Ute Flamich über ein groß­artiges Künstlerprojekt

Um nicht zu vergessen, um zu erinnern und auch zu mahnen, sind gestern vier Stolpersteine in Eisenberg verlegt worden. Dass vor diesem Thema in der Stadt nicht die Augen verschlossen werden, dass es interessierte, mitdenkende und mitfühlende Bürger gibt, hat sich gestern gezeigt. Denn weit mehr als 80 Bürger - unter ihnen auch Landtagsabgeordnete, der Crossener Bürgermeister mit Gästen aus Mexiko, zahlreiche Stadt­räte, Beigeordnete und eine Vertreterin des Landratsamtes - hatten sich am Großen Brühl eingefunden, um der Stolperstein-Verlegung zur Erinnerung an die jüdische Familie May beizuwohnen. Trotz des unfassbaren Hintergrundes muss es gesagt werden: Es war eine gute, eine gelungene Veranstaltung. Es ist eine Freude, dass nun auch Eisenberg - mit Herz und Verstand - über die deutsche Vergangenheit stolpern kann.