Kein Goldrausch in Thüringen

Niels Seehaseüber die Jagd nach einem Edelmetall.

Niels Seehase.

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Foto: zgt

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„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles...“ Bereits Thüringens wohl berühmtester Zuwanderer, Johann Wolfgang von Goethe, war sich der fast schon mystischen Anziehungskraft des gleißenden Edelmetalls bewusst.

Dass diese Kraft bis heute ungebrochen ist, hätte der Dichterfürst am Wochenende im Örtchen Theuern im Thüringer Schiefergebirge erleben können. Zum Start der Goldwaschsaison machten sich dort rund 80 Unentwegte aus ganz Deutschland in den sechs Grad kalten Fluten des Bächleins Grümpen zu schaffen, um güldene Partikel aus dem Wasser zu filtern.

Doch auch wenn gestern erste Kleinstfunde vermeldet worden sind, steht Thüringen gewiss nicht vor einem Goldrausch à la Klondike – auch wenn das Schiefergebirge zu den goldreichsten Regionen Deutschlands zählt. „Reichtümer kann man dabei nicht gewinnen“, kommentierte dann auch Markus Schade, Leiter des Goldmuseums in Theuern, das Treiben im Grümpenbach.

Der Geologe weiß: Der bislang letzte größere Fund in Thüringen liegt schon mehr als zehn Jahre zurück. Damals fand ein Hobbysucher in einem Zufluss der Schwarza ein Goldstückchen. Gewicht: 9,6 Gramm.

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