Leitartikel: Bis hierhin gut gemacht, Politik

Jörg Riebartsch zu den Diskussionen um Einschränkungen wegen dem Coronavirus.

OTZ-Chefredakteur Jörg Riebartsch

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Foto: Andreas Wetzel

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Seit diesem Montag gelten auch in Ostthüringen strenge Ausgangsbeschränkungen, das heißt, noch nicht mal seit einer Woche. Dennoch versuchen bereits jetzt einige Politiker eine Diskussion darüber anzuleiern, die Auflagen zu lockern. Die Freiheitsrechte seien eingeschränkt.

Wie bekannt, haben die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, die Verordnung von Quarantäne und die Versetzung unseres wirtschaftlichen Handelns in den Schlafmodus keinen parteipolitischen Hintergrund, sondern es geht ganz konkret darum, möglichst vielen Menschen einen Tod durch das Coronavirus zu ersparen. Es geht darum, die Mortalität gering zu halten, also die Sterblichkeitsrate.

Liegt Deutschland momentan auf dem richtigen Weg, was die Eindämmung der Verbreitung des Virus betrifft? Gemessen an der Todesrate auf alle Fälle, wie der Vergleich mit anderen Ländern zeigt. Am Freitag tendierte die Zahl der Toten in Deutschland in Richtung 300. Allein in New York sind schon mehr Menschen an Corona gestorben. In Italien forderte das Virus mehr als 8000 Tote. In Spanien knapp 5000.

Das Prinzip in Deutschland, mit Tests die Krankheit möglichst früh zu erkennen, ist genauso sinnvoll, wie die Menge der menschlichen Kontakte zu beschränken und Zeit zu gewinnen, weiter Kapazitäten an Notfallbetten aufzubauen oder Ausrüstung zu beschaffen.

Solange die Zahl der Infektionen nicht spürbar zurückgeht, dürfen die Beschränkungen auf keinen Fall gelockert werden. Also: Bis hierhin gut gemacht, Politik.

Möglicherweise wird man irgendwann feststellen, dass auch ein anderer Weg möglich gewesen wäre. Niemand kennt ihn momentan. Solange sollten wir auf dem eingeschlagenen Pfad bleiben. Denn das Leben ist die größte Freiheit!

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