Der König vom Höllental: Peter Hagen über ein sehr umtriebiges CSU-Mitglied in Oberfranken

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"Unser Mann heißt König", mögen die Gegner der Höllentalbahn jubeln. Schließlich hat der CSU-Mann Alexander König einen Schlussstrich unter die Reaktivierung der Bahnstrecke gezogen. Das freut speziell jene Menschen, die entlang des in 72 Jahren zugewachsenen Bahndamms wohnen und eine Ruhe genießen, die anderen nicht vergönnt ist. Beispielsweise den Menschen entlang der Straßen, auf denen täglich die Holzlaster verkehren, deren Fracht auf der Schiene deutlich besser aufgehoben wäre.

Indes: Was der König aus dem Höllental posaunt, ist nicht mit Weisheit zu verwechseln. Das beweist der gleiche Mann an anderer Stelle, wo es auch um das Höllental geht. Der Fall des im Mai 2001 verschwundenen Mädchens Peggy, dessen sterbliche Überreste vor fast einem Jahr bei Rodacherbrunn entdeckt worden sind, liefert den Stoff für eine Filmproduktion. Das Verbrechen hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und zog einen bayerischen Justizskandal nach sich. Nun hat sich CSU-Mann König höchstselbst in die Filmproduktion eingeschaltet und fordert die Streichung des geplanten Titels "Höllental", der "absolut fehl am Platze" sei. Fehl am Platz? Wer?

Aufregung um die Höllentalbahn

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