Kommentiert: Hass verbreiten mit E-Gitarren

Nils Seehase zur Funktion von Rechtsrockkonzerten

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Ob vor zwei Wochen in Gera oder an diesem Wochenende in Themar – wenn sich Neonazis und Rechtsextremisten zu Konzerten treffen, dann geht es nie nur um Musik. Dann geht es auch um die Vermittlung rechtsextremer Ideologie. Darum, den Hass und die Feindbilder, die daraus resultieren, in den Köpfen der Zuhörer zu verankern. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Rechtsrockkonzerte bei der Radikalisierung von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen – die mutmaßlichen Mörder des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ sind dafür nur ein Beispiel von vielen

Die Konzerte haben aber noch andere Funktionen. Sie dienen der Vernetzung, vereinen verschiedene rechtsextreme Milieus und sind nicht zuletzt eine wichtige Einnahmequelle für die Szene. So könnten bei einem Rechtsrock-Konzert, das am 15. Oktober 2016 vor Tausenden Besuchern in der Schweiz stattfand, mindestens 150 000 Euro allein mit dem Verkauf von Eintrittskarten umgesetzt worden sein. Einiges weise darauf, berichtete danach die Neue Zürcher Zeitung, dass dieses Konzert von Thüringen aus organisiert wurde.

Gericht macht Weg für großes Neonazi-Konzert in Thüringen frei

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