssen weiter sehr aufmerksam sein."

Das Land hat die Maßnahmen verschärft, um die Verbreitung der Variante zu verlangsamen: "Wir haben die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen bereits informiert, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand. Ziel ist es, die Weiterverbreitung der Virusvariante zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen", sagte ein Ministeriumssprecher der "Rheinischen Post".

Weiterer Verdachtsfall auf Omikron-Virusvariante in Bayern

18.54 Uhr: Ein weiterer Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus ist in Bayern nachgewiesen worden. Der Passagier sei am Freitag mit einem Flug aus Südafrika in München angekommen und positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mit. Die Reiseanamnese habe zusammen mit einem speziellen, auf bestimmte Mutationen ausgerichteten PCR-Test (VOC-PCR) vom Max-von-Pettenkofer-Institut einen hochgradigen Verdacht erbracht, dass es sich hier um einen Fall der neuen Variante handele, sagte eine Sprecherin.

Diese Methode ermöglicht nach Angaben des Leiters des Max-von- Pettenkofer-Instituts einen "zweifelsfreien" Nachweis der Omikron-Variante. Eine endgültige Bestätigung über eine Genomsequenzierung steht noch aus und soll nach LGL-Angaben in Kürze vorliegen. Der Betroffene und ein weiterer positiv getesteter Passagier befinden sich in Isolation.

Omikron-Variante: Von der Leyen ruft zu Vorsorgemaßnahmen auf

18.21 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat angesichts der neuen Coronavirus-Variante zu Vorsorgemaßnahmen und raschem Handeln aufgerufen. "Wir nehmen diese Omikron-Variante sehr ernst und wissen, dass wir uns jetzt in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden", sagte sie am Sonntag bei einem Besuch in Lettland. Noch sei nicht alles bekannt und die Wissenschaftler und Hersteller bräuchten zwei oder drei Wochen, um sich ein vollständiges Bild über die Qualität der Mutation der Omikron-Variante zu machen.

"Die allgemeine Devise lautet: Hoffe auf das Beste und bereite dich auf das Schlimmste vor", sagte die EU-Kommissionspräsidentin. Höchste Priorität habe jetzt Abstand halten, Kontakte reduzieren und so viel wie möglich impfen und auffrischimpfen. "Wir müssen Zeit kaufen", sagte sie auf einer Pressekonferenz in Riga. Nach Angaben von der Leyens stehe die EU in Sachen Impfstoff "auf der sicheren Seite". Der Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden Corona-Impfstoff beinhalte demnach eine Klausel, wonach die Hersteller den Corona-Impfstoff innerhalb von 100 Tagen an neue Mutationen anpassen können.

Bundeswehr-General soll laut Medienbericht Corona-Krisenstab leiten

18.05 Uhr: Angesichts der eskalierenden Corona-Situation will die Ampel-Koalition einem Bericht zufolge einen Logistik-Experten aus der Bundeswehr mit der Leitung des angekündigten Krisenstabs betrauen. Die Entscheidung solle in den kommenden Tagen und damit vor dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung verkündet werden, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Im Gespräch sei Generalmajor Carsten Breuer. Der 56-Jährige ist Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, das für Einsätze der Streitkräfte im Inland zuständig ist.

Im Koalitionsvertrag hatten sich SPD, Grüne und FDP darauf verständigt, dass die künftige Bundesregierung "unverzüglich" einen neuen Krisenstab eingerichtet werde, "um die gesamtstaatliche Bekämpfung der Corona-Pandemie besser zu koordinieren".

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Samstag per Twitter einen "neuen, präzisen Umgang mit den aktuellen Herausforderungen" angekündigt und dabei auf den zu gründenden Krisenstab verwiesen. "Wir werden alles tun, was nötig ist. Es gibt nichts, was nicht in Betracht gezogen werden kann", versicherte Scholz. Ähnlich äußerte er sich am Rande des Juso-Bundeskongresses in Frankfurt am Main.

Baden-Württemberg kündigt weitere Corona-Verschärfungen an

17.06 Uhr: Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat weitere Corona-Verschärfungen angekündigt. Regierungssprecher Arne Braun sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur, über die einzelnen Schritte werde am Montag und Dienstag beraten. "Aber es ist klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen", sagte Braun. Die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen wurden erst kürzlich beschränkt. Die Vereine dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazität nutzen. Die Obergrenze liegt bei 25.000 Zuschauer. Auch hier gilt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen Test brauchen.

Die Landesregierung stelle angesichts der aktuellen Entwicklung jederzeit Überlegungen an, weitere Verschärfungen vorzunehmen, die möglich seien. "Die neue Virusvariante, die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen in vielen Regionen, das weiter nicht gebremste exponentiell Wachstum – all das macht schnelles Handeln notwendig", sagte Braun. Und es zeige sich immer deutlicher, dass die Länder dringend das volle Instrumentarium für weitgehende Beschränkungen bräuchten.

Linken-Chefin Hennig-Wellsow tritt für allgemeine Impfpflicht ein

16.29 Uhr: Auch in der Linkspartei gibt es Forderungen nach einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus. Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow sprach sich gemeinsam mit anderen Vertretern der Partei in einem von der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichten Beitrag für eine allgemeine statt einer berufsbezogenen Impfpflicht aus. Es gehe um ein "sanktionsbewehrtes Instrument", heißt es in dem Beitrag, über den auch die Berliner "taz" berichtete.

"Die Durchsetzung von Impfpflichten durch körperlichen Zwang ist weder rechtlich noch moralisch zu rechtfertigen", heißt es in dem am Sonntag bekannt gewordenen Text. "Die Verfasser*innen dieses Beitrags sehen in der Impfpflicht eine wohl unumgängliche Ultima Ratio zur Bewältigung des Pandemiegeschehens." Der Beitrag ist auch vom Thüringer Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff, der Erfurter Gesundheitsministerin Heike Werner sowie dem Berliner Arbeits-Staatssekretär Alexander Fischer unterzeichnet.

Israel führt wegen Omikron Handy-Überwachung wieder ein

16.09 Uhr: Im Bemühen um eine Eindämmung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus führt Israel die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten und deren Kontakten wieder ein. Die israelische Regierung stimmte am Sonntag für den erneuten Einsatz der Überwachungstechnologie durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet. Diese Maßnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt.

"Ziel des Einsatzes ist es, Infizierte ausfindig zu machen, und so die Ansteckungskette zu unterbrechen", hieß es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett. Die Maßnahme betreffe aber nur Infizierte mit der neuen Omikron-Variante und solle vorerst bis zum 2. Dezember gelten.

Erster Großeinsatz zur Verlegung von Covid-Kranken fast abgeschlossen

15.42 Uhr: Die seit Freitag laufende Verlegung von zunächst rund 50 schwer kranken Covid-19-Patienten in andere Bundesländer ist am Wochenende weitgehend abgeschlossen worden. Das teilte Hermann Schröder, seit Mai 2021 Vorsitzender des Arbeitskreises Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz, am Sonntag in Stuttgart mit. Grundlage ist das sogenannte Kleeblatt-System für eine bundesweite Verteilung von Patienten aus Regionen, in denen der Kollaps von Krankenhäusern droht.

Aus Bayern seien bis zum Samstag 24 Patienten verlegt worden, weitere sechs Verlegungen standen am Sonntag an, sagte Schröder. Im Einsatz dafür waren nach seiner Auskunft neben Intensivtransportwagen (ITW), ein Großraum-Intensivtransportwagen, Ambulanzflugzeuge und ein A 310 MedEvac Flugzeug der Bundeswehr. Zudem wurden laut Schröder sechs Patienten aus Thüringen sowie 14 aus Sachsen in andere Länder verlegt.

Grünen-Experte Dahmen für Verbot von Großveranstaltungen

15.02 Uhr: Aufgrund der rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen und der neuen Virus-Mutation fordert der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen ein Verbot von Sport-Großveranstaltungen. "Wir dürfen die Gesundheit von vielen jetzt nicht bei sorglosen Großveranstaltungen verzocken", sagte der Bundestagsabgeordnete und Arzt am Sonntag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Lesen Sie auch: Omikron: Wo die neue Corona-Variante nachgewiesen wurde

Spiele etwa in Fußballstadien seien bei niedrigen Fallzahlen unter 2G-Bedingungen (nur Geimpfte und Genesene) weitgehend sicher, meinte er. "Bei diesen hohen Infektionszahlen und vor dem Hintergrund neuer und besorgniserregender Mutationen sind sie jedoch insbesondere ohne Masken und ausreichend Abstand einfach zu gefährlich."

Ähnlich hatte sich zuvor der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geäußert und sich angesichts der dramatischen Corona-Lage in Deutschland gegen Fußball-Spiele in vollen Stadion ausgesprochen. "Ich finde es hochproblematisch, was wir beim Fußball sehen", hatte er der "Bild am Sonntag" gesagt. "Die Menschen infizieren sich nicht im Stadion, aber die Anreise und die Feiern nach dem Spiel sind die Infektionsherde. Daher sind Spiele im vollen Stadion aktuell nicht akzeptabel."

Verdi-Chef sieht Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen kritisch

14.51 Uhr: Verdi-Chef Frank Werneke sieht die von der Politik geplante Impfpflicht gegen Corona für den Pflege- und Gesundheitsbereich kritisch. "Zu einer Impfpflicht für einzelne Beschäftigtengruppen gibt es auch bei Verdi sehr unterschiedliche Meinungen, die mit Emotionalität vorgetragen werden", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). "In der Abwägung aller Argumente sehe ich dies weiterhin als kritisch an, weil es keine Auswirkung auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie hätte."

Die Impfquote sei in diesen Gruppen ohnehin schon hoch, sagte Werneke. "Nach dem, was wir aus Befragungen wissen, würde ich sie bei über 95 Prozent ansetzen. In der Altenpflege mag das Bild schon wieder etwas differenzierter sein." Unter den Beschäftigten, die sich partout nicht impfen lassen wollten, seien auch Beschäftigte, die keine Patientenkontakte hätten. "Meine Prognose wäre: Die werden sich auch bei einer solchen Impfpflicht nicht impfen lassen, sondern die Konsequenzen ziehen und ihre Berufstätigkeit zumindest vorübergehend nicht ausüben." Das würde den Personalmangel verschärfen.

Omikron-Variante auch in Dänemark bestätigt

14.26 Uhr: Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte am Sonntag zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

Verdacht auf Infektion mit Omikron-Variante in Hessen bestätigt

13.48 Uhr: In Hessen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekanntgegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose am Sonntagmittag auf Twitter mit. Das Sozialministerium bestätigte die Angaben. Lesen Sie auch: Corona-Variante Omikron: Das sind mögliche Symptome

Niederlande: 13 Omikron-Infektionen bei Reisenden aus Südafrika

13.33 Uhr: In den Niederlanden sind bei 13 Reisenden aus Südafrika Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntag mit. Die Personen waren am Freitag mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM nach Amsterdam gekommen. Insgesamt hatte die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol mehr als 600 Passagiere von zwei KLM-Maschinen getestet, 61 Tests waren positiv. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert.

De Jonge appellierte erneut an alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika in die Niederlande eingereisten Personen, sich umgehend auf Corona testen zu lassen. Inzwischen wurden die Regeln für den Zutritt zu KLM-Flugzeugen in Südafrika verschärft. Auch doppelt geimpfte Personen dürfen nur noch mit einem negativen PCR-Test an Bord, zudem muss kurz vorher auch noch ein Schnelltest negativ ausfallen. Vorher mussten Geimpfte keinen Test vorweisen.

Antigentests funktionieren offenbar auch bei Omikron

13.32 Uhr: Laut der Virologin Sandra Ciesek funktionieren die Corona-Antigentest auch bei der Omikron-Variante. Das teilte sie auf Twitter mit. Insgesamt schlugen drei Tests unterschiedlicher Firmen an.

Südafrika sieht sich durch Reisebeschränkungen "bestraft"

13.14 Uhr: Südafrika sieht sich durch die zahlreichen Reisebeschränkungen seit der Entdeckung der neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika zu Unrecht bestraft. "Herausragende Wissenschaft sollte gelobt und nicht bestraft werden", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme des Ministeriums für Internationale Beziehungen unter Verweis auf die Arbeit südafrikanischer Wissenschaftler, die die Omikron-Variante sequentiert und identifiziert hatten.

"Wir stellen auch fest, dass neue Varianten in anderen Ländern entdeckt wurden. Keiner dieser Fälle hatte eine Verbindung nach Südafrika", hieß es weiter. Südafrika habe bereits Gespräche mit Ländern aufgenommen, die Reisebeschränkungen beschlossen hätten und hoffe, dass diese Entscheidungen noch einmal überdacht würden. "Wir respektieren das Recht aller Länder, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um ihre Bürger zu schützen", betonte Ministerin Naledi Pandor. Gleichzeitig sollte bedacht werden, dass die Pandemie internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch nötig mache.

Moderna arbeitet seit Thanksgiving an Omikron-Impfstoff

12.45 Uhr: Der Impfstoffhersteller Moderna hat bereits am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, am Sonntag in einem BBC-Interview. Thanksgiving fiel in diesem Jahr auf den 25. November - also den vergangenen Donnerstag.

Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte. Wie auch das Mittel von Biontech gehört das Vakzin von Moderna zu den mRNA-Impfstoffen, deren Anpassung an neue Varianten als relativ gut machbar gilt.

Zweiter Einsatz der Luftwaffe zur Verlegung von Corona-Patienten

11.56 Uhr: Ein zweiter Einsatz der Luftwaffe zur Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands ist am Sonntag gestartet. Nach Bundeswehr-Angaben flog ein Sanitätsflugzeug vom Typ A310 MedEvac am Vormittag vom Heimatflughafen Köln aus nach München. Dort sollen Patienten an Bord genommen und nach Hamburg geflogen werden.

Die Bundeswehr hält zur Verlegung von Patienten zwei Flugzeuge bereit: einen Airbus A310 MedEvac – eine "fliegende Intensivstation" mit sechs Behandlungsplätzen - sowie das Überwachungsflugzeug A319OH. In Letzteres waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden. In Wunstorf (Niedersachsen) ist zudem noch ein A400M MedEvac stationiert.

Arbeitsminister Heil will Impfpflicht in Heimen noch vor Weihnachten

11.04 Uhr: Der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angekündigt, eine Impfpflicht für Kliniken und Heime noch vor Weihnachten umsetzen zu wollen. In einem werde man dafür sorgen, "dass es zum Beispiel in Kliniken, in Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen eine Impfverpflichtung gibt", sagte Heil der "Bild am Sonntag". Auch eine allgemeine Impfpflicht befürworte der Minister. Weiterhin müsse die Debatte über eine allgemeine Impfpflicht richtig geführt werden: "Denn wenn die Impfpflicht kommen soll, muss sie rechtssicher und praktisch umsetzbar sein."

Bisher gilt keine Impfpflicht in Heimen: Am 18. November haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Mitarbeiterinnen und Besucher in Alten- und Pflegeheimen künftig jeden Tag einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, der dann auch nicht älter als 24 Stunden sein darf. Auch geimpftes Personal soll sich regelmäßig testen. Für eine einrichtungsbezogene Impfpflicht in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen plädierten die Länder einstimmig. Entscheiden muss darüber allerdings der Bundestag.

Australien meldet zwei bestätigte Omikron-Fälle

10.30 Uhr: In Australien sind erstmals bestätigte Fälle der Corona-Variante Omikron bekannt geworden. Zwei Reisende aus dem Süden Afrikas seien nach ihrer Ankunft in Sydney am Samstagabend positiv auf die als besorgniserregend eingestufte Variante getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaats New South Wales am Sonntag mit. Beide zeigten demnach keine Symptome und waren vollständig geimpft. Sie befänden sich nun in einer speziellen Einrichtung in Isolierung.

Zwölf weitere Passagiere aus dem südlichen Afrika, die mit dem gleichen Flug aus Katars Hauptstadt Doha eingetroffen seien, müssten nun für 14 Tage in ein Quarantäne-Hotel. Alle anderen Fluggäste und die Crew an Bord seien angewiesen worden, sich zu isolieren.

Steinmeier fordert Bürger zu Kontaktbeschränkungen auf

9.43 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger eindringlich dazu aufgerufen, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern. "Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln", schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen."

Steinmeier appellierte zudem erneut an die Menschen, sich impfen zu lassen: "Wir könnten doch so viel weiter sein! Das ist eine bittere, aber notwendige Erkenntnis. Das Mittel, sich vor einem schweren, gar tödlichen Verlauf der Krankheit zu schützen, haben wir in der Hand. Aber immer noch haben es bisher zu wenige in Anspruch genommen. Deshalb bitte ich Sie heute noch einmal: Lassen Sie sich impfen, und erneuern Sie Ihren Impfschutz rechtzeitig!"

Handelsverband für Impfpflicht – Brief an Kanzlerin

9.02 Uhr: Der deutsche Einzelhandel hat sich für eine Impfpflicht ausgesprochen. "Gerade mit Blick auf die aktuell diskutierten erheblich einschränkenden Maßnahmen für die Gesellschaft und Wirtschaft muss eine Impfpflicht entsprechend verfolgt werden", schreibt der Handelsverband HDE in einem Brief an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Geboten sei eine "zeitnahe Einführung einer verfassungskonform ausgestalteten allgemeinen Impfpflicht mit klar definierten Ausnahmen".

Bereits seit Monaten appelliert der Einzelhandel an seine Kunden, sich impfen zu lassen. Für eine Impfpflicht hatte er sich bisher allerdings nicht stark gemacht. Viele Bereiche des Einzelhandels waren wegen der angeordneten Geschäftsschließungen während der Lockdowns besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen. "Der Handel hat seit Beginn der Corona-Krise erhebliche Sonderopfer gebracht, obwohl er zu keinem Zeitpunkt als Inzidenztreiber bezeichnet werden konnte", heißt es in dem Brief.

Volkswirte prophezeien deutscher Wirtschaft einen harten Winter

8.35 Uhr: Der deutschen Wirtschaft steht nach Einschätzung von Volkswirten führender Finanz- und Wirtschaftsinstitute ein harter Winter bevor. "Nach dem sommerlichen Konjunkturboom dürfte es zum Jahreswechsel allenfalls noch für ein Mini-Wachstum reichen", sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Marc Schattenberg von der Deutschen Bank erwartet sogar ein Null-Wachstum über die kommenden Monate. "Ich rechne mit einer Stagnation des Wirtschaftswachstums im Winterhalbjahr", sagte er.

In der Eurozone steht Deutschland mittlerweile als Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum da. Utermöhl prognostiziert für das laufende Jahr für die Bundesrepublik nur noch 2,7 Prozent. In der Eurozone wird das Wachstum auf rund fünf Prozent geschätzt.

Omikron-Fälle in Europa nehmen zu

7.35 Uhr: In Europa häufen sich die Corona-Fälle mit der erstmals in Südafrika entdeckten neuen Virusvariante Omikron und versetzen den Kontinent in Alarmbereitschaft: Nach ersten Fällen in Deutschland, Großbritannien und Italien wurde die neue Mutante am Samstag auch in Tschechien gemeldet. In Bayern bestätigten die Behörden zwei Fälle. In den Niederlanden wurden 61 von rund 600 Flugpassagieren aus Südafrika positiv auf Corona getestet.

Bei den am Amsterdamer Flughafen gestrandeten Passagieren handelt es sich der niederländischen Gesundheitsbehörde GGD zufolge um Reisende aus Südafrika. Neben den 61 positiven Ergebnissen habe es 531 negative Coronatests gegeben. Die positiv Getesteten wurden in einem Quarantänehotel nahe des Flughafens untergebracht. "Die Omikron-Variante wurde wahrscheinlich unter den getesteten Personen gefunden", gab das nationale Gesundheitsamt bekannt.

Südafrikas Ärzte: Omikron-Patienten bislang nicht in Lebensgefahr

6.20 Uhr: Die bislang mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagte der BBC, dass die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In dem Land seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

"Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen", sagte sie. Es handele sich nicht um Patienten, die direkt in ein Krankenhaus eingeliefert würden, sagte Coetzee.

Dem "Telegraph" sagte sie, man müsse sich aber Sorgen machen, dass die neue Variante ältere Menschen, die zusätzlich an Diabetes oder Herzkrankheiten litten, viel härter treffen könnte. In Südafrika sind nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt.

Corona-News von Samstag, 27. November: Montgomery fordert "Verfallsdatum" für Impfnachweis

22.00 Uhr: Um den Impfschutz der Bevölkerung zu verbessern, fordert der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, eine Befristung des Impfstatus: "Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen", sagte der Mediziner unserer Redaktion. Wessen Impfung länger zurück liege, falle dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse.

In Frankreich sollen Booster-Impfungen in Zukunft verpflichtend sein, um den Status "geimpft" zu behalten. "Die Regelung brauchen wir auch in Deutschland", forderte Montgomery. Die EU-Kommission hatte Ende der Woche ebenfalls eine Auffrischungsimpfung gegen Corona als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU vorgeschlagen.

Medizinethiker: Ungeimpfte dürfen bei Triage nicht schlechter gestellt werden

22.00 Uhr: Der Potsdamer Medizinethiker Robert Ranisch hat davor gewarnt, geimpfte Corona-Patienten im Fall einer Triage gegenüber ungeimpften systematisch zu bevorzugen. Diese Frage stehe im Raum, da sich nicht nur das Personal in den Krankenhäusern fragen würde, warum ausgerechnet Ungeimpfte im Fall einer Priorisierung nach medizinischen Kriterien unter Umständen bevorzugt behandelt würden. "Emotional kann ich das gut nachvollziehen", sagte Ranisch unserer Redaktion. Es gebe hitzige Diskussionen, ob Impfunwillige nicht selbst für ihre Lage verantwortlich seien und warum man Solidarität mit jenen aufbringen solle, die sich scheinbar unsolidarisch zeigten.

Hier müsse man jedoch vorsichtig sein: "Bei Triage-Entscheidungen geht es um die Rettung möglichst vieler Menschenleben, nicht um Schuld oder Bestrafung", so Ranisch. "Die Behandlung von Kranken ist Aufgabe der Heilberufe, ungeachtet der Einstellungen der Patienten und Patientinnen." Der Impfstatus habe damit allenfalls eine indirekte Bedeutung für Triage-Entscheidung, etwa wenn Ungeimpfte eine schlechtere medizinische Prognose hätten.

Erster Fall der Omikron-Virusvariante in Tschechien aufgetaucht

21.45 Uhr: In Tschechien ist erstmals die neu entdeckte Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. Nach einer sogenannten Genomsequenzierung stehe dies "mit rund 90-prozentiger Sicherheit" fest, sagte ein Sprecher des Krankenhauses im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) am Samstagabend im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender CT. Eine weitere Probe sei zur näheren Analyse an das nationale Referenzlabor in Prag geschickt worden.

Nach Aussage des geschäftsführenden tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis handelt es sich bei der Patientin um eine Frau, die mit dem Flugzeug aus Namibia zurückgekehrt war - mit Umstieg in Südafrika und Dubai. Sie befinde sich in Isolierung, alle Kontakte würden nachverfolgt. Die Frau habe einen leichten Krankheitsverlauf und sei geimpft gewesen.

Omikron-Variante in Italien nachgewiesen - weitere Untersuchung

21.39 Uhr: Ein Labor in Italien hat bei einer Genomsequenzierung die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die Probe werde für eine weitere Bestätigung untersucht, um die Abstammung definitiv B.1.1.529 zuzuweisen, teilte das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) am Samstagabend in Rom mit. Ein Labor in Mailand hatte das Genom demnach aus der Probe einer positiv getesteten Person aus Mosambik sequenziert, die der Nachrichtenagentur Ansa zufolge vor wenigen Tagen in Mailand mit dem Flugzeug ankam. Sie und die Familienangehörigen, die in der süditalienischen Region Kampanien wohnen, seien in guter gesundheitlicher Verfassung, erklärte das ISS weiter.

Unzulässige Impfaktion am Flughafen Lübeck

19.47 Uhr: Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt am Samstag eine unzulässige Impfaktion mit großem Andrang beendet. Es bestehe der Verdacht, dass der Impfstoff nicht zugelassen ist und damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz darstellt, teilte die Polizeidirektion Lübeck am Abend mit. 50 Personen seien wahrscheinlich damit geimpft worden, bevor die Aktion von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst gestoppt worden sei.

Bei Eintreffen der Beamten gegen 15.00 Uhr seien 80 Personen vor dem Flughafengebäude festgestellt worden, weitere Menschen seien zugeströmt. Etwa 150 Impfwillige hätten sich in der Abfertigungshalle aufgehalten. Geimpft wurde den Angaben zufolge in einem zu diesem Zweck hergerichteten Büroraum. Flugverkehr gab es nicht.

Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt

18.34 Uhr: In München sind nach Angaben des zuständigen Max-von-Pettenkofer-Instituts zwei Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Nach Angaben des Institutsleiters und Virologen Oliver Keppler steht eine Genomsequenzierung noch aus. Aber es sei "zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt".

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren.

Omikron: Großbritannien verschärft Einreiseregeln

18.32 Uhr: Angesichts der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus verschärft Großbritannien seine Regeln für Einreisende aus aller Welt. Alle Ankommenden müssen an Tag Zwei nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen, wie der britische Premier Boris Johnson am Samstag mitteilte.

Omikron-Verdacht - Gesundheitsamt erwartet am Montag Ergebnisse

17.51 Uhr: Im Fall des Verdachts einer Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron erwartet das Frankfurter Gesundheitsamt am Montag genaue Ergebnisse. Die Virologin Sandra Ciesek habe in dem Fall des Reiserückkehrers aus Südafrika mehrere typische Merkmale der Virusvariante ermittelt, teilte die Behörde am Samstag mit. Nun stünden noch die Resultate der vollständigen Sequenzierung aus. Das Gesundheitsamt stehe in direktem Kontakt zu der Person, die sich in Isolation befinde. Es seien vor Ort alle nötigen Maßnahmen getroffen worden, um schnell zu klären, wer infiziert sei und wer in Quarantäne müsse.

Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) sagte: "Wie mit den vorherigen Coronavirus-Varianten auch, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Omikron-Variante bei uns ist." Nach Angaben der Stadt testet das Gesundheitsamt derzeit alle Reisenden aus Südafrika und Namibia sofort nach ihrem Ausstieg am Frankfurter Flughafen. Bei den bisherigen Tests am Flughafen seien keine Reisenden positiv getestet worden.

Fauci: Omikron könnte in USA sein - aber noch kein Fall gemeldet

17.34 Uhr: Der US-Immunologe Anthony Fauci hält es für möglich, dass die als besorgniserregend eingestufte Omikron-Variante bereits in den USA ist. "Es würde mich nicht überraschen, wenn es so ist", sagte er am Samstag im US-Fernsehen. Allerdings seien bisher noch keine entsprechenden Fälle gemeldet worden. Es sei letztlich fast unvermeidlich, dass sich die Variante auf der ganzen Welt ausbreite. Reiseeinschränkungen könnten lediglich Zeit verschaffen, um mehr über die Variante zu erfahren, so der Präsidenten-Berater.

Auch die US-Regierung schränkt wegen der neuen Variante des Coronavirus Einreisen aus den Staaten des südlichen Afrikas ein. Betroffen sind laut Weißem Haus ab Montag Einreisen aus Südafrika, Simbabwe, Namibia, Botsuana, Lesotho, Eswatini, Mosambik und Malawi. Von den Beschränkungen ausgenommen seien einreisende amerikanische Staatsbürger, Menschen mit unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung und andere Ausnahmefälle.

Spahn bringt lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel

16.50 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine Alternative, die zu diskutieren sei, sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche, also Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene. Es könnte zu einer Ansage kommen: "Stellt Euch darauf ein, 2G, geimpft oder genesen, und war auffrischgeimpft dann ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022. Wenn Du irgendwie mehr tun willst als Dein Rathaus oder Deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein." Dies wäre eine ziemlich klare Ansage.

Das sei eine Option, die besprochen werden müsse. "Wir sehen ja alle, was los ist in diesem Land, weil elf Millionen Erwachsene sich haben noch nicht überzeugen lassen. Und darunter leiden jetzt alle", sagte Spahn. Deutschland sei wahrscheinlich in der "schwersten" und "dramatischsten" Zeit dieser Pandemie. Man müsse nur den Blick richten nach Sachsen, Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg und in viele Kliniken. Die Welle werde weiter gen Westen gehen. Die Frage sei, wie hoch die Welle werde. "Das haben wir in der Hand."

Söder: Leopoldina-Vorgaben ein "Warn- und Weckruf an Berlin"

16.44 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Empfehlung der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina für sofortige Kontaktbeschränkungen auch für Corona-Geimpfte als "einen Warn- und Weckruf an Berlin" bezeichnet. "Die Lage ist ernster, als die meisten glauben", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.

"Und Omikron könnte zu einer neuen Bedrohung werden", betonte er im Hinblick auf die im südlichen Afrika neu entdeckte Virusvariante. "Wir sollten daher die Hinweise der Leopoldina sehr ernst nehmen und rasch beraten", sagte Söder.

Experten: Impfung ist auch bei Varianten wie Omikron besser als keine

16.28 Uhr: Auch wenn die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe bei der neuen Corona-Variante Omikron nach bisher bekannten Daten geringer sein könnte: Die Impfung bleibt auch in diesem Fall die beste Option, wie Experten betonen. "Alle Menschen, die sich impfen lassen, fangen nicht bei null an, wenn sie sich mit einer neuen Variante infiziert haben", betonte Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), am Samstag in Berlin bei einem virtuellen Bürgerdialog. Sie hätten auf jeden Fall schon einen gewissen Impfschutz, das sei entscheidend zu wissen.

Zwar gebe es bei Omikron viele Veränderungen an Stellen, an denen gerade die besten Antikörper binden können, sagte Leif Erik Sander, Immunologe an der Charité Berlin. "Aber unser Körper bildet eine Unmenge an verschiedenen Antikörpern." Hinzu kämen spezielle Zellen der Immunabwehr, die in der Regel ganz andere Stellen erkennen als die Antikörper. "Also wir haben immer ein Netz und einen doppelten Boden." Gerade bei der zellulären Immunität sei er sehr optimistisch, dass sie auch bei Omikron greife - und das sei die, die den Körper schütze, wenn das Virus in die Lunge eindringe und dort zu schwerem Lungenversagen führen könnte. "Darum sind wir optimistisch, dass wir mit so einer neuen Variante nicht bei null anfangen."

Spahn hofft auf "Weckruf" für Ungeimpfte

16.09 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die aktuelle Corona-Lage erneut als sehr schwierig bezeichnet. Man müsse sich einmal vorstellen, was es bedeute, dass die Luftwaffe Patienten von einer Klinik zur anderen fliege - das sorge hoffentlich bei vielen noch einmal für einen "Weckruf", sich impfen zu lassen, sagte Spahn am Samstag in Berlin bei einem virtuellen Bürgerdialog. Die Luftwaffe der Bundeswehr hatte sich am Freitag erstmals an der Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands beteiligt.

Spahn sprach von einer Situation in der Pandemie, die so schwierig sei wie keine zuvor. Bei den Erstimpfungen gebe es aber eine neue Dynamik. In der vergangenen Woche habe es 450.000 Erstimpfungen gegeben, wobei dies bei Weitem noch nicht ausreiche, wie er deutlich machte.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, um die vierte Welle zu brechen, sei es wesentlich, Kontakte zu verringern. Großveranstaltungen dürften nicht stattfinden. Die Impflücke müsse schnell geschlossen werden. Der Anteil der Ungeimpften sei einfach zu hoch. Wieler betonte außerdem die Bedeutung der Booster-Impfung. "Wir wissen genau, was getan werden muss, lassen Sie es uns einfach tun."

Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci für Lockdown

15.44 Uhr: Angesichts des rasanten Anstiegs der Zahl von Corona-Neuinfektionen hält Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) einen erneuten Lockdown für erforderlich. "Ich fordere den Bund auf, eine Bundesnotbremse einzusetzen", sagte die geschäftsführende Senatorin am Samstag der "Berliner Morgenpost". Zugleich bat sie die Menschen in Berlin, Großveranstaltungen vor allem in Innenräumen zu meiden, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

Zuvor hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen empfohlen. "Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher.

Heil erwartet mehr Kurzarbeiter in vierter Corona-Welle

15.37 Uhr: Der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwartet in der vierten Corona-Welle wieder eine steigende Zahl von Kurzarbeitern und zusätzlichen Kosten für den Staatshaushalt von 400 Millionen Euro. "Aufgrund von Lieferkettenstörungen in der Industrie und Umsatzeinbrüchen aufgrund regionaler Lockdowns rechnen wir mit einer leichten Zunahme der Kurzarbeit in diesem Winter und Zusatzkosten von 400 Millionen Euro", sagte Heil der "Bild am Sonntag".

"Das ist eine Menge Geld – aber eine sinnvolle Investition, um Massenarbeitslosigkeit zu verhindern", fügte er hinzu. Am Mittwoch hatte das Kabinett die Kurzarbeiter-Regelung noch einmal bis Ende März verlängert.

Holetschek: Leopoldina-Vorgaben schnell in Bund-Länder-Runde beraten

15.34 Uhr: Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat sich angesichts neuer Forderungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina für ein schnelles Bund-Länder-Treffen ausgesprochen. Die Äußerungen des wissenschaftlichen Beratergremiums könnten nicht ignoriert werden, sagte Holetschek am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Ich bin immer dafür, auf die Wissenschaft zu hören", sagte der CSU-Politiker. "Das ist ein Weckruf par excellence der Leopoldina", sagte er. Der Bund müsse dieses Signal nun unverzüglich aufnehmen.

Die Leopoldina hatte sich kurz zuvor für sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen, auch für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen." Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher, hieß es vom den Gremium.

Zwei Fälle der Omikron-Variante in Großbritannien entdeckt

15.20 Uhr: In Großbritannien sind zwei Corona-Fälle mit der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante entdeckt worden. In den englischen Städten Nottingham und Chelmsford sei jeweils ein Fall festgestellt worden, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstag mit. Beide Fälle sollen miteinander in Verbindung stehen und auf Reisen in den Süden Afrikas zurückzuführen sein.

Die betroffenen Personen und ihre Haushalte befänden sich in Quarantäne, außerdem werde man in den Gegenden verstärkt testen, kündigte Javid an.

Spahn: Vakzin-Versorgung auch bei Ausbreitung von Omikron gesichert

15.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält die Versorgung mit Corona-Impfstoff auch dann für gesichert, falls sich die Virusvariante Omikron in Europa ausbreitet. Die EU habe für die kommenden beiden Jahre insgesamt zwei Milliarden Impfdosen bestellt - diese Bestellmenge sei auch dann gesichert, wenn der Impfstoff zum Kampf gegen die Omikron-Variante verändert werden müsse, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Expertenbefragung seines Ministeriums in Berlin.

"Wir haben Produktionskapazitäten, falls man den Impfstoff anpassen müsste", sagte Spahn. "Das ist genug, um Europa fast fünf Mal zu impfen." Der Immunologie-Professor Leif Erik Sander von der Berliner Charité zeigte sich zuversichtlich, dass die vorhandenen Impfstoffe bei Bedarf rasch an die Omikron-Variante angepasst werden können. "Wir sind optimistisch, dass wir bei so einer Variante nicht bei Null anfangen", sagte Sander bei der Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums.

Dahmen: Womöglich Verlegungen von Intensivpatienten ins Ausland

13.31 Uhr: Die bisherigen Verlegungen von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen reichen nach Ansicht des Grünen-Gesundheitsexperten Janosch Dahmen womöglich nicht aus. "Anhand der Neuinfektionszahlen müssen wir davon ausgehen, dass Hunderte Intensivpatienten verlegt werden müssen", sagte Dahmen der "Welt am Sonntag". "Weil der Bedarf so eklatant ansteigen könnte, werden möglicherweise auch Verlegungen in EU-Nachbarstaaten notwendig", fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu.

Hermann Schröder, der die Abteilung Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium sowie den Arbeitskreis Rettungswesen in der Innenministerkonferenz leitet, bestätigte, dass es bei den aktuell 80 Verlegungen lediglich um Fälle geht, "die jetzt notwendig" seien. "Wir können es aktuell nicht ausschließen, dass Patienten auch ins Ausland verlegt werden müssen", sagte er "Welt am Sonntag".

Omikron-Verdachtsfall – Saar-Ministerpräsident Hans für schnelle MPK

13.18 Uhr: Angesichts eines Omikron-Verdachtsfalls in Deutschland hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eindringlich für eine schnelle Ministerpräsidentenkonferenz ausgesprochen. Man stehe erneut vor einer "Stunde Null in der Pandemiebekämpfung", sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. "Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung."

Es brauche rasch bundeseinheitliche Maßnahmen zur Eindämmung, Engpässe bei der Bereitstellung von Impfstoff müssten mit aller Macht beseitigt werden, sagte Hans – "damit jetzt der Impf-Turbo gezündet werden kann von der Arztpraxis bis zu den Impfzentren". Auch Zahnärzte, Veterinäre und Apotheken müssten in die Impfkampagne einbezogen werden. "Es braucht eine Omikron-MPK mit geschäftsführender und neuer Bundesregierung – jeder Tag zählt", sagte Hans.

Leopoldina fordert schärfere Maßnahmen – "Sofort!"

12.26 Uhr: Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert in einer aktuellen Stellungnahme zur Corona-Lage in Deutschland umgehende "klare und konsequente Maßnahmen". Es sei zu befürchten, "dass Teile der Politik und Öffentlichkeit die Dramatik der Situation nicht in ihrem vollen Ausmaß erfassen", heißt es in dem Schreiben.

Trotz des ausgeweiteten Wissens über das Virus und trotz eines breit angelegten Instrumentariums sei es nicht gelungen, die Pandemie einzudämmen. Ein Hauptproblem sei die niedrige Impfquote in Deutschland. "Um den weiteren Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen und eine Unterversorgung auch anderer Schwerstkranker durch Überlastung der Krankenhäuser aufzuhalten, müssen schnellstmöglich klare und stringente Maßnahmen nach einheitlichen Kriterien ergriffen werden", fordert die Leopoldina. Das Auftreten der Omikron-Variante mache ein schnelles Handeln noch dringlicher.

Die Leopoldina empfiehlt ihrer Stellungnahme:

  • Massive Verstärkung der Impfkampagne und Einführung einer stufenweisen Impfpflicht
  • Deutliche Kontaktreduktionen, beispielsweise durch "sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen"
  • Berücksichtigung der besonderen Situation von Kindern und Jugendlichen

Braun gibt Güler recht: Impfpflicht wohl nicht vermeidbar

11.39 Uhr: Angesichts rasant steigender Infektionszahlen und überlasteter Kliniken steht der CDU-Vorsitzkandidat Helge Braun der Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht offen gegenüber. Angesprochen auf die Aussage von Serap Güler, die er im Fall seiner Wahl zum CDU-Chef als Generalsekretärin vorschlagen will, sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", eine solche Pflicht werde sich wohl nicht vermeiden lassen. "Da hat sie leider recht." Er fügte hinzu: "Ich befürchte, dass eine Impfpflicht gesellschaftlich spaltet. Aber eine nicht enden wollende Pandemie spaltet auch." Er finde es traurig, dass so viele nicht freiwillig das Impfangebot wahrnähmen.

Vor rund zwei Wochen hatte der geschäftsführende Kanzleramtsminister eine allgemeine Impfpflicht gegenüber "Welt am Sonntag" noch abgelehnt. Güler hatte sich vor einigen Tagen in einem Interview mit RTL offen für eine solche Pflicht geäußert.

Mehr als zehn Prozent haben Booster-Impfungen erhalten

11.47 Uhr: In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. 8,6 Millionen Menschen haben bisher eine sogenannte Booster-Impfung bekommen, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht. In den vergangenen Tagen gab es rund 2,7 Millionen Booster-Impfungen, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte. Allein am Freitag kamen laut RKI 582.000 hinzu.

56,9 Millionen Menschen und damit 68,4 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 59,1 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 71,1 Prozent. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,8 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 80,1 Prozent der Bevölkerung sind dort vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht, hier sind 60,4 Prozent erst- und 58,0 Prozent vollständig geimpft.

Omikron-Variante hat Deutschland offenbar erreicht

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mit großer Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland angekommen. Der hessische Sozialminister Kai Klose (Die Grünen) sprach davon gemeinsam mit der Virologin Sandra Ciesek in einem gemeinsamen Thread auf Twitter. Demnach seien bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden. Die Person reiste laut Ministeriumsangaben über den Frankfurter Flughafen ein.

Es bestehe ein hochgradiger Verdacht, die betroffene Person befinde sich in häuslicher Isolation. Die vollständige Sequenzierung stehe allerdings noch aus.

Grüne rechnen mit erneuter Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes

10.12 Uhr: Angesichts der eskalierenden vierten Corona-Welle rechnen die Grünen mit einer erneuten Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes. "Die aktuelle Notlage ist sehr besorgniserregend. Es war und ist völlig klar, dass die beschlossenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz allenfalls ein erster Schritt sein können", sagte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. Es sei offensichtlich, dass es bisher nicht gelungen sei, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

"Insofern sind weitreichendere Maßnahmen erforderlich", betonte Dahmen. "Bei der anstehenden Evaluation der bisherigen Beschlüsse werden für die besonders hart betroffenen Regionen wie in Bayern und Sachsen noch flächendeckendere und weitreichende Maßnahmen beschlossen werden müssen." Dabei plädierte er für ein regional angepasstes Vorgehen. Die Situation etwa in Schleswig-Holstein müsse von der in Bayern unterschieden werden.

Virologin besorgt über Omikron-Variante – Rat zu Booster-Impfung

9.56 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer ist besorgt über die im Süden Afrikas entdeckte neue Coronavirus-Variante. Die Variante B.1.1.529 könne dazu führen, dass sich das Virus schneller vermehre oder auch infektiöser werde, sagte Protzer am Samstag im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob aktuelle Corona-Impfstoffe noch ausreichend gegen die neue Variante wirken, sagte die Virologin, möglich sei, dass Antikörper das Virus nicht mehr so effizient neutralisieren können. Frisch nach einer Impfung gebe es aber viele Antikörper – das reiche dann aus, um auch Varianteviren "wegzuneutralisieren". Wenn die Impfung eine Weile her sei, könnten Auffrischungsimpfungen das Immunsystem "hochpushen". "Und dann, davon gehen wir alle aus, sollte das wieder ausreichen", sagte Protzer. Sie riet zugleich dazu, Booster-Impfungen mit den jetzt verfügbaren Impfstoffen vorzunehmen. Ob man später eine weitere Impfung brauche oder einen angepassten Impfstoff, könne man jetzt noch nicht sagen.

Hongkongs Omikron-Infizierte weisen ungewöhnlich starke Viruslast auf

9.58 Uhr: Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. "Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren", schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet.

Es wird davon ausgegangen, dass der Mann trotz strenger Isolation einen 60-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer des Quarantäne-Hotels angesteckt hat. Dieser wurde am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet. In beiden Fällen wurde bei einer späteren Genomsequenzierung deutlich, dass sie sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert hatten. Einer Stellungnahme der Hongkonger Regierung zufolge soll der Einreisende aus Südafrika möglicherweise keinen ausreichenden Mundschutz getragen haben, als er seine Hoteltür beim Entgegennehmen von Essensbestellungen geöffnet habe. Dies sei womöglich der Grund für die Infektion trotz Quarantäne-Isolation.

WTO verschiebt Ministerkonferenz wegen Corona-Einreisehürden

8.46 Uhr: Wegen neuer Corona-Reisebeschränkungen wird die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) kommende Woche in Genf nicht stattfinden. Das wichtige Treffen werde auf unbestimmte Zeit verschoben, gab die WTO in der Nacht zum Samstag bekannt. Zuvor hatten die Schweiz und andere europäische Länder die Einreise aus dem südlichen Afrika erschwert, um den Import der neu entdeckten Virusvariante B.1.1.529 (Omikron) zu verhindern.

Die Handelsminister hatten vorgehabt, ab Dienstag über mehrere drängende und umstrittene Themen zu verhandeln. Dazu gehören die Lockerung von Impfstoff-Patenten, die Beseitigung schädlicher Fischerei-Subventionen sowie Reformen in der WTO.

Das Treffen wurde nun schon zum zweiten Mal wegen der Pandemie verschoben. Es hätte ursprünglich im Juni 2020 stattfinden sollen. "Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen", sagte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala. Die Genfer Konferenz war als hybride Veranstaltung geplant, doch viele Delegierte wollten trotzdem persönlich in Genf mitverhandeln. Sie wären durch die neuen Regeln benachteiligt worden, argumentierte Okonjo-Iweala.

Auch Australien und Brasilien verhängen Einreiseverbote wegen Omikron

8.10 Uhr: Immer mehr Länder reagieren auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron mit strikten Reisebeschränkungen. Nach zahlreichen europäischen, nordamerikanischen und arabischen Staaten folgte am Samstag Australien, das den Reiseverkehr mit neun Ländern des südlichen Afrika einstellte.

Ausländer, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Simbabwe und mehreren weiteren Staaten der Region aufhielten, dürfen vorerst nicht mehr nach Australien einreisen, wie Gesundheitsminister Greg Hunt mitteilte. Australische Staatsbürger, die in den betreffenden Ländern waren, müssen bei der Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne. Es seien nun "strikte, schnelle und sofortige Maßnahmen" erforderlich, sagte Hunt.

Zuvor hatte auch Brasilien ein Verbot für Flüge aus sechs südafrikanischen Ländern verhängt. "Wir werden die Brasilianer in dieser neuen Phase der Pandemie schützen", erklärte Kabinettschef Ciro Nogueira nach einer Krisensitzung mehrerer Ministerien.

Brinkhaus: Weihnachtsferien notfalls früher beginnen lassen

7.12 Uhr: Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hat weitere schnelle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gefordert – bis hin zu einem möglichen Vorziehen der Weihnachtsferien. Der "Welt am Sonntag" sagte er: "Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen, um die Kontakte zum Beispiel in den Schulen zu reduzieren."

Der künftigen Regierungsparteien SPD, Grünen und FDP warf er vor, zu langsam zu handeln. Wenn der wahrscheinliche künftige Kanzler Olaf Scholz einen ständigen Corona-Krisenrat wolle, müsse er ihn sofort einberufen. "Fakt ist doch: Wir müssen jetzt massiv Kontakte reduzieren, um die vierte Welle zu brechen. Dazu müssen alte und neue Regierung, die Regierungsfraktionen und die Opposition schnell und gut zusammenarbeiten." Die Unionsfraktion sei dazu bereit. Angesichts der neuen in Südafrika aufgetauchten Virusvariante sagte er: Die Lage ist blitzgefährlich, die Lage ist akut. Wir müssen sofort handeln."

Zur Frage, wie er zu einer generellen Impfpflicht stehe, sagte Brinkhaus: "Darüber beraten wir in der Fraktion sehr offen." Er sei in jedem Fall dafür, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die vierte Welle zu brechen.

Mittelstand: Politik muss Corona-Lockdown verhindern

4.01 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat die Politik aufgefordert, einen drohenden Corona-Lockdown unbedingt zu verhindern. Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Müssten Betriebe und Einzelhandel im so wichtigen Weihnachtsgeschäft erneut zwangsweise schließen, hätten wir den wirtschaftlichen Super-Gau: Ganze Branchen wären betroffen, und sehr viele mittelständische Unternehmen würden einen erneuten Lockdown wirtschaftlich nicht überleben."

Für die Betriebe folge daraus, dass die 3G-Regel streng kontrolliert oder 2G eingeführt werden müsse – das würde bedeuten: Zugang zu Betrieben nur noch für Geimpfte und Genesene. "Im Klartext: Impfunwillige Beschäftigte, außer bei medizinischen Ausnahmen, müssen die Folgen ihres Handelns dann auch in der Lohntüte spüren", so Jerger. "Überlastete Krankenhäuser und verschobene Operationen kosten Menschenleben, und das Virus nimmt keine Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten."

Das Coronavirus sei der Politik wieder einmal voraus. Amtierende und künftige Bundesregierung dürften keine Zeit mehr verlieren, sondern unverzüglich und konsequent handeln. An der schnellen Einführung einer allgemeinen Impfpflicht führe kein Weg mehr vorbei. "Das kommt zwar zur Bekämpfung der vierten Coronawelle zu spät, verschont die Menschen und die Wirtschaft aber vor Schlimmerem. Angesichts der dramatischen Pandemieentwicklung kann nur so ein drohender Lockdown abgewendet werden."

Niederlande: Viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden

3.36 Uhr: Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung "De Telegraaf" in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse. Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Merz schließt seine Zustimmung zur allgemeinen Impfpflicht nicht aus

2.57 Uhr: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz hat
angesichts der dramatischen Corona-Lage eine allgemeine Impfpflicht nicht ausgeschlossen. "Wenn die heutigen Maßnahmen auch nicht ausreichen, dann kann ich meine Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht nicht ausschließen", sagte er der "Rheinischen Post". "Dass sich jemand nicht impfen lassen möchte, ist
grundsätzlich Teil unserer freiheitlichen Ordnung. Aber in der gegenwärtigen Lage wird diese Haltung immer mehr zu einer
Belastung der Freiheit derer, die sich impfen lassen."

Deswegen sei er zunächst für eine konsequente Anwendung der
2G-Regeln, wo immer dies möglich sei. Er hoffe, dass sich ein allgemeiner Lockdown vermeiden lasse. "Was würde das denn bedeuten? Sollen Betriebe, Hotels, Gaststätten, Schulen, Unis und Sportplätze wieder monatelang schließen? Das kann doch niemand ernsthaft wollen", sagte er. Gerade die Familien und vor allem Kinder und Jugendliche hätten unter den Lockdowns bereits genug gelitten. "Und auch für viele kleine und mittelständische Betriebe ist eine weitere Schließung schlicht nicht zumutbar."

Bundesregierung hat keine Infos zur Impfquote in Pflegeberufen

2.22 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) keine Informationen darüber, wie hoch die Impfquote in medizinischen Berufen ist. "Informationen zu den Impfquoten bei pflegerischen und ärztlichen Berufen liegen dem Robert Koch-Institut nur auf der Basis von einzelnen stichprobenartigen Studien vor", zitierten die RND-Zeitungen aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle.

Daten über den beruflichen Hintergrund von geimpften Personen würden im digitalen Impfquoten-Monitoring des RKI regelmäßig "nicht erfasst". Kuhle sagte dem RND dazu, angesichts der dramatischen Pandemie-Situation müsse die Debatte über Impfpflichten für bestimmte Bevölkerungsgruppen offen geführt werden.

"Man kann eine Impfpflicht jedoch nicht einfach in den Raum stellen, ohne sich über die genaue Ausgestaltung oder die Datengrundlage im Klaren zu sein", sagte Kuhle. Auch die Prüfung, ob eine Impfpflicht verfassungsgemäß sei, könne nur anhand eines konkreten Vorschlags erfolgen. Deutschland sei von der scheidenden Bundesregierung "auf die Einführung einrichtungs- oder tätigkeitsbezogener Impfpflichten schlampig vorbereitet worden", sagte Kuhle. Dies zeige die Tatsache, dass das Bundesgesundheitsministerium keine Angaben zur Impfquote etwa in den verschiedenen Bereichen der Pflege machen könne.

Unionspolitiker pochen auf Corona-Ansprechpartner in Ampel-Bündnis

1.56 Uhr: Angesichts der Corona-Krise fordern Unionspolitiker die Ampel-Parteien auf, zügig einen Ansprechpartner für das Thema zu benennen. Der amtierende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte "Bild": "Wir brauchen dringend einen klaren, sachkompetenten Ansprechpartner in der zukünftigen Regierung." Braun
koordiniert die Corona-Politik der geschäftsführenden Bundesregierung von Union und SPD.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Wir können keine zehn Tage warten, bis ein neuer Gesundheitsminister sein Amt antritt." Es brauche sofort ein Team aus altem und neuem Minister. "Die Ampel darf Corona nicht verschleppen, es droht ein nationales Corona-Drama." Nach den Plänen der Ampel-Parteien bekommt die SPD das Gesundheitsressort. Sie will ihre Minister aber erst nach dem Parteitag Anfang Dezember benennen.

Montgomery warnt vor einer Virusvariante "so infektiös wie Delta und so gefährlich wie Ebola"

1.11 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor der Entstehung weiterer gefährlicher Virus-Varianten: "Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola", sagte der Mediziner dieser Redaktion.

Die neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei "ein gutes Beispiel dafür", dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Noch wisse man zwar nichts Genaues zur Gefährlichkeit der neuen Variante, "aber es scheint sich rasend schnell auszubreiten", so Montgomery. Um weitere Varianten zu verhindern, werde es nötig sein, die Welt noch Jahre lang zu impfen. "Wir dürfen dem Virus keine Chancen zur Mutation geben, indem wir jede nur mögliche Infektion verhindern."

Lauterbach fordert nach Auftreten von Omikron-Variante schärfere Corona-Regeln

0.01 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der aktuellen Corona-Lage und des Auftretens einer möglicherweise noch gefährlicheren Variante des Virus weitere Einschränkungen gefordert. Das Infektionsgeschehen sei "aggressiver als gedacht", sagte Lauterbach am Freitagabend im Interview mit den ARD-Tagesthemen. "Es sind die großen Veranstaltungen, die vollen Lokale, die vollen Geschäfte, die uns die Probleme machen."

Die Politik müsse nun möglicherweise noch einmal nachsteuern, sagte Lauterbach weiter. Besonders problematisch sei, "dass die Kontrollen von 2G und 2G plus überhaupt nicht angemessen stattfinden".

"Nichts ist schlimmer als eine besonders schwere Variante in eine laufende Welle hinein zu bekommen", sagte Lauterbach zur neu aufgetretenen Corona-Variante Omikron, die zunächst in Südafrika festgestellt worden war. Der neue Erreger scheine "gefährlich für die Geimpften wie für die Ungeimpften" zu sein. Er sei aber dennoch zuversichtlich, dass "die Booster-Impfungen auch vor dieser Variante schützen".

Freitag, 26. November: Molnupiravir laut Hersteller deutlich weniger wirksam als zunächst angegeben

  • Das neue Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmakonzerns MSD ist nach Herstellerangaben deutlich weniger wirksam als bislang angegeben
  • Die EU-Staaten wollen angesichts einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus alle Passagierflüge aus sieben Ländern im südlichen Afrika aussetzen. Davon betroffen sind Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe
  • Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verhängen die Niederlande einen abendlichen Lockdown
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 ("Omicron-Variante") als "besorgniserregend" eingestuft
  • Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen melden Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen
  • Die Bundesregierung ist besorgt, dass Impfstoffe eine geringere Wirkung gegen die neue Corona-Variante B.1.1.529 zeigen könnten
  • In einigen deutschen Gegenden droht die Überlastung des Gesundheitssystems - zu viele Patienten liegen auf den Intensivstationen
  • Virologe Christian Drosten will die neue Corona-Variante aus dem südlichen Afrika nicht vorschnell beurteilen.
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der neuen Corona-Variante B.1.1.529 gefordert, jegliche Flugreisen mit dem Ziel oder der Herkunft südliches Afrika zu stoppen
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht erneuert
  • Die neue Corona-Variante B.1.1.529 ist erstmals in Europa nachgewiesen worden - genauer gesagt: In Belgien
  • Israel gilt bisher als Vorreiter in der Bekämpfung des Coronavirus. Am Freitagabend wurde die neue Variante erstmals nachgewiesen. Lesen Sie dazu: Corona: Neue Variante löst in Israel Alarmstimmung aus
  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dringt wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen nun auch auf eine vorgezogene Bund-Länder-Runde
  • Johann Biacsics, einer der führenden Köpfe der Impfgegner-Szene in Österreich, ist laut Focus infolge seiner Coronavirus-Infektion gestorben
  • Eine neue Corona-Variante aus Südafrika bereitet weltweit Sorge. Sie weist besonders viele Mutationen auf dem Spike-Protein auf. Doch was ist das? Lesen Sie dazu: Neue Coronavirus-Variante: Was ist ein Spike-Protein?
  • Trotz der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen Schul- und Kitaschließungen ausgesprochen
  • Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler haben am Freitagvormittag über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland informiert. Beide machten deutlich, dass die neue Corona-Variante, die sich derzeit in Südafrika ausbreitet, Anlass zu großer Sorge sei.
  • Intensivmediziner warnen vor einer "dramatischen Lage" auf den Intensivstationen der Kliniken in den kommenden Wochen
  • In Sachsen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen weiter schnell. Der Wert lag mit Stand vom Freitag bei 1192,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.
  • Seit Beginn der Covid-19-Impfungen sind allein in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 470.000 Menschen in der Altersgruppe über 60 vor dem Tod gerettet worden
  • Angesichts stark steigender Corona-Fallzahlen hat der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer dramatischen Zuspitzung in den Kliniken gewarnt
  • Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren werden nach Ansicht von Fachmedizinern nur eine vergleichsweise geringe Rolle im Kampf gegen die Pandemie spielen

Corona-News von Donnerstag, 25. November: Sorge vor neuer Corona-Variante: Israel beschränkt Afrikareisen

  • Aus Sorge vor einer neuen Variante des Coronavirus hat Israel am Donnerstag sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder verhängt
  • In Schulen kommt es derzeit wieder deutlich häufiger zu Corona-Ausbrüchen. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts hervor
  • Björn Höcke, Parteichef der AfD in Thüringen, hat sich offenbar mit dem Coronavirus infiziert
  • In Bayern, Thüringen und Sachsen haben die Vorbereitungen für die Verlegung von 54 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in aktuell weniger stark betroffenen Gebieten im Norden und Westen Deutschlands begonnen
  • Angesichts der weiteren Zuspitzung der Corona-Lage dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf zusätzliche Maßnahmen
  • Israel steht nach Einschätzung des nationalen Corona-Beauftragten Salmans Sarka am Beginn einer neuen Infektionswelle
  • In Belgien sind so viele tägliche Corona-Infektionen wie noch nie seit Anfang der Pandemie festgestellt worden. Am Donnerstag verkündete die Gesundheitsbehörde, dass zuletzt 23.621 neue Fälle gemeldet wurden
  • Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) fordert eine Impfpflicht für alle Erwachsenen
  • Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa
  • Die Gesundheitsminister der Länder haben die im neuen Infektionsschutzgesetz geforderte Testpflicht für geimpftes oder genesenes Personal in medizinischen Einrichtungen ausgesetzt
  • Wissenschaftler warnen vor einer neuen Corona-Variante, die zuerst in Botswana aufgetreten sein soll
  • Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, rechnet wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen wieder mit großflächigeren Schulschließungen
  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus
  • Der voraussichtlich künftige Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hält eine Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona aktuell nicht für nicht angebracht
  • Mit dem Inkrafttreten der neuen Corona-Vorschriften werden in Deutschland die Corona-Schnelltests knapp
  • Die designierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) will Schulschließungen trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen vermeiden
  • Mit Blick auf stark steigende Corona-Infektionszahlen hat sich Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger einer allgemeinen Impfpflicht gegenüber offen gezeigt
  • Im Schatten der Corona-Krise eskaliert laut einer Studie von Oxfam die häusliche Gewalt. Anrufe bei Hotlines in zehn untersuchten Ländern hätten im vergangenen Jahr um 25 bis 111 Prozent zugenommen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der internationalen Hilfsorganisation
  • Kanada hat am Mittwoch mit den Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren begonnen - mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer

Mittwoch, 24. November: Brinkhaus will Corona-Gipfel vorziehen

  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dringt auf schärfere Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus.
  • Der von den Ampel-Parteien geplante Bund-Länder Krisenstab zur Corona-Lage soll nach Angaben von Grünen-Chefin Annalena Baerbock nach zehn Tagen entscheiden, ob es weitere Maßnahmen braucht.
  • Baerbock wollte eine allgemeine Impfpflicht nicht ausschließen. Zusätzlich zu einer Impfpflicht für bestimmte Bereichen und Berufe werde "mitgeprüft, was es braucht für eine allgemeine Impflicht", sagte sie in den "Tagesthemen". Dafür müssten rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.
  • Laut Thomas Riedel, Leitender Arzt der Intensivmedizin der Rottal-Inn Kliniken, stehen die Bayerischen Intensivstationen kurz vor dem Kollaps.
  • Angesichts der vierten Corona-Welle hat Italiens Regierung strengere Regeln beschlossen und die Impfpflicht erweitert.
  • Die Düsseldorf Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai.
  • Auch der Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld streicht nicht geimpften Profis das Gehalt, falls diese sich in häusliche Quarantäne begeben müssen.
  • Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche Impfpassfälscher haben am Mittwoch rund 300 Polizistinnen und Polizisten 24 Gebäude in Niedersachsen und Hessen durchsucht.
  • Der Fußballspieler Joshua Kimmich hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
  • Angesichts der zusätzlichen Kontrollpflichten in der neuen Corona-Verordnung kann sich die Diakonie wieder unterstützende Soldatinnen und Soldaten in den Alten- und Pflegheimen vorstellen.
  • Der von den Ampel-Parteien geplante Krisenstab zur Corona-Lage im Kanzleramt soll nach Worten des voraussichtlichen künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz schon eingerichtet werden, bevor die neue Regierung im Amt ist.
  • Bund und Länder wollen über das Vorgehen bei Patientenverlegungen wegen der kritischen Corona-Lage in Deutschland beraten.
  • Die Stadt Leipzig lässt einen Teil ihres Kulturbetriebs wegen der Corona-Pandemie bis zum 9. Januar ruhen.
  • Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt darauf, die bedrohliche Corona-Ausbreitung in Deutschland einzudämmen.
  • Das Verteidigungsministerium hat die Corona-Schutzimpfung für die Männer und Frauen in der Bundeswehr duldungspflichtig gemacht.
  • Jetzt macht auch die Europäische Union Druck für Auffrischungsimpfungen: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfiehlt nun offiziell einen Booster für alle ab 18 Jahren, mit Vorrang für jene, die älter als 40 Jahre sind.
  • Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt.
  • Laut dem neuen Infektionsschutzgesetz, das am heutigen Mittwoch in Kraft tritt, müssen Beschäftige und Besucher von Arztpraxen oder anderen Gesundheitseinrichtungen täglich einen tagesaktuellen Antigentest vorlegen – das gilt auch für Geimpfte und Genesene.
  • Die Impfkampagne in Deutschland nimmt wieder Schwung auf: Am Dienstag haben so viele Menschen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten wie zuletzt vor zwei Monaten.
  • Um Engpässe in der intensivmedizinischen Behandlung zu vermeiden, sollen bis zum Wochenende mehrere Dutzend Patienten aus den stark von Corona betroffenen Regionen im Osten und Süden in andere Teile Deutschlands verlegt werden.
  • Totimpfstoffe sind die aktuellen Hoffnungsträger in der Pandemie-Bekämpfung – die altbewährte Technologie könnte auch Impfskeptiker überzeugen. Ein neuer Impfstoffkandidat aus Indien überzeugt nun in einer klinischen Studie.
  • Eine große Mehrheit in Deutschland (69 Prozent) ist jetzt für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus.
  • Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in den Kliniken bereitet sich Bayern auf den Transport einer größeren Zahl von Intensivpatienten in andere Bundesländer vor.
  • Die stellvertretende Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, hält eine allgemeine Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen für denkbar.
  • Mit einem neuen Fachverband soll die Behandlung von Corona-Spätfolgen verbessert werden.
  • Wegen der Corona-Pandemie bleiben Neuseelands Grenzen für Reisende aus dem Ausland noch mindestens fünf Monate geschlossen.
  • Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, ist unter bestimmten Voraussetzungen für eine allgemeine Impfpflicht.
  • Jens Spahn (CDU) würde angesichts der Corona-Lage "diejenigen, die glauben, das Virus könne ihnen nichts anhaben (...) am liebsten auf eine Intensivstation zerren.
  • Angesichts der vierten Corona-Welle hat sich der CDU-Politiker Friedrich Merz für einen weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte ausgesprochen.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor
  • Um besonders gefährdeten Menschen schneller eine Booster-Impfung zu verschaffen, fordert Linken-Chefin Janine Wissler konkrete Terminangebote

Dienstag, 23. November – Überlastung in Kliniken: Kleeblatt-Konferenz aktiviert

  • Damit Covid-19-Patienten trotz sich abzeichnender Engpässe in einigen Regionen weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden können, hat das strategische Steuerungsgremium von Bund und Ländern die sogenannte Kleeblatt-Konferenz aktiviert
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die Einführung einer Corona-Impfpflicht angesichts der bundesweit dramatischen Infektionslage für unausweichlich
  • Die FDP hat sich offen dafür gezeigt, eine beschränkte Impfpflicht zu akzeptieren
  • Die Bundeswehr dürfte in Kürze als erste Institution in Deutschland eine Impfpflicht gegen das Coronavirus einführen
  • Das Vakzin heißt CoVac-1 und ist weder ein Totimpfstoff noch basiert es auf mRNA, sondern auf Proteinen Es könnte Skeptiker überzeugen, die keine Impfgegner sind, aber auf eine schonende Alternativen zu den etablierten Präparaten warten
  • Die Diskussionen um die Booster-Impfung sorgen für derzeit bei vielen für Verunsicherung. Die Virologin Sandra Ciesek klärt nun im NDR-Pocast "Coronavirus-Update" auf. Sie sagt, wann der Impfschutz nach der dritten Impfung wieder da ist und welcher Impfstoff besser sei – Biontech oder Moderna
  • Die Spitzenpolitiker der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP haben sich am späten Nachmittag kurzfristig mit Angela Merkel im Kanzleramt getroffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde das Treffen wegen der dramatischen Pandemie-Lage organisiert
  • Nordrhein-Westfalen verschärft die Strafen für Verstöße gegen die neuen Corona-Regeln. So werden für die Fälschung eines Testnachweises künftig zwischen 2000 und 5000 fällig
  • Der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Joachim Sauer, hat sich verwundert über die geringe Impfquote in Deutschland geäußert
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach einem Zeitungsbericht in einem Brief an die Ärzteschaft für seine Kommunikation rund um die Begrenzung von Biontech-Dosen entschuldigt
  • In Sachsen-Anhalt haben in der Corona-Pandemie künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens. Das Kabinett gab am Dienstag eine landesweite 2G-Pflicht unter anderem für die Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bekannt
  • Sachsen ist nach Worten von Krankenhauskoordinator Michael Albrecht noch weit von einer Triage entfernt
  • Aerosolforscher halten die Absage von Weihnachtsmärkten wegen der hohen Corona-Infektionszahlen für kontraproduktiv. "Aus aerosolphysikalischer Sicht macht ein Verbot von Weihnachtsmärkten absolut keinen Sinn. Im Freien finden nur sehr wenige Ansteckungen statt", sagte Gerhard Scheuch, der früherer Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosolmedizin
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet einen bedeutenden Anstieg der Todeszahlen durch die Corona-Pandemie in Europa. "Die kumulierten gemeldeten Todesfälle bis zum Frühjahr nächsten Jahres werden voraussichtlich über 2,2 Millionen erreichen", erklärte die WHO in einem Bericht

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Alle bisherigen Corona-News finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)