Kommentar: Synergien nutzen

Holger Zaumsegel über die mögliche Zusammenlegung der Jenaer Verein FC Carl Zeiss Und FF USV.

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Ein großer Fußballverein in Jena, der Männer und Frauen gleichermaßen repräsentiert: Darüber wurde viele Jahre diskutiert – mal öffentlich, oft im stillen Kämmerlein. Nun scheint der Weg bereitet. Dass der FC Carl Zeiss Jena die Lizenz für die 1. und 2. Frauen-Bundesliga beantragt, ist mehr als eine bloße Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit mit dem FF USV. Sie ist der Grundstein für eine gemeinsame Zukunft.

FC Carl Zeiss Jena und FF USV Jena vor Zusammenschluss

Und das ist gut so. Beide Vereine verbindet so viel – die Stadt, das Stadion, das Nachwuchsleistungszentrum. Selbst bei guter Zusammenarbeit ergeben sich bei zwei Vereinen in der Abstimmung immer Probleme. Ein Zusammenschluss hält viele Synergieeffekte bereit. Das Sprichwort „Zwei Kranke ergeben keinen Gesunden“ trifft in diesem Fall nicht zu.

Dennoch wird es erst einmal Vorbehalte geben: Geht der Frauenfußball im FC Carl Zeiss unter? Sind Bundesliga-Fußballerinnen ein finanzieller Klotz am Bein der klammen Drittliga-Kicker? Bleiben die Sponsoren alle an Bord?

Fragen, die das Projekt in der Vergangenheit immer wieder verhindert haben. Zum Glück sind jetzt Verantwortliche am Ball, die die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses höher bewerten als diese Schreckgespenster. Beherzigen alle das Motto „Nur gemeinsam sind wir stark!“, kann der Weg ein erfolgreicher werden.

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